Grüne Glücksbringer

Glücksklee fürs neue Jahr: Mit ein wenig Pflege kann er mehrere Jahre alt werden

  • schließen

Silvester ist vorbei und manchen wurde ein Glücksklee geschenkt. Mit der richtigen Pflege wird daraus eine langlebige Zimmerpflanze.

Glücksklee ist ohnehin eine interessante Pflanze, doch vor allem an Silvester oder fürs neue Jahr verschenken ihn viele. Wer einen Klee geschenkt bekommen hat, sollte ihn richtig pflegen. Denn die Pflanze hat gewisse Ansprüche, bietet dafür aber ein schönes Schauspiel mit ihren Blättern.

Glücksklee pflegen: So bleibt Ihnen die Pflanze lange erhalten

Der Glücksklee ist nicht nur zu Silvester beliebt – als Zimmerpflanze ist er mehrjährig und robust.

Glücksklee gibt es in Grün und Rot. Die Pflanze ist ein Sauerklee, zu dessen Familie auch der im Garten eher unbeliebte Horn-Sauerklee zählt. Die grüne Version der Topfpflanze ist Oxalis deppei/tetraphylla, die rote Oxalis triangularis. Wie der Name schon andeutet, hat roter Klee keine vier, sondern lediglich drei Blätter. Das macht ihn aber nicht minder schön. Zu Silvester wird dennoch meist der grüne Glücksklee verschenkt.

Besonders ist an Oxalis – abgesehen davon, dass er Glück bringen soll – vor allem die Bewegung der Blätter. Während diese sich tagsüber bei guten Bedingungen ausbreiten und gerade abstehen, klappt der Glücksklee sie abends wie einen Regenschirm zusammen und erst am Morgen wieder auf. Das niedliche Schauspiel lässt sich im Zeitraffer gut festhalten.

Noch mehr spannende Gartenthemen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Glücksklee pflegen: So funktioniert die Pflege der Glückspflanze

An sich ist Glücksklee – im Folgenden beziehen wir uns nur auf den grünen Klee – recht anspruchslos. Nicht zu warm sollte es sein, zudem mag er es hell und eine hohe Luftfeuchtigkeit, wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtet. Der NDR rät zum Auspflanzen des Klees, sobald es warm genug ist. Das Problem dabei: Im späten Herbst muss der Klee wieder zurück ins Warme, denn er ist nicht winterhart. Sie können ihn daher auch einfach in der Wohnung oder auf der Terrasse behalten. Übrigens kann der hübsche Klee sogar schön blühen!

So pflegen Sie Glücksklee richtig:

  • Standort: Kühl und sonnig sollte es sein. Maximal 18 Grad Celsius sind ideal, aber zu kalt darf es auch nicht werden. Ein Nordfenster eignet sich daher beispielsweise gut. Der Glücksklee mag viel Licht, aber keine trockene Heizungsluft. Wenn es warm genug ist, darf er auch nach draußen umziehen, halbschattig oder auch hell darf der Standort dann sein. Er sollte aber unbedingt windgeschützt stehen. Steingärten beispielsweise eignen sich. Oder das Beet, wie auch der NDR empfiehlt.
  • Erde: Sie sollte wasserdurchlässig sein. Normale Blumenerde tut es ebenso wie der Boden im Garten. Orientieren Sie sich auch am Substrat, in dem der Klee in den Topf gepflanzt wurde, dort ist meist etwas Sand enthalten. Bleibt der Klee im Topf, stellt sich diese Frage aber gar nicht.
  • Gießen: Dabei ist weniger mehr. Auch wenn der Sand anderes suggeriert: Glücksklee mag es nicht zu feucht. Lassen Sie das Substrat oben erstmal gut abtrocknen, ehe wieder gegossen wird. Während der Ruhephase im Winter ist noch weniger Gießen angesagt. Bestenfalls wässern Sie ihn von unten.
  • Düngen: Dabei können Sie es wie mit anderen Zimmerpflanzen halten und im Sommer etwa alle 14 Tage düngen.
  • Überwinterung: Hierbei haben Sie die Wahl. Entweder Sie stellen das Gießen rechtzeitig im Herbst ein, zusammen mit kalten Temperaturen wird der Klee dann die Blätter einziehen und nur die Zwiebeln überwintern. Oder aber Sie gießen weiter, wenn Sie den Klee an Silvester bekommen haben. Die Ruhephase verschiebt sich laut dem Mitteldeutschen Rundfunk dann auf das Frühjahr. Auch hier wird das Gießen zuvor eingestellt. Die Zwiebeln können Gartenfreunde dann ausgraben oder aber der Topf bleibt in einem kühlen Raum, ohne gegossen zu werden.
  • Schädlinge und Krankheiten: Von Schädlingen bleibt Glücksklee glücklicherweise meist verschont. Was jedoch bei zu viel Gießen droht, ist Wurzelfäule. Ein falscher Standort kann auch falschen Wuchs mit weichen Trieben begünstigen.

Zimmerpflanzen für Anfänger: Zehn Exemplare, die wirklich pflegeleicht sind

Ein Mann nimmt eine Glücksfeder aus dem Wasserbad
Wenn der Name mal kein Omen ist: Die Glücksfeder benötigt nicht viel Licht und nur selten Wasser. © Westend61/Imago
Ein Glücksbambus von oben fotografiert
Der Glücksbambus ist so pflegeleicht, dass er nicht einmal Erde benötigt – Wasser reicht auch. © agefotostock/Imago
Ein Elefantenfuß steht vor einer Gardine.
Der dicke Stamm des Elefantenfußes speichert Wasser – daher bloß nicht zu viel gießen. Nur ein sonniges Plätzchen wäre schön. © agefotostock/Imago
Eine Frau macht draußen ein Selfie mit sich und einem Bogenhanf im Arm
Der Klassiker unter den Pflegeleichten: Der Bogenhanf sieht schick aus und kann im Sommer sogar draußen stehen. © Westend61/Imago
Eine Yuccapalme vor einem Sofa mit Kissen
Die Yuccapalme oder Palmlilie mag keine nassen Füße, ist sonst aber sehr robust. © agefotostock/Imago
Eine hängende Grünlilie mit Ablegern
Selbst wenn die Grünlilie eingehen sollte, hat man ruckzuck neue Ableger gemacht. © Leemage/Imago
Eine Hand streicht über ein Monsterablatt
Auch große Zimmerpflanzen wie das Fensterblatt (Monstera) können sehr pflegeleicht sein. © Cavan Images/Imago
Ein üppig weiß blühender Osterkaktus
Und er blüht, blüht, blüht. Aber dafür sollte man den Osterkaktus im Winter in Ruhe lassen. © Panthermedia/Imago
Eine Frau pflanzt ein Einblatt ein
Heller oder schattiger Standort: egal. Aber ein regelmäßiges Besprühen des Einblatts mit kalkarmen Wasser wäre schön. © Westend61/Imago
Ein kleiner Geldbaum in Nahaufnahme
Als Sukkulente benötigt der Geldbaum kaum Wasser. Aber dafür etwas mehr Licht. © agefotostock/Imago

Werden all diese Punkte beachtet, gedeiht der Glücksklee auch noch lange nach Silvester und muss nicht in der Tonne landen. Der Weihnachtsbaum muss übrigens auch nicht entsorgt werden, den können Sie auch im Januar noch recyclen und so alle Bestandteile wiederverwerten.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

Kommentare