Vergrößertes Organ

Blass und unglaublich müde? Welche Symptome für eine kranke Milz sprechen können

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Gesunde Organe sind die Voraussetzung dafür, dass wir uns gut fühlen. Die Milz ist wichtig für eine intakte Abwehr: Ist sie krank, kann unser Körper Viren nicht mehr in vollem Umfang abwehren.

Nicht nur Herz und Lunge sollten geschützt und gestärkt werden: Auch die Milz ist ein wichtiges Organ. Eine der Hauptaufgaben der Milz ist die Blut-Analyse. Das Organ kontrolliert den Lebenssaft auf Viren, toxische Stoffe und andere schädigende Fremdstoffe. Die Milz ist auch imstande, zu alte und nicht mehr funktionstüchtige Blutzellen zu zersetzen. Die Milz ist sozusagen eine Filteranlage, die unser Blut gesund hält.

In den ersten Lebensjahren ist die Milz deshalb lebenswichtig, weil sie die Blutbildung nahezu ganz übernimmt. Doch später werden Blutzellen hauptsächlich im Knochenmark gebildet, weshalb ältere Menschen theoretisch auch ohne Milz leben können. Damit steigt in der Regel aber die Infektanfälligkeit. „Nach Verlust der Milz (bzw. ihrer Funktion) können andere Organe des Körpers diese Funktionen nur teilweise übernehmen. Es besteht jedoch ein erhöhtes Risiko, an einer (ggf. sogar schwer verlaufenden) Infektion durch bestimmte Bakterien und Erreger zu erkranken: mit Abstand am häufigsten durch Streptokokken und Meningokokken. Dieses Risiko ist in den ersten zwei Jahren nach Ausfall/Verlust der Milz am höchsten, besteht jedoch lebenslang“, heißt es vonseiten der Solothurner Spitäler AG, Betreiberin der öffentlich-rechtlichen Spitäler im Kanton Solothurn in der Schweiz.

Blasse Haut als mögliches Symptom einer geschädigten Milz

Blasse Haut und Müdigkeit können ein Zeichen dafür sein, dass Ihre Milz krank ist.

Bei manchen Menschen muss die Milz operativ entfernt werden, etwa aufgrund einer Verletzung durch einen Unfall. Doch auch auf andere Weise kann die Milz Schaden nehmen. Etwa durch Krankheiten der Blutzellen wie Leukämie. Eine Vergrößerung des Organs kann die Folge sein. Auch Milzvenenthrombose oder Leberzirrhose können über einen Rückstau des venösen Blutes zu einer Milzvergrößerung führen, informiert das Universitätsklinikum Heidelberg. Blutarmut und Blutplättchenmangel (Thrombozytenmangel) können so entstehen, heißt es weiter.

