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Mückenplage: Mit Essig und Zucker locken Sie die lästigen Insekten in die Falle

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Wenn Mücken zur Plage werden, lässt sich mit einfachen Hausmitteln eine wirksame Insektenfalle bauen. Alles, was Sie dazu brauchen, findet sich im Küchenschrank.

Ob auf dem Balkon, auf der Terrasse oder im Garten: Kaum ist es warm genug, um die Sommerabende im Freien zu genießen, schwirren auch schon die ersten Mücken um einen herum. Besonders bei feuchtwarmem Wetter scheinen sich die Insekten explosionsartig zu vermehren und fallen dann in Scharen auf die Erholungssuchenden her. Auch das Schlafzimmer bleibt dabei nicht verschont, wo sich die Mücken mit einer einfachen Methode aufspüren lassen. Wer sich da eine Mückenfalle selbst bauen möchte, kann zu natürlichen Hausmitteln greifen. Diese wirken ohne Chemie, und lassen sich innerhalb weniger Minuten selbst basteln.

Mückenfalle mit Essig selber bauen – so geht‘s

Alles, was Sie für eine wirksame Mückenfalle brauchen, sind ein paar günstige Zutaten, die sich in jedem Küchenschrank finden: Essig, Zucker und Spülmittel.

Essig zieht Mücken unwiderstehlich an. Diesen Effekt können Sie sich für eine wirksame Mückenfalle zunutze machen.
  1. Nehmen Sie ein Glas und mischen darin Wasser mit ordentlich Essig, etwa einem Teelöffel Zucker und einem Spritzer Spülmittel.
  2. Decken Sie das Glas mit Frischhaltefolie ab.
  3. Zum Schluss die Folie mehrmals durchlöchern – und fertig ist die Mückenfalle!

Die Mücken werden vom Duft des natürlichen Insektenmittels magisch angezogen. Sie schlüpfen durch die Löcher ins Glas, können jedoch nicht mehr fliehen – und ertrinken schließlich.

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Rotwein und Essig gegen Mücken

Auch Rotwein hat sich als Lockmittel für Mücken, Fruchtfliegen und andere Plagegeister bewährt: Mischen Sie dazu Rotwein, Himbeersirup und Wasser zu gleichen Teilen. Dann geben Sie einen Schuss Essig und einen Spritzer Spülmittel dazu. Anschließend wie gehabt in ein Glas füllen und mit einer durchlöcherten Frischhaltefolie abdecken.

Zehn Mücken und Bremsenarten, um die Sie einen großen Bogen machen sollten

Gemeine Stechmücke (Culex pipiens)
Die zu den Hausmücken zählende Gemeine Stechmücke (Culex pipiens) ist eine der häufigsten Arten in Deutschland. Sie kann vermutlich Viren von Vögeln auf den Menschen übertragen. © Westend61/Imago
Kriebelmücke auf Grashalm
Sie sieht aus wie eine Fliege: Spätestens, wenn eine der 57 Kriebelmückenarten in Deutschland schmerzhaft zubeißt, erkennt man seinen Irrtum. Es folgen starker Juckreiz, Schwellungen oder sogar Blutergüsse.  © Pond5 Images/Imago
Zwei Tigermücken auf Haut, eine mit Blut vollgesaugt
Die invasive Tigermücke wurde erstmals im Jahr 2007 in Deutschland nachgewiesen. Heute gibt es sie schon in mehreren Bundesländern. Sie trägt eine schwarz-weiße Musterung mit fünf weißen Streifen an den Hinterbeinen – und kann das Chikungunya- und Dengue-Virus auf den Menschen übertragen. © agefotostock/Imago
Ringelmücke Culiseta annulata an Blüte
Die sehr häufige Ringelmücke (Culiseta annulata) wird mit ihren etwa 13 Millimetern Körpergröße und den weißen Streifen oft mit der Tigermücke verwechselt. Ihr Stich ist sehr schmerzhaft. © blickwinkel/Imago
Asiatische Buschmuecke, Japanischer Buschmoskito Aedes japonicus
Ursprünglich in Asien heimisch, ist der Japanische Buschmoskito (Aedes japonicus) seit 2008 auch in Deutschland etabliert. Die Mücke könnte das West-Nil-Virus, das Dengue- und das Chikungunya-Virus übertragen. © blickwinkel/Imago
Stechmücke Aedes vexans
Die auch „Rheinschnake“ genannte Stechmücke Aedes vexans tritt in Feuchtgebieten und bei Überschwemmungen massenhaft auf. Sie kann das West-Nil-Virus übertragen. © blickwinkel/Imago
Gnitze, Bartmücke ( Ceratopogonidae ) auf Blatt
Die dämmerungs- und nachtaktiven Gnitzen (Bartmücken) sind mit etwa drei Millimetern sehr klein, mit rund 200 Arten in Deutschland aber auch sehr zahlreich. Stiche sind ziemlich schmerzhaft. © STAR-MEDIA / Imago
Pferdebremse (Tabanus sudeticus) sitzt auf einem Blatt
Eigentlich sieht die Pferdebremse (Tabanus sudeticus) eher unscheinbar aus. Aber ebenso wie die Rinderbremse kann sie mit ihren großen Mundwerkzeugen sehr empfindlich stechen. Erst entstehen Quaddeln, dann eine stark juckende Rötung. © IMAGO/M. Woike
Regenbremse (Haematopota pluvialis)
Die Regenbremse (Haematopota pluvialis) ist hierzulande die häufigste Bremsenart. Theoretisch kann sie Borreliose übertragen, daher sollte man Einstichstellen im Auge behalten. © Karina Hessland/Imago
Goldaugenbremse (Chrysops relictus)
An ihren schillernden Augen erkennt man die Goldaugenbremse (Chrysops relictus) recht gut. Sie bevorzugt beim Stechen die Hals- und Kopfregion. Juckende Stellen nicht aufