- VonMichel Guddatschließen
Skifahren ist mittlerweile zum Luxus geworden. Und die Preise für Skipässe steigen weiter, wie eine Untersuchung zeigt. Vor allem in Österreich.
München – Der Winter kommt, dicke Schneeflocken fallen vom Himmel und bedecken das Land. Da passt es ja bestens, dass die ersten Skipisten öffnen. Der erste Impuls von Wintersport-Fans: schnell in die Skischuhe schlüpfen, auf die Bretter schnallen und ab geht die wilde Fahrt. Doch schon beim Blick auf die Preise der Skipässe folgt meist eine unsanfte Landung, die die Ski-Träume erstmal auf Eis legen lässt.
Preise für Skipässe steigen im Vergleich zur Vor-Saison – Vor allem in Österreich
Laut den neuesten Untersuchungen des ADAC sind die Preise für Skipässe in Europas beliebten Skigebieten im Durchschnitt um 5,6 Prozent im Vergleich zur vorherigen Skisaison gestiegen. Diese Preissteigerung trifft vor allem österreichische Skigebiete, während einige deutsche Gebiete ihre Preise stabil gehalten haben.
Untersucht wurden dabei 25 Skigebiete. Acht befinden sich in Deutschland, elf Skigebiete in Österreich und jeweils drei in der Schweiz und Italien.
Für eine Musterfamilie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern im Alter von 10 und 14 Jahren sind die Kosten für einen Tages- und 3-Tages-Skipass deutlich gestiegen. Der durchschnittliche Preis für einen gemeinsamen Tag auf der Piste liegt bei 207 Euro - 10 Euro über dem zum Vorjahr. Für ein Drei-Tagesticket müssen Familien im Durchschnitt 591 Euro zahlen, was einer Teuerung von 33 Euro entspricht.
Deutsche Skigebiete im Vergleich am preiswertesten – Schweiz bleibt Spitzenreiter
Die deutschen Skigebiete erweisen sich im Vergleich als die preiswertesten. In Balderschwang kostet ein Skitag für eine Familie 110 Euro. In der Schweiz hingegen, die trotz eines leichten Rückgangs der Währungsschwankungen weiterhin am teuersten bleibt, liegt der Preis in Zermatt bei über 308 Euro.
In Obertauern, einem beliebten österreichischen Skigebiet, sind die Preise um 11,1 Prozent gestiegen. Im Gegensatz dazu haben Feldberg und Balderschwang in Deutschland ihre Preise stabil gehalten. Interessant ist auch die Preisgestaltung für Kindertickets: Während in Balderschwang ein Kinderticket nur 20 Euro kostet, verlangt der Kronplatz in Südtirol 55 Euro.
Mit diesen Tipps können sie den Skiurlaub günstiger gestalten
Trotz steigender Preise gibt es Möglichkeiten für Familien, bei ihrem Skiurlaub zu sparen. Eine frühzeitige Buchung kann von Vorteil sein, da viele Skigebiete dynamische Preise anbieten, die sich nach der Nachfrage richten. Online-Tickets sind oft günstiger als solche an der Tageskasse. Zudem bieten viele Skigebiete spezielle Familientickets an, die preiswerter sind als Einzeltickets. Die genaue Überprüfung der Altersgrenzen für Kinder- und Jugendtickets kann ebenfalls helfen, Kosten zu sparen.
Des Weiteren kann es helfen, kleinere Skigebiete und Geheimtipps anzusteuern und außerhalb der Hauptsaison durch den Schnee zu wedeln, wie oe24.at empfiehlt. Wer nicht regelmäßig Ski fährt, sollte seine Ausrüstung eher ausleihen, anstatt sich komplett auszustatten. Auch die Preise auf den Hütten sorgen oft für reichlich Gesprächsstoff. Daher ist Selbstversorgung eine kostensparende Maßnahme. (mg)
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