Bei Hitze erst recht aufpassen

Grillen am See und im Park: Bußgelder von bis zu 1.500 Euro möglich

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Beim Grillen außerhalb des eigenen Gartens kann es manchmal Ärger geben. Bei Hitze und Trockenheit ist zudem besondere Vorsicht geboten.

Grillen gehört für viele Deutsche zum Sommer einfach dazu. Im eigenen Garten ist es meistens unproblematisch. Wie auch am Balkon ist dort wegen der Nachbarn allerdings gegenseitige Rücksichtnahme gefragt – nicht selten kommt es wegen der Geruchsbildung oder wegen Lärm zu Streitigkeiten.

Auf öffentlichen Grünflächen ist das Grillen dagegen oft nicht erwünscht. Das kann zum Beispiel manche Parks betreffen, oder auch die Wiesen am See, wo der ein oder andere Grillfan eigentlich gern sein Fleisch oder Gemüse brutzeln würde. Welche Regeln gelten beim Grillen außerhalb des eigenen Gartens?

Grillen am See und im Park oft nicht erlaubt

„Die meisten Kommunen haben sich darauf geeinigt, dass das nur auf ausgewiesenen Grillplätzen geht“, sagt Sabine Krömer-Butz von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa). In anderen Städten wiederum ist das Grillen an öffentlichen Plätzen erlaubt. „Aber man weiß oft nicht: Ist das städtisches Gebiet oder ist es privat oder gehört zum Beispiel zu einer Uni“, so die Expertin laut dpa.

In der Natur, also etwa im Wald oder auf einer Wiese am See, sei Grillen generell verboten – auch wenn man oft einen anderen Eindruck habe, weil viele Menschen sich nicht daran hielten.

Oft ist das Grillen außerhalb des eigenen Gartens nur an ausgewiesenen Grillplätzen erlaubt. (Archivbild)

Grillen im Sommer häufig ein Problem – im Wald ist es verboten

Ein besonderes Problem ist zudem die die Sommerhitze. Ein kleinster Funke reiche aus, um große Flächen von Wäldern zu vernichten, betont die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald auf ihrer Website. Fahrlässiges Verhalten von Waldbesuchen sei weiterhin die häufigste Brandursache. „Vom 1. März bis 31. Oktober sind Rauchen und offenes Feuer im Wald verboten“, heißt es unter anderem in der Mitteilung.

Zum Grillen ausgewiesene Plätze nutzen

Auch sonst ist die Hitze, verbunden mit der extremen Trockenheit, problematisch. „Nicht nur die Wälder sind in Brandgefahr, auch die ganzen Flächen“, erklärt die Expertin dem dpa-Bericht zufolge. „Das ist gerade richtig gefährlich. Bei Temperaturen um die dreißig Grad sind die entscheidenden obersten Bereiche etwa von herumliegendem Laub so ausgetrocknet, dass die Brandgefahr hochschnellt.“

So überleben die Balkonpflanzen Ihren Urlaub

Üppige Blumenkästen auf einem Balkon in einem Wohngebiet. Wir verraten, wie Ihre Pflanzen Ihren Urlaub problemlos überstehen.
Auf dem Balkon blüht und sprießt es endlich. Doch steht der Urlaub an, bangen viele Hobbygärtner um ihre Blütenpracht. Wir verraten, wie Ihre Pflanzen Ihre Abwesenheit problemlos überstehen. © Hanke/Imago
Jemand gießt seine Balkonpflanzen mit einer Gießkanne. Der simpelste Tipp ist die Pflanzen vor Urlaubsantritt noch einmal kräftig zu bewässern.
Der simpelste Tipp ist natürlich die Pflanzen vor Urlaubsantritt noch einmal kräftig zu bewässern – je mehr Wasser die Erde aufnimmt, umso länger kann Ihr Grün daran zehren. Achten Sie nur darauf, dass überschüssiges Wasser noch ablaufen kann, damit die Wurzeln nicht zu faulen beginnen. © Westend61/Imago
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Bitten Sie Verwandte, Freunde oder Nachbarn für Sie nach dem Rechten zu sehen und Ihre Pflanzen zu gießen. © IMAGO/Joseffson
Automatisches Bewässerungssystem für den Hausgarten Copyright xKTHx ALLAT836345
Wenn sich kein Aufpasser für Ihre Grünlinge findet, können Sie sich im Baumarkt ein Bewässerungssystem zulegen. Je nach Bedarf gießen diese Ihre Pflanzen automatisch ein- bis zweimal täglich. Eine besonders spezielle Technik mit Sensoren unterbricht die Bewässerung, wenn ausreichend Flüssigkeit im Topf vorhanden ist. © KTH
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Holen Sie die Pflanzen aus der prallen Sonne – Sie können ja nie wissen wie heiß das Wetter in Ihrer Abwesenheit Zuhause wird.  © Casa Media via www.imago-images.de
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Stellen Sie die Blumen während des Urlaubs in ein schattiges Eck oder holen Sie die Töpfe gleich zu sich in die Wohnung. So schützen Sie Ihre Balkonpflanzen nicht nur vor dem Austrocknen, sondern auch vor möglichen Unwettern. © A. Tamboly via www.imago-images.de
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Der Flaschentrick eignet sich ebenfalls perfekt für die Urlaubszeit: Stechen Sie ein paar Löcher in den Deckel einer befüllten Wasserflasche und stellen Sie sie kopfüber in den Blumenkübel. Auf diese Weise erhalten Ihre Pflanzen eine stetige Wasserzufuhr. Probieren Sie allerdings vorher ein bisschen aus, wie groß die Löcher sein müssen, damit die Dosierung nicht zu hoch ist, und ob Ihre Flasche einen sichereren Stand hat. © Alexandra C. Ribeiro via www.imago-images.de
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Auch ein genialer Trick, von dem Sie vielleicht schon gehört haben: Stellen Sie Ihre Pflanzen einfach ohne Übertopf in die Badewanne, sobald Sie ein bisschen Wasser eingelassen und den Boden mit alten Tüchern ausgelegt haben. So können die Wurzeln über längere Zeit an der Flüssigkeit zehren. © Casa Media via www.imago-images.de
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Schneiden Sie Ihre Pflanzen vor dem Urlaub ein wenig zu: So verbrauchen Sie weniger Energie für die Wasserverteilung. Vor allem verfaulte oder trockene Blätter und Stängel sollten entfernt werden. © imago stock&people
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Und sollten einige Balkonpflanzen Ihren Urlaub doch nicht überlebt haben, so können Sie welke, abgestorbene Pflänzchen immer noch durch neue Blumen ersetzen. © Rainer Berg, via www.imago-images.de

Bei einem Verstoß droht ein Bußgeld

Nicht wundern sollte man sich, wenn deshalb selbst ausgewiesene Grillplätze vorübergehend gesperrt sein könnten. Wer sich nicht an die jeweils geltenden Regeln hält, kann dem Bericht zufolge theoretisch mit bis zu 5.000 Euro Bußgeld belegt werden. „Meistens kommt es zu einem Verwarngeld zwischen fünf und 50 Euro“, so die Expertin laut dpa.

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Regeln für den Waldbesuch

Für den Waldbesuch gelten der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald zufolge folgende Regeln:

  • Grillen oder Entzünden eines Feuers: „Dies ist in einem Abstand von weniger als 100 Metern zum Wald gesetzlich verboten“, heißt es auf der Website.
  • Rauchverbot im Wald: In den Wäldern von Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen herrsche ein ganzjähriges Rauchverbot, ansonsten im Sommerhalbjahr.
  • Eine weitere Gefahr gehe von heiß gelaufenen Katalysatoren aus. „Pkw und Motorräder dürfen nur auf Parkplätzen und nicht auf Wiesen und Waldwegen abgestellt werden.“
  • Müll sei auch aus Sicht des Brandschutzes ein Thema. „Jeder weggeworfene Abfall kann zu einem Brandherd werden.“
  • Waldbrände müssten „unverzüglich der Feuerwehr (112) gemeldet“ werden.

Rubriklistenbild: © Wolfram Kastl/dpa

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