Tomaten in allen Regenbogenfarben

Tomatenzeit im Sommer: Welche Tipps und Tricks sie 2023 kennen sollten

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Tomaten lassen sich gut im heimischen Garten anpflanzen, denn die Pflanze ist sehr genügsam. Wer eine reiche Ernte will, sollte dennoch auf einiges achten.

Kassel – In den warmen Sommermonaten ist Tomatenzeit. Sowohl in vielen Gärten als auch auf dem Esstisch. Die roten Früchte sind vielseitig einsetzbar – von Salat bis Pizza – und als Pflanzen vergleichsweise anspruchslos in der Pflege. Ein paar Tipps und Tricks sollte man jedoch kennen, damit man möglichst viele Tomaten ernten kann. Vor allem der Standort ist wichtig. Auch sollte man bei der Wahl der Tomatensorte ruhig einmal über den Kellerrand hinausschauen und eine der nicht-roten Sorten in Erwägung ziehen.

Standort, Dünger und der richtige Gießzeitpunkt – was Tomaten wirklich brauchen

Wer eine reiche Tomaten-Ernte haben will, sollte dafür sorgen, dass die Tomatenpflanze ausreichend Sonne bekommt. Bis zu sechs oder sieben Stunden Sonnenlicht brauchen die Pflanzen, um optimal zu gedeihen.

Auch Düngen sollte man die Pflanzen, die laut dem Portal Mein schöner Garten zwischen Juli und Oktober Früchte tragen, in regelmäßigen Abständen. Im Gespräch mit dem SWR zeigt Gärtner Michael Schick, der sich auf seltene Tomatensorten spezialisiert hat, womit er seine Pflanzen düngt. „Diese Brennnesselblätter, wenn die langsam verrotten und zum Nährstoff werden, die sind sehr stickstoffhaltig. Das gibt einen richtigen Wachstumsschub für die Tomaten“, erklärt er. Haferflocken eignen sich ebenfalls gut als Tomaten-Dünger.

Sommer ist Tomatenzeit und auch im eigenen Garten lassen sich die leckeren Früchte anpflanzen.

Vom Ausgeizen der Pflanzen, also dem Entfernen von Seitentrieben, hält Schick nichts. Wenn man die Geiztriebe einfach mit hochbindet, sei die Pflanze dem Gärtner zufolge viel entspannter. Viel wichtiger ist für ihn, dass die Pflanzen zur richtigen Zeit gegossen werden – nämlich morgens – und nur so viel Wasser bekommen wie nötig. Bei sehr großer Hitze brauchen Tomatenpflanzen eventuell etwas Schutz vor der Sonne, obwohl sie grundsätzlich gut mit hohen Temperaturen zurechtkommen.

Es muss nicht immer rot sein: Tomaten gibt es in vielen Formen und Farben

Die Assoziation von „Tomate“ und „rot“ ist stark, aber unter den weit über tausend Sorten gibt es auch einige, die andere Farbgebungen haben. Von grün über gelblich-orange bis zu fast schwarzen Vertretern ist alles dabei. Die verschiedenen Tomaten unterscheiden sich dabei nicht nur optisch, sondern auch im Geschmack und den individuellen Bedürfnissen.

So schmeckt die im SWR-Beitrag gezeigte Gelbe Ananastomate zum Beispiel sehr süß und saftig. Sie ist jedoch etwas weniger robust als andere Vertreter und bevorzugt deswegen das Gewächshaus. Grüne Tomaten wie etwa die Green Zeebra hingegen schmecken leicht säuerlich.

Rote Tomatensorten gehören hierzulande zu den beliebtesten. Immer mehr Supermärkte bieten jedoch auch Sorten in Grün, Gelb und sogar Schwarz an.

Bei der Wahl der Sorte ist auch zu beachten, wo die Pflanze angebaut werden soll. Nicht alle fühlen sich im Freien wohl. Einige Sorten sind besser für das Gewächshaus geeignet. Auch auf dem Balkon und in hängenden Töpfen lassen sich einige Sorten – vor allem solche mit kleinen Früchten – prima kultivieren.

Die Ernte gut nutzen: So macht man Tomaten haltbar

Einige Tomatensorten sollte man am besten möglichst schnell nach der Ernte verzehren. Gerade bei einer guten Ernte ist das aber oft leichter gesagt als getan. Damit nichts schlecht wird, kann man den Überschuss haltbar machen. Gemüse lässt sich beispielsweise sauer einlegen. Speziell für Tomaten eignet sich das einwecken jedoch wesentlich besser. Alternativ kann man die Tomaten auch trocknen. Das geht mit einem Dörrautomaten, aber auch mit dem Ofen.

Übrigens sind Tomaten sehr gesund, denn sie sind kalorienarm, aber gleichzeitig vollgepackt mit Vitaminen. „Außerdem enthalten sie vergleichsweise viel Folsäure und wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Calcium und Spurenelemente – mehr als viele andere Gemüsesorten und Früchte“, heißt es im Bericht des SWR. (sp)

Rubriklistenbild: © sarahdoow/IMAGO

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