Gepäck und Möbel

Kofferraum richtig packen: Tipps helfen, Bußgeld zu vermeiden

  • schließen

Wer seinen Kofferraum belädt, sollte einige Tipps und Tricks beachten. Im schlimmsten Fall drohen ein Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.

Der Besuch im Möbelhaus fällt gerne mal etwas größer aus, als man vorher gedacht hätte. Neben der Kommode für den Flur müssen dann auch zahlreiche andere Einkäufe im Kofferraum verstaut werden. Und die können bei einem Unfall oder einem abrupten Bremsen schnell zur Gefahr werden. Mit der richtigen Vorbereitung lässt sich das jedoch verhindern.

So sollte die Ladung beispielsweise möglichst lückenlos und mithilfe von Sicherungsnetzen und Gurten fixiert werden. Dazu sollte man die vorhandenen Ösen verwenden und die Gurte immer im Auto aufbewahren. Auch Gepäcknetze verhindern, dass die Fracht aus dem Kofferraum nach vorne schießt. Zudem sollte man beim Beladen darauf achten, dass nichts in den Frontbereich ragt.

Kofferraum richtig packen: Tipps helfen Bußgeld zu vermeiden

Die Rücksitzlehne kann ebenfalls durch diagonal geschlossene Gurte unterstützt werden – sollte dort niemand sitzen. Übrigens ist es nicht immer ratsam, diese umzuklappen, da sie im Ernstfall als schützende Trennwand dienen kann. Zusätzlichen Schutz bietet ein festverbautes Gitter zwischen Kofferraum und Rücksitzbank. Dieses sollte immer montiert bleiben, wie „ERGOimpulse“ berichtet.

Wer seinen Kofferraum belädt, sollte einige Tipps beachten. Es kann sogar ein Bußgeld drohen. (Symbolbild)

Bei der Ladungssicherheit spielt zudem die Gewichtsverteilung eine wichtige Rolle. „Schwere Gegenstände gehören nach unten (am besten im Fußraum und mit Gurten abstützen, nur leichte Gegenstände oben verstauen)“, erklärt der ADAC. Antirutschmatten verhindern zudem, dass die Waren oder Gepäckstücke im Kofferraum verrutschen.

Kofferraum richtig packen: Ladungssicherung ist wichtigt

Ist der Einkauf oder das Gepäck im Kofferraum für die Fahrt in den Urlaub nicht richtig gesichert, kann sogar ein Bußgeld drohen. „Laut § 22 StVO darf Gepäck bzw. Ladung selbst bei einer Vollbremsung oder einer plötzlichen Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm (z.B. durch ungesichertes Befördern von Kanistern oder Blechbehältern auf der Ladefläche) erzeugen“, schreibt der ADAC.

Kontroll- und Warnlampen im Auto: Wenn es rot leuchtet, sollten Sie sofort anhalten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

Ist die Ladung im Kofferraum nicht ordnungsgemäß gesichert, wird ein Verwarngeld von 35 Euro fällig. Bei einer Gefährdung drohen ein Bußgeld von 60 Euro sowie ein Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg. Kommt es zu einem Unfall, steigt das Bußgeld auf 75 Euro. Einen Punkt gibt es ebenfalls. „Im Extremfall, d. h. bei Unfällen mit Personenschäden, kann sich der Fahrende sogar der fahrlässigen Körperverletzung oder Tötung schuldig machen. Auch versicherungstechnisch kann verrutschende Ladung problematisch sein: Für dadurch entstandene Schäden muss die Kaskoversicherung nicht aufkommen“, betont der ADAC. (smo)

Rubriklistenbild: © Sasha Gulish/Imago

Kommentare