Wer früher sät ...

Anzucht im neuen Jahr: Sieben Gemüse, die Sie schon früh aussäen können

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Bei der Anzucht kann es schon mal Platzprobleme geben (Symbolbild).
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Der Garten liegt im Winterschlaf, doch auf Ihrer Fensterbank kann schon neues Leben sprießen. Für diese Gemüsesorten ist der Januar der perfekte Zeitpunkt zur Aussaat.

Der Januar hat draußen für Gartenfans nicht viel zu bieten, außer der Fütterung von Vögeln und eventuell Eichhörnchen steht nur Schneeräumen an. Drinnen geht es aber hoch her, denn bereits im Januar können Sie einiges an Gemüse vorziehen. Wir erklären, welches das ist und was dabei wichtig ist.

Anzucht im Januar: Diese 7 Gemüse können Sie schon früh säen

Wer früher sät, hat länger etwas zu ernten. Das trifft zwar nur bedingt zu, denn säen können Sie fast das ganze Jahr über, aber eine Anzucht ab Januar klappt definitiv für manche Pflanzen. Zudem vertreibt die winterliche Aussaat drinnen die Langeweile, wenn es Gartenfans schon in den Fingern juckt.

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Folgendes Gemüse können Sie im Januar aussäen oder vorkeimen lassen:

  1. Süßkartoffeln und Saatkartoffeln vorkeimen
  2. Salate: Salat geht quasi immer, je nach Sorte können Sie die Pflanzen schon im Januar oder spätestens ab Februar vorziehen.
  3. Kohlrabi (frühe Sorten): Theoretisch geht die Aussaat drinnen schon ab Mitte Januar, idealerweise gedulden Sie sich aber noch. „Azur Star“ beispielsweise kann ab Mitte Januar vorgezogen werden und ist eine hübsche lila Sorte.
  4. Lauch: Vorzucht ist durchaus im Januar schon möglich, die Jungpflanzen kommen dann rund 12 Wochen später ins Beet. So sparen Sie sich den Kauf vorgezogener Pflanzen.
  5. Chilis: Perfekt für die frühe Aussaat und alle Chili-Begeisterten.
  6. Aubergine (Fruchtgemüse): Sie können schon im Januar anfangen, spätestens im Februar sollten die Samen in die Erde, denn die Aubergine braucht Zeit zum Wachsen.
  7. Tomate (Fruchtgemüse): Zwar ist die Aussaat im Januar möglich, deutlich besser wäre aber Ende Februar bis März geeignet. Saatgut dagegen sollten Sie frühzeitig kaufen, vor allem begehrte Sorten.

Gartenarbeit im Januar: Diese 10 Aufgaben sollten Sie jetzt nicht aufschieben

Weihnachtsbäume auf der Straße
Wer den Weihnachtsbaum noch nicht entsorgt hat, der sollte ihn zu einem Frostschutz für empfindliche Stauden verarbeiten. Alternativ können Sie ihn schreddern und zum Mulchen gebrauchen. Weihnachtsbäume im Topf können Sie an einem frostfreien Tag im Januar in den Garten einpflanzen. © Panthermedia/Imago
Erdbeerpflanzen im Frühjahr
Ist es im Januar mild, kann im Gartenbeet Unkraut auftreten, welches Sie am besten direkt beseitigen. Denn robuste Unkräuter wie Vogelknöterich oder Vogelmiere machen auch im Winter keine Pause. So sparen Sie sich im Frühling jede Menge Arbeit, wenn das Unkraut ins Unermessliche wuchert. © Panthermedia/Imago
Planer auf Schreibtisch
Was wollen Sie dieses Jahr anbauen? Welcher Standort ist dafür vorgesehen? In einem Pflanzplan können Sie das festhalten. Hier können Sie auch die Pflanznachbarn eintragen und sehen, wann welches Gemüse geerntet wird. Dieser Plan erleichtert das Gärtnern und Sie können Schädlinge und Besonderheiten im Gartenjahr festhalten.  © Dreamstime/Imago
Rucola und andere Salate im Topf
Im Gewächshaus oder auf er Fensterbank können Sie nun Gemüse wie Rucola, Kohlrabi, Kopfsalat, Chili und Blumenkohl vorziehen. Wenn Sie bereits letztes Jahr fleißig waren, können Sie Kohlsorten wie Blumenkohl und Wirsing, aber auch Porree, Feldsalat oder Spinat ernten.  © Pond5 Images/Imago
Schneebedeckter Feuerdorn
Ist der Winter schneereich, sollten Sie ab und an Ihre Sträucher und Bäume von Schneemassen befreien. Denn unter der Schneelast können Äste abbrechen und Schaden nehmen. Auch das Dach vom Gartenhaus ist unter Umständen einsturzgefährdet und sollte regelmäßig mithilfe eines Besens vom Schnee befreit werden. © Panthermedia/Imago
Gekeimte Samen auf einem Stück Küchenpapier.
Sie wollen wissen, ob altes Saatgut noch keimfähig ist? Dann ist der Januar die perfekte Zeit dafür. Geben Sie dafür die gewünschte Sorte in einen kleinen Topf mit Anzuchterde oder auf ein Stück Küchenpapier und gießen Sie es an. Wenn es keimt, ist es noch gut.  © Panthermedia/Imago
Anlegen vom Frühbeet
Frühbeete lassen sich bereits im Februar befüllen, weshalb Sie sie im Januar aufbauen und sich überlegen können, wo der passende Standort für das Beet ist. Im Frühbeet wächst das Gemüse etwas früher als im Freiland.  © Imagebroker/Imago
Baum wird zurückgeschnitten
Apfel- und Birnenbäume, aber auch Haselnussbäume und Holundersträucher benötigen im Januar einen Rückschnitt. Es sollte an dem Tag allerdings trocken und frostfrei sein. © Panthemedia/Imago
Krokusse
Normalerweise setzt man bereits im Herbst Blumenzwiebeln. Wer diesen Termin verpasst hat, kann aber auch an frostfreien Tagen im Januar noch Krokusse, Narzissen und Tulpen pflanzen.  © Panthermedia/Imago
Rotkehlchen im Winter
Vögel finden im Winter oft nicht genügend Nahrung, daher können Sie sie mit einer Futtersäule und einem selbstgebauten Vogelhäuschen unterstützen.  © Nicole Tauschnik/Imago

Ab Februar geht es mit der Aussaat weiter

Das bedeutet aber nicht, dass Sie nur direkt zum Saatgut greifen müssen, denn wer zu früh anfängt, bekommt eventuell beim späteren Auspflanzen Probleme mit Frost. Gedulden Sie sich bei vielen Gemüsesorten also lieber bis Februar oder März und säen Sie dann direkt ins Beet oder Gewächshaus. Vorkeimen dürfen Ende Januar beispielsweise schon Saatkartoffeln oder Süßkartoffeln. Im Februar sind es dann sogar noch mehr Pflanzen.

Die anderen Pflanzen können Sie der jeweiligen Anleitung entsprechend in Anzuchttöpfen vorziehen, dafür sollte aber die Ausstattung mit Pflanzenlampen stimmen, auch die Temperatur ist oft wichtig. Abhängig von der Pflanze, darf die dann, wenn es warm genug ist, ins Freiland umziehen oder ins Gewächshaus.

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