Verbraucher kaufen weniger Geschenke

Weihnachtsgeschenke im Trend: Deutsche haben einen klaren Favoriten – doch Inflation zwingt zum Sparen

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Die Deutschen schenken zu Weihnachten am liebsten Geld. Auch Klassiker wie Süßwaren sind beliebt – auch wenn insgesamt weniger geschenkt wird.

München – Der Dezember ist da und Weihnachten steht nun quasi vor der Tür. Da gehen bei vielen Deutschen die Gedanken direkt zu den Geschenken. Das beliebteste Geschenk hat dabei so gut wie jeder immer in der Tasche: Geld. Laut einer Umfrage des Beratungsunternehmens EY planen 44 Prozent der Deutschen, zu Weihnachten Bargeld oder Gutscheinkarten zu verschenken. Damit ist Geld das beliebteste Weihnachtsgeschenk. Es folgen Süßwaren und Lebensmittel mit 37 Prozent. Außerdem haben es Spielwaren, Kleidung und Bücher mit je 34, 32 und 30 Prozent geschafft.

Das sind die zehn beliebtesten Geschenke der Deutschen zu Weihnachten

  • Geschenkgutscheine/Geld
  • Lebensmittel/Süßwaren
  • Spielwaren
  • Kleidung
  • Bücher
  • Kosmetika
  • Events/Veranstaltungsbesuche
  • Schmuck
  • Unterhaltungselektronik
  • Einrichtungsgegenstände

Händler in Deutschland erwarten schlechte Konsumstimmung zu Weihnachten

Die Händler in Deutschland haben allerdings Sorge, dass die Konsumenten in diesem Jahr mit ihren Geschenken zu Weihnachten knausern. Wie schon im Vorjahr drücken erneut wirtschaftliche Unsicherheit, Inflation und Kriege auf die Konsumstimmung der Verbraucher. Fast 80 Prozent der Händler gehen laut einer Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) davon aus, dass viele Kunden in den kommenden Wochen nur zurückhaltend einkaufen.

Bereinigt man die Zahlen um Preissteigerungen, rechnet der HDE im November und Dezember deshalb mit einem Umsatzminus im Weihnachtsgeschäft von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2022. Demnach wollen Verbraucher in Deutschland durchschnittlich 295 Euro laut einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag des HDE in diesem Jahr für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Der repräsentativen Befragung zufolge plant fast jeder Zweite so viel Geld für Geschenke ein wie im Vorjahr, 28 Prozent weniger und nur 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

Geschenkbudget der Deutschen zu Weihnachten sinkt auf 250 Euro im Schnitt

Dieselbe Sprache spricht auch eine Studie von EY. Dieser zufolge sinkt das Geschenkbudget von 252 auf 250 Euro und damit auf den niedrigsten Wert seit 2014. Unter Berücksichtigung der hohen Inflation sei das ein Einbruch. Noch im Jahr 2019, also vor der Pandemie, wollten die Verbraucher 281 Euro ausgeben.

Der Hauptgrund dafür ist verständlich: Die Menschen haben weniger Geld, und die Preise sind stark gestiegen. „Die Menschen haben ihr Konsumverhalten an die gestiegenen Preise angepasst, sie kaufen schlicht weniger ein“, stellt auch Ole Schröder, Vorstand der Schufa, fest. Die meisten Menschen in Deutschland müssten nach eigener Einschätzung mit weniger Geld auskommen. So habe etwas mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Befragten einer Schuf-Umfrage angegeben, seit Jahresbeginn über weniger Einkommen zu verfügen. (cgsc mit dpa)

Rubriklistenbild: © Swen Pförtner/dpa

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