VonAnnika Ketzlerschließen
Die Heizsaison hat begonnen. Gaskunden, die weniger Geld verheizen möchten, sollten über einen Anbieter-Wechsel nachdenken.
Hamm - Kaum ist der Herbst da, wird auch die Wohnung immer kälter. Die Heizsaison hat somit begonnen. Viele Menschen zögern das Heizen in den eigenen vier Wänden hinaus, um Geld zu sparen. Doch Vorsicht: Das kann gesundheitsschädlich sein. Beim Heizen gibt es eine andere Option für alle, die Geld sparen möchten. „Bewohner eines durchschnittlichen Einfamilienhauses können beim Wechsel vom teuren Grundversorgungstarif in einen günstigen Tarif im Schnitt 968 Euro pro Jahr sparen“, erklären die Experten von Finanztip.
„Im Schnitt 968 Euro pro Jahr“: Wer Anbieter wechselt, kann Heizkosten sparen
Der Geld-Ratgeber geht davon aus, dass die Preise zum Jahreswechsel steigen könnten. Aktuelle Zahlen der Bundesnetzagentur zeigen, dass fast jeder fünfte Gaskunde noch nie seinen Anbieter gewechselt hat. Wer von den aktuell eher niedrigen Gaspreisen profitieren möchte, solle nun aber aktiv werden und wechseln. Denn: Viele Anbieter geben günstigere Preise nicht von alleine an Verbraucher und Verbraucherinnen weiter.
Energie-Experte Benjamin Weigl von Finanztip rät Gaskunden daher, Preise zu vergleichen: „Wir kommen aus einer teuren Phase. Für neue Gasverträge mit zwölf Monaten Preisgarantie zahlten Verbraucher vor zwei Jahren im Schnitt über 31 Cent pro Kilowattstunde. Derzeit sind es nur noch etwa 9,5 Cent“. Der Gaspreis sinke für die Kunden in bestehenden Verträgen aber nicht automatisch so stark. Wer Gaskunde ist, sollte sich daher selbst kümmern und gegebenenfalls den Anbieter wechseln, so Weigl.
Und: Gerade jetzt sei ein guter Moment für einen Wechsel, denn im kommenden Jahr könnte es teurer werden. Grund für die vermutlich steigenden Gaskosten im kommenden Jahr sind steigende Netzentgelte sowie der steigende CO₂-Preis. „Wer jetzt einen Gasvertrag zu einem guten Preis abschließen kann, sollte sich eine Preisgarantie über ein bis zwei Jahre sichern“, so Weigl.
Denn die steigenden Netzentgelte kann der Anbieter dann nicht an die Kundinnen und Kunden weitergeben. Wird der Vertrag wegen des CO₂-Preises teurer, können Kunden zudem ihr Sonderkündigungsrecht nutzen. Wer also nun überlegt, den Anbieter zu wechseln, findet über Vergleichsportale verschiedene Angebote.
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