Vitamine für Ihr Immunsystem

Gegen Erkältung wappnen: Heidelbeeren und Ingwer stärken das Immunsystem

Während der kalten Jahreszeit braucht unser Körper viele Vitamine. Mit unseren Ernährungstipps kommen Sie gesund und munter durch den Winter. 

Wenn es draußen kälter wird, fühlen sich viele Menschen schlapp und träge. Der Winter bietet mit seinen klirrenden Temperaturen die perfekte Ausrede für Couchpotatos, auf dem heimischen Sofa zu versacken. Vor allem in der Weihnachtszeit lauern überall kalorienreiche Leckereien, die sich schnell als Hüftgold am Körper festsetzen. Doch für unsere Gesundheit ist ausreichende Bewegung ebenso wichtig wie eine gesunde Ernährung. Denn nur dann kann unser Immunsystem gut arbeiten und uns vor Erregern und Krankheiten schützen. Deshalb sollten Sie auch im Winter gut darauf achten, was auf Ihren Teller kommt. 

Gesund durch den Winter: Saisonal ist Trumpf

Knollen- und Wurzelgemüse wird im Winter zuhauf geerntet.

Im Winter gibt es kein frisches Gemüse und Obst? Weit gefehlt! Zwar wachsen hierzulande während der kalten Jahreszeit keine klassischen Gemüsesorten wie Tomate oder Gurke, doch dafür gibt es reichlich Alternativen. Vor allem Knollen- und Wurzelgemüse wird im Winter zuhauf geerntet. Dazu zählen beispielsweise Pastinaken, Schwarzwurzeln oder Topinambur. Aber auch Kohlsorten wie Grünkohl oder Rosenkohl sind ein Wintergemüse. Am besten verschaffen Sie sich mit einem Saison- oder Erntekalender einen Überblick über aktuelle Erzeugnisse. Allgemein sollten Sie immer versuchen, so regional und saisonal wie möglich zu essen. Das ist nicht nur gesünder, sondern tut auch der Umwelt gut.

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Welche Lebensmittel sind besonders gesund?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, täglich fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag zu essen. Gerne darf es aber mehr sein. Besonders gesund sind rote Obstsorten, da sie eine antioxidative Wirkung haben und den Körper vor freien Radikalen schützen. Dazu zählen unter anderem Granatapfel, Heidelbeeren, Himbeeren, Preiselbeeren, Erdbeeren und Brombeeren. Achten Sie darauf, dass die Früchte möglichst frisch sind. Alternativ können Sie auch Tiefkühlprodukte kaufen.

Auch Nüsse sind ein toller Power-Snack im Winter. Sie liefern nicht nur Energie, sondern hellen außerdem unsere Stimmung an dunklen Tagen auf. Das in Nüssen enthaltene Tryptophan wird im Körper in das Glückshormon Serotonin umgewandelt und tut somit auch unserer Seele gut. Aufgrund des hohen Fettanteils sollten Sie aber nicht mehr als eine kleine Portion am Tag essen. 

Decken Sie sich außerdem großzügig mit den Allroundern Zwiebeln und Knoblauch ein. Diese sollten Sie eigentlich immer in der Küche vorrätig haben, da sie fast in jedes Gericht passen. Beide sind äußerst gesund, da sie antibakteriell und desinfizierend wirken. Außerdem enthalten sie wertvolle Mikronährstoffe wie Kalium, Selen und Zink. Zwiebeln und Knoblauch bieten die perfekte Basis für eine wärmende Gemüsesuppe im Winter. Diese können Sie mit frischem Ingwer verfeinern. Die Wunderknolle ist ein echtes Multitalent und wirkt nicht nur entzündungshemmend und schmerzlindernd, sondern kurbelt zudem die Verdauung an. Gerade wenn das Mittag- oder Abendessen mal wieder etwas schwerer ausgefallen sind, hilft Ingwer wunderbar.

Boosten Sie Ihr Immunsystem mit Vitaminen

Im Winter sollten Sie besonders großen Wert darauf legen, durch die Nahrung ausreichend Vitamine aufzunehmen. Kritisch ist vor allem das als „Sonnenvitamin“ bekannte Vitamin D. Leider ist es nicht in vielen Lebensmitteln enthalten, aber gute Quellen sind unter anderem Eier, Milchprodukte und Pilze. Am meisten Vitamin D steckt in fettreichen Fischen wie Aal, Hering, Lachs und Sardine.

Auch Vitamin C spielt eine wichtige Rolle, da es gegen Infekte schützt und unsere Abwehrkräfte stärkt. Glücklicherweise gibt es zahlreiche Lieferanten wie beispielsweise Acerola, Hagebutte, Brokkoli, Paprika, Spinat oder Kiwi. Auch Kräuter wie Petersilie sind echte Vitamin-C-Bomben.

Ernährung im Winter: Einkochen oder einfrieren?

Ernährungspsychologe Joachim Westenhöfer empfiehlt, Obst und Gemüse lieber einzufrieren. Denn beim Einkochen gehen leider viele Vitamine verloren. „Dennoch hat das Einkochen seinen Wert, denn ich weiß genau, welche Zutaten meine Marmelade enthält, ich habe sie selbst hergestellt, was zu einem achtsamen Umgang mit den Produkten führt. Und das wiederum erhöht den Genuss“, erklärt der Wissenschaftler gegenüber GEO Wissen.