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Frau hält Glas Wasser in der Hand.
Wer ausreichend trinkt, hält die Schleimhäute in Mund und Rachen feucht. Das ist wichtig, weil diese die erste Schutzbarriere des Körpers gegen Viren und Bakterien darstellen. Trocknen die Schleimhäute aus, können Viren leichter andocken und sich einen Weg in den Körper bahnen. Auch das Lutschen von Bonbons hilft dabei, die Schleimhäute feucht zu halten.  © Tanya Yatsenko/Imago
Korb voll mit Gemüse und Obst
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse sorgt dafür, dass dem Körper wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zugeführt werden. Es wird vermutet, dass ein Zusammenhang zwischen einem gesunden Darm und einem gesunden Immunsystem besteht, denn ein Großteil der Antikörper produzierenden Zellen befinden sich im Darm, informiert das Portal München Klinik, der Gesundheitsversorger der Stadt München. © Oleksandr Latkun/Imago
Frau krault im Schwimmbad
Auch Bewegung macht uns weniger anfällig für Krankheitserreger. Mitverantwortlich ist die antientzündliche Wirkung von Sport und Bewegung auf unseren Körper. Davon profitiert auch unser Immunsystem, so Professor Karten Krüger von der Justus-Liebig-Universität in Giessen im Interview mit der Krankenkasse BKK Provita. Sein Forschungsgebiet: Die Wirkung von Bewegung auf unser Immunsystem. Ihm zufolge wird man seltener krank und übersteht eine Erkrankung besser, wenn man sich regelmäßig bewegt, gut schläft, sich ausgewogen ernährt und ein gutes Stressmanagement pflegt.  © Imago
Hand, die Weinglas und Zigarette hält
Inhaltsstoffe in Zigarettenrauch und Alkohol blockieren die körpereigene Abwehr und machen uns so anfälliger für Krankheiten. Nach einer durchzechten Nacht kann das Immunsystem Studien zufolge sogar bis zu 24 Stunden lang nicht wie gewohnt arbeiten, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Auch Rauchen fördert wie Alkohol Entzündungsprozesse im Körper, was eine erhöhte Anfälligkeit für Atemwegsinfekte zur Folge haben kann. Zudem trocknet Zigarettenrauch die Schleimhäute aus, was deren Abwehrkraft abschwächt.  © macondo/Imago
Frau öffnet das Fenster zum Lüften
Vor allem im Herbst und im Winter sollten Sie regelmäßig lüften. Denn trockene Heizungsluft trocknet die Schleimhäute in Mund und Nase aus. Diese stellen die erste Barriere für Viren und Bakterien dar. Im ausgetrockneten Zustand sind die Schleimhäute weniger widerstandsfähig. © Roman Möbius/Imago
Wanderweg im Bergischen Land nahe der Müngstener Brücke
Bewegung an der frischen Luft stärkt unsere Atemwege. Auch das Immunsystem profitiert, weil über die Haut durch Kontakt mit Sonnenlicht Vitamin D produziert wird. „Es ist wissenschaftlich unstrittig, dass eine ausreichende Vitamin D-Versorgung zur normalen Funktion des Immunsystems beiträgt. Auch zeigen Studien, dass Menschen mit einer unzureichenden Vitamin D-Versorgung ein erhöhtes Risiko für akute Atemwegsinfekte aufweisen und von der Gabe von Vitamin D-Präparaten profitieren können“, heißt es in einem Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung.  © Olaf Döring/Imago
Gestresste Frau im Büro
Stress ist ein wahrer Immunkiller. Durch die Ausschüttung von Stresshormonen verlieren die Immunzellen die Fähigkeit, sich zu vermehren, um Krankheitserreger abzutöten. Auch die Menge an Antikörpern in unserem Speichel verringert sich, so eine Information des Universitätsspitals Zürich.  © Joseffson/Imago
Frau schaltet den Wecker aus
Ausreichend Schlaf zählt zu den Grundpfeilern eines intakten Immunsystems. Wissenschaftler der Universität Tübingen und der Universität Lübeck konnten dem ärztlichen Journal zufolge zeigen, dass bereits nach drei Stunden ohne Schlaf die Funktion der T-Zellen beeinträchtigt war. „T-Zellen zirkulieren ständig im Blutkreislauf und suchen nach Erregern. Die Adhäsion (Anmerkung der Redaktion: bedeutet so viel wie „Haftkraft“) an andere Zellen erlaubt ihnen dabei, im Körper zu wandern und beispielsweise an infizierte Zellen anzudocken, um sie anschließend zu beseitigen“, sagt Erstautor Stoyan Dimitrov.  © Oleksandr Latkun/Imago

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Eine Reihe von Symptomen können der Uniklinik Heidelberg zufolge auftreten, wenn die Milz durch eine Vergrößerung ihren Aufgaben nicht mehr ausreichend nachkommen kann, dazu zählen:

  • Blasse Gesichtsfarbe, Müdigkeit und Abgeschlagenheit ausgelöst durch Blutarmut
  • Vermehrt Nasenbluten und Blutungen der Mundschleimhaut aufgrund eines Mangels an Thrombozyten
  • Anfälligkeit für Infekte durch einen Mangel an weißen Blutkörperchen (Leukozyten)

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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