VonJohanna Werningschließen
Babybrei ist von einem Rückruf betroffen. In mehreren Gläschen von Alete und Alnatura wurden Schimmelpilze gefunden. Der Verzehr könnte Organe gefährden.
Hamm - Aktuell gibt es einen Rückruf von verschiedenen Babybrei-Sorten. Betroffen sind sowohl Gläschen von Alete als auch von Alnatura. „Im Rahmen der Eigenkontrollen unseres Herstellerpartners wurden erhöhte Gehalte eines Aflatoxins im Produkt nachgewiesen“, heißt es unter anderem von Alnatura. Die sogenannten Aflatoxine sind dabei Schimmelpilzgifte, die „eine der stärksten krebserzeugenden Verbindungen“ sind, heißt es laut Produktwarnung.eu.
Beliebter Babybrei von Rückruf betroffen: Welche Produkte gefährlich sind
Bei den beiden vom Rückruf betroffenen Produkten handelt es sich um „Alnatura Beikost-Gläschen – Kürbis-Risotto mit Karotten“, „Beikost-Gläschen Alnatura Ratatouille mit Kartoffeln“ und „Alete bewusst – Bunter Gemüsereis mit Kichererbsen“. „Im Rahmen regelmäßiger Qualitätskontrollen wurden erhöhte Gehalte eines Aflatoxins im Produkt nachgewiesen. Die Ware wurde bereits aus dem Verkauf genommen“, heißt es vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Eine Gesundheitsgefährdung könne deswegen nicht ausgeschlossen werden, heißt es weiter.
Betroffen sind die Alnatura Beikost-Gläschen „Kürbis-Risotto mit Karotten“-Chargen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 20. Dezember 2025, die Alnatura Beikost-Gläschen „Ratatouille mit Kartoffeln, 220 g“-Chargen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 14. Januar 2026 und 28. Januar 2026 sowie die „Alete bewusst – Bunter Gemüsereis mit Kichererbsen“-Charge mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 20. Dezember 2025. „Artikel mit anderen Mindesthaltbarkeitsdaten sind vom Rückruf nicht betroffen“, so die Unternehmen.
| Produkt | Alnatura Beikost-Gläschen – Kürbis-Risotto mit Karotten | Alnatura Beikost-Gläschen – Ratatouille mit Kartoffeln | Alete bewusst – Bunter Gemüsereis mit Kichererbsen |
|---|---|---|---|
| Gewicht | 220g | 220g | 250g im Gläschen |
| Mindesthaltbarkeitsdatum | 20.12.2025 | 14.01.2026 und 28.01.2026 | 17.12.2025 |
| Hersteller | Alnatura | Alnatura | Alete |
Beliebter Babybrei von Rückruf betroffen: Er wurde bei „diverse Handelsketten“ verkauft
Verkauft wurden die Babybrei-Gläschen bei „diverse Handelsketten“, so das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Und zwar in Nordrhein-Westfalen und den restlichen Bundesländern in Deutschland. Die von der Schimmelpilz-Gefahr betroffenen Gläschen wurden aus den Regalen entfernt. Wer noch eins zu Hause hat, kann es einfach zurückgeben und bekommt sein Geld erstattet – auch ohne Vorlage des Kassenbons.
Rückruf von Babybrei: Krebserzeugende Pilzgifte festgestellt – „vom Verzehr wird abgeraten!“
Denn „vom Verzehr wird abgeraten!“, heißt es vom Bundesamt weiter. Mit Aflatoxin ist nämlich nicht zu spaßen. Es handelt es sich um Stoffwechselprodukte, die von verschiedenen Schimmelpilzen gebildet werden, wie es im Rückrufschreiben heißt. Werden diese über einen längeren Zeitraum eingenommen, können sie die Gesundheit beeinträchtigen.
Wie der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der EU-Kommission erklärt, werden Aflatoxins als genotoxische (erbgutschädigende) Karzinogene eingestuft, berichtet fr.de. Sie können demnach die Leber bei Aufnahme über einen vergleichsweise langen Zeitraum schädigen. Des Weiteren können sie in höheren Konzentrationen die Nieren und das ungeborene Leben schädigen. Aflatoxin B1 zählt zu den stärksten, bisher bekannten, krebserzeugenden Substanzen. Lebens- und Futtermittel sollten daher so geringe Gehalte wie möglich aufweisen.
Zu Rückrufen kommt es übrigens immer wieder. Zuletzt war eine bei Rewe verkaufte Salami von einem Rückruf betroffen. Ihr Verzehr kann krank machen. Für manche kann sie sogar gefährlich werden.
Rubriklistenbild: © Tymoshchuk Andriy/Imago