Deshalb betrachtet er auch den Trend kritisch, Heißgetränke wie Kaffee unterwegs zu schlürfen. Genuss entstehe nämlich erst durch bewusste Wahrnehmung. „Dazu gehört eine gewisse Konzentration und Muße. Das fehlt bei all den To-go-Angeboten, da schüttet man nur ständig etwas in sich hinein“, sagt Westenhöfer. Grundsätzlich sieht der Ernährungsexperte kein Problem darin, sich auch mal Süßigkeiten zu gönnen. Kritisch werde es, wenn es im Laufe des Tages immer wieder zu Heißhungerattacken kommt. „Wenn ich etwas Hochkalorisches in hungrigem Zustand esse, erzeugt das einen konditionierten Appetit, in solchen Situationen immer wieder etwas Süßes oder Fettiges essen zu wollen“, erläutert er.

Schnell schlank und fit: Acht gesunde Zuckeralternativen

Reissirup auf einem Löffel
Die wenigsten kennen ihn, doch Veganer schätzen ihn schon seit langem: den Reissirup. Auf den ersten Blick hat er die gleiche Konsistenz und Farbe wie Honig, doch er ist transparenter. Dennoch kann man mit Reissirup sein Frühstück aufpeppen. Er süßt zwar etwas weniger als Haushaltszucker, hat dafür aber einen leicht karamellartigen Geschmack. Zudem enthält er viele Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen oder Kalzium und hält dank seiner Mehrfachzucker den Zuckerausstoß gering. © J. Pfeiffer/Imago
Kokosblütenzucker in Schale und Kokosnuss
Kokosblütenzucker, auch Kokos- oder Palmzucker genannt, ist dank seines niedrigen glykämischen Index bereits ein Star in der veganen und der Paleo-Community. Deshalb wird er besonders bei Diabetes, hohem Blutdruck oder Herzerkrankungen empfohlen. Der Kokoszucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt und ist ebenfalls reich an diversen Mineralstoffen. Dennoch schmeckt er nicht nach Kokos, sondern hat ebenfalls eine karamellige Note. Man kann ihn 1:1 wie braunen Zucker verwenden. © J. Pfeiffer/Imago
Ahornsirup auf Waffel
Wer schon einmal in den USA oder Kanada war, kennt ihn meist auf Pancakes zum Frühstück: den Ahornsirup. Als gesunde Alternative ist er bei Veganern sehr beliebt. Er wird aus kanadischen Ahornbäumen gewonnen und als Saft eingekocht. Er gilt als natürliches Süßungsmittel und ist in verschiedenen Qualitätsgraden (AA, A, B, C, D) erhältlich. Auch Ahornsirup wird für seine vielen Mineralstoffe und Spurenelemente geschätzt. Zudem sollen darin befindliche Substanzen antioxidativ und entzündungshemmend wirken. © Kia Cheng Boon/Imago
Birkenzucker in Schale und Löffel
Xylit wurde ursprünglich aus Birkenholz gewonnen, deshalb ist er auch als Birkenzucker bekannt. Wie die Krankenkasse AOK weiter informiert, wird er heute allerdings aus Maiskolbenresten, Stroh oder anderen Hölzern hergestellt. Der Zuckeralkohol hat deutlich weniger Kalorien als Zucker. © J. Pfeiffer/Imago
Birkenzucker in Schale und Löffel
Neben Xylit gehört auch Erythrit zu den Zuckeralkoholen und wird als Zuckeraustauschstoff verwendet. Er sieht dem Haushaltszucker ebenfalls gleich und schmeckt süß. Er kommt in natürlicher Form in Käse, Mais oder Obst vor und wird durch Fermentation gewonnen. Erythrit enthält ebenfalls kaum Kalorien und beeinflusst nicht den Blutzucker- oder Insulinspiegel. Daher wird er bei Diabetes oder Übergewicht empfohlen. Allerdings süßt er nicht so stark wie Xylit oder normaler Haushaltszucker. © J. Pfeiffer/Imago
Gesundes Frühstück, Müslischüssel mit Obst
Agavensirup ist ein Süßungsmittel, das aus der Agavenpflanze gewonnen wird. Hier gilt wie bei Apfeldicksaft: Sie sollten das Produkt in Maßen genießen, weil es hauptsächlich aus Fruchtzucker besteht. Agavensirup hat aber weniger Kalorien als Zucker, was ihn zum besseren Diät-Begleiter macht. Auch für die Umwelt ist der Kauf von Agavendicksaft eher schädlich, auch wegen der langen Transportwege. Sie wollen nicht auf Agavensirup verzichten? Greifen Sie in dem Fall am besten zum Bio-Produkt.  © Imago
Griechischer Joghurt mit frischen Früchten steht neben einem Glas voller Honig
Honig gilt seit Menschengedenken als wertvolles Nahrungs- und Heilmittel. Er wird von Bienen aus gesammeltem Nektar von Blüten oder durch Ausscheidungsprodukte verschiedener Läusearten, dem sogenannten Honigtau, produziert. Honig besteht zu 80 Prozent aus reinem Zucker. Heutzutage wird er als Süßungsmittel genutzt und seit der Antike für seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung bei diversen Erkrankungen gerühmt. © Imago
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker.
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker. © Marijan Murat/dpa

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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