Gefährdete Ernte

Tomaten können zu viel Sonne abbekommen – an welchen Folgen Sie das erkennen

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Flecken, ein grüner Kragen oder verbrannte Blätter – zu viel Sonne kann beim Tomatenanbau auch kontraproduktiv sein, wie Sie hier erfahren werden.

Tomaten sind Pflanzen, die viel Sonnenlicht benötigen, um gut zu gedeihen. Allerdings kann zu viel Sonne auch negative Auswirkungen haben. Hier finden Sie einige Folgen, die auftreten können, wenn Tomaten zu viel Sonne abbekommen.

An fünf Zeichen erkennen Sie zu viel Sonne

Tomaten benötigen viel Sonne, können aber auch Sonnenbrand bekommen.

Tomaten sind die wohl am meisten umsorgten Gemüsesorten im Garten, leider passieren aber beim Anbau auch häufig Fehler. Wenn sie dann Flecken aufweisen oder die Blätter vertrocknen, ist das nicht nur ärgerlich, sondern beeinträchtigt auch die Ernte. An folgenden Merkmalen erkennen Sie, ob Tomaten zu viel Sonne abbekommen:

  • Sonnenbrand: Tomatenpflanzen sind empfindlich gegenüber intensivem Sonnenlicht, insbesondere an den Früchten. Wenn Tomaten zu lange und intensiv der Sonne ausgesetzt sind, können sie Sonnenbrand entwickeln. Dies äußert sich in gelben oder braunen Flecken auf den Früchten und kann dazu führen, dass die betroffenen Stellen faulen oder sich nicht richtig entwickeln.
  • Überhitzung und Trockenstress: Bei übermäßiger Sonneneinstrahlung kann die Pflanze überhitzen, was zu Trockenstress führt. Dies bedeutet, dass die Tomatenpflanzen mehr Wasser verdunsten als sie aufnehmen können, was zu welken Blättern, schlappen Stängeln und einer insgesamt schlechteren Gesundheit der Pflanze führen kann.
  • Verzögerung der Fruchtreifung: Obwohl Tomaten viel Sonne benötigen, kann zu viel Hitze und Sonneneinstrahlung die Fruchtreifung verzögern. In einigen Fällen kann dies zu einer längeren Reifezeit führen, was die Gesamternte beeinflussen kann.
  • Blütenendfäule: Blütenendfäule ist eine häufige Erkrankung bei Tomaten, die durch unregelmäßige Bewässerung und Kalziummangel verursacht wird. Übermäßige Sonneneinstrahlung kann dazu beitragen, dass die Pflanzen das vorhandene Wasser schneller verdunsten, was wiederum die Kalziumaufnahme beeinträchtigen kann und die Entwicklung der Früchte negativ beeinflusst.
  • Verbrennung der Blätter: Intensive Sonneneinstrahlung kann zu einer Verbrennung der Blätter führen, insbesondere wenn Tropfen Wasser auf den Blättern verdunsten und das Sonnenlicht verstärken, ähnlich wie bei einem Brennglas. Verbrennungen können das Wachstum der Pflanzen beeinträchtigen und die Blätter absterben lassen.

Auch ein sogenannter Grünkragen kann infolge von zu viel Sonne und Hitzestau auftreten. Dann färbt sich die Tomate nicht vollständig rot.

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Kartofffeln
Kartoffeln brauchen nicht unbedingt ein Beet, um zu gedeihen. Ein Kübel an einem hellen, warmen Ort ist ideal.  © Imago
Mangold
Mangold sieht dank der farbenfrohen Stiele nicht nur wunderschön im Beet aus, er gehört auch zu den anspruchslosesten Gemüsesorten.  © Alexandra C. Ribeiro/Imago
Erbsenschote
Erbsen ranken je nach Sorte bis zu zwei Meter hoch, sind aber sehr pflegeleicht.  © Bernd Jürgens/Imago
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Zwiebeln
Steckzwiebeln werden im Frühjahr in die Erde gesteckt und können im Sommer geerntet werden. © Imago
Feldsalat
Salat ist ein perfektes Gemüse für Anfänger. Er benötigt weder Dünger noch viel Zuwendung, mag aber kein Unkraut.  © Lutz Wallroth/Imago
Zucchini mit Blüte
Wenn Sie mindestens zwei Zucchinipflanzen setzen, ist eine Bestäubung garantiert.  © Fotothek Fürman/Imago
Blattspinat
Auch Spinat ist äußerst unkompliziert im Anbau. Man sät ihn im April, um ihn sechs bis acht Wochen später zu ernten.  © Victor Burnside/Imago
Radieschen
Radieschen wachsen schnell und das in fast jedem Boden.  © Gojaz Alkimson/Imago
Bohnen werden geerntet.
Buschbohnen lassen sich bis in den Herbst hinein ernten. (Symbolbild) © Lantapix/Imago

Um diese negativen Auswirkungen zu minimieren, können Gärtner verschiedene Maßnahmen ergreifen, wie beispielsweise die Tomatenpflanzen an einem Standort mit ausreichend Sonne, aber auch mit teilweisem Schatten während der heißesten Stunden des Tages positionieren. Auch eine regelmäßige Bewässerung ist wichtig. Eine dicke Schicht Mulch um die Pflanzen herum kann helfen, die Feuchtigkeit zu bewahren und die Bodentemperatur zu regulieren.

Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Joana Lück sorgfältig überprüft.

Rubriklistenbild: © Alex Mak/Imago

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