Mehrausgaben in 2024

Neue Klimasteuer in Griechenland: Mit diesen Mehrkosten müssen Urlauber ab 2024 rechnen

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Urlauber müssen in Griechenland bald tiefer in die Tasche greifen. Grund dafür ist eine neue Klimasteuer. Das sollten Reisende vor der Buchung wissen.

Kassel – Inflation und Naturkatastrophen treiben an vielen beliebten Urlaubsorten die Kosten für Reisende in die Höhe. Auch Griechenland hatte mit Waldbränden und Überschwemmungen zu kämpfen. Um die Mehrkosten decken zu können, plant nun der Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis die Gelder für Maßnahmen gegen den Klimawandel von 300 Millionen Euro auf 600 Millionen Euro zu erhöhen. Das bedeutet Mehrkosten für Urlauber.

Der Urlaub in Griechenland soll bald teurer werden. Grund dafür ist eine Klimasteuer ab 2024.

Mit diesen Mehrkosten müssen Urlauber in Griechenland ab 2024 rechnen

Nach Angaben des ADAC reisten von Januar bis September 2023 27,8 Millionen Menschen nach Griechenland. Diese Urlauber zahlten bislang eine sogenannte Bettensteuer, die nun durch die Klimasteuer erhöht werden soll. Millionen Reisende müssen ab 2024 also tiefer in die Tasche greifen. Die Höhe der Zahlung richtet sich dabei nach der Unterkunft.

Daraus ergeben sich laut ADAC folgende Kosten pro Tag und gebuchtem Zimmer:

  • Ein- und Zwei-Sterne-Hotel: 1,50 Euro
  • Drei-Sterne-Hotel: 3 Euro
  • Vier-Sterne-Hotel: 7 Euro
  • Fünf-Sterne-Hotel: 10 Euro

Bei einem siebentägigen Besuch in einem Fünf-Sterne-Hotel müssten Reisende also zusätzlich 70 Euro zahlen. Im Vergleich zur bisherigen Übernachtungsgebühr entstehen für Urlauber Mehrkosten zwischen einem und sechs Euro mehr pro Tag, berichtete das Branchenmagazin Travelbook.

Je mehr Sterne das Hotel besitzt, in dem die Urlauber übernachten, desto höher fällt also der tägliche Klimaaufschlag aus. Jedoch ist der Betrag auch von der Hauptsaison abhängig. Diese beginnt im März und endet im Oktober. Von November bis Februar sind bis zu vier Euro Übernachtungsgebühr pro Tag fällig. Gezahlt wird die Abgabe pro Zimmer und nicht pro Bett.

So viel zahlen Griechenland-Urlauber für die Klimasteuer in Ferienwohnungen

Wie Focus berichtete, seien viele Hoteliers mit der neuen Steuer nicht einverstanden. Sie empfinden die neue Regelung als Benachteiligung gegenüber den Kurzzeitvermietungen von Zimmer oder Ferienwohnungen. Zudem sind die Hotelbetreiber ab einem Jahresumsatz von über zwei Millionen Euro dazu verpflichtet, eine Versicherung gegen Naturkatastrophen abzuschließen. Diese Mehrkosten könnten auch Auswirkungen auf die Hotelpreise im kommenden Jahr haben.

Doch es werden nicht nur Hotelgäste zur Kasse gebeten, sondern auch Urlauber, die möblierte Zimmer oder Appartements gebucht haben. Sie zahlen ebenfalls 1,50 Euro pro Tag. Wer es auch hier etwas luxuriöser mag und eine Villa oder ein Einfamilienhaus bucht, muss ebenfalls zehn Euro täglich entrichten. Das heißt: Auch für Plattformen wie Airbnb muss eine solche Pauschale gezahlt werden. Aufgrund steigender Preise raten Reisebüros frühzeitig den Urlaub zu buchen. (mima)

Rubriklistenbild: © imagebroker/IMAGO

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