Was Kunden wissen müssen

Netflix kündigt drastische Änderung an: Dieses Abo-Modell wird jetzt gestrichen

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    Sarah Neumeyer
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Nach dem Aus für Passwort-Teiler, streicht Netflix nun gleich ein ganzes Abo-Modell. Eventuell wird der Streamingdienst künftig auch teurer.

Kassel – Netflix hat dem Teilen von Passwörtern in diesem Jahr ein Ende bereitet. Eine erhebliche Änderung für alle, die nun mehr für Serien und Filme ausgeben müssen. Jetzt erhöht das in Kalifornien ansässige US-Unternehmen in verschiedenen Ländern die Kosten für einige seiner werbefreien Abonnements. In Deutschland wird ein Abo-Modell sogar vollständig aus dem Verkaufsangebot entfernt.

Das günstigste werbefreie Basis-Abo wird es in Deutschland ab kommender Woche (23. Oktober) nicht mehr geben. Trotzdem gibt es für bestehende Netflix-Kunden eine erfreuliche Nachricht: Die Änderung gilt vorerst wohl nur für Neukunden. Offenbar versucht der Streaming-Dienst, seinen Umsatz durch das werbefinanzierte Basis-Abo, das derzeit 4,99 Euro pro Monat kostet, zu erhöhen. . Denn laut Tagesschau äußerten Manager des Streaming-Dienstes, dass die Werbeeinnahmen pro Kunde höher seien als die monatlichen Gebühren.

Netflix zieht die Preise in einigen Ländern an. In Deutschland steht ein Abo-Modell vor dem Aus.

Netflix legt stärkeren Fokus auf werbefinanzierte Abos

Ähnliche Pläne hat das Unternehmen laut Tagesschau auch in Spanien, Japan, Brasilien, Mexiko und Australien. „Man setzt damit nur fort, was in den USA, Großbritannien, Kanada und Italien bereits umgesetzt ist“, informiert Netflix in einem Brief an die Aktionäre laut dem Bericht. Die Abschaffung des Basis-Tarifs habe dort die Akzeptanz der anderen Abonnements erhöht. Dies könnte auch daran liegen, dass einige populäre Filme und Serien in der werbeunterstützten Basis-Version fehlen.

Für Netflix-Kunden in den USA, Frankreich und Großbritannien steigen die Kosten für das günstigste werbefreie Abonnement. Das werbefreie Basis-Abonnement kostet für bestehende Kunden in den USA nun 11,99 US-Dollar pro Monat, zwei Dollar mehr als bisher, so CNBC. Der werbefinanzierte Netflix-Zugang bleibt jedoch für 6,99 Dollar erhältlich, das Standard-Abonnement weiterhin für 15,49 Dollar. In Frankreich steigen die Preise für das werbefreie Basis- und Premium-Abonnement. Das werbefinanzierte und das Standard-Abonnement bleiben bei den üblichen 5,99 Euro bzw. 13,49 Euro pro Monat.

Erhöht Netflix die Abo-Preise bald auch in Deutschland?

In den USA wird zudem das teuerste Netflix-Abonnement mit höchster Bildqualität künftig 22,99 US-Dollar pro Monat kosten und in Frankreich 19,99 Euro. In Deutschland zahlen Kunden derzeit 17,99 Euro für dieses Premium-Abonnement. Diese Abonnement-Optionen sind derzeit in Deutschland verfügbar.

Abo-Preis-ModelleUSADeutschland
Werbefreie Basis-Abo11,99 Dollar monatlich (vorher 9,99 Dollar)7,99 Euro/Monat
Standard-Abo: 15,49 Dollar monatlich12,99 Euro/Monat
Premium-Abo: 22,99 Dollar monatlich (vorher 19,99 Dollar)17,99 Euro/Monat
werbefinanziertes Abo: 6,99 Euro monatlich4,99 Euro/Monat

Es bleibt unklar, wie lange Netflix-Nutzer in Deutschland noch von den niedrigeren Preisen im Vergleich zu Frankreich profitieren können, da Netflix dem Bericht zufolge derzeit keine Informationen dazu liefert. „Deutsche Nutzer können sich aber schon mal darauf einstellen, dass auch sie demnächst mehr für ihr Netflix-Abo bezahlen müssen“, prognostiziert das Technikportal inside-digital.de.

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In den letzten Monaten hat Netflix mit seinen Account-Änderungen seine Kunden stark verärgert. Einige überlegten sogar, dauerhaft zu kündigen. Ob diese Strategie letztendlich für das Unternehmen aufgeht, bleibt abzuwarten. (sthe)

Für diesen von der Redaktion geschriebenen Artikel wurde maschinelle Unterstützung genutzt. Der Artikel wurde vor Veröffentlichung von Redakteurin Sarah Neumeyer sorgfältig überprüft.

Rubriklistenbild: © Omar Marques/Imago

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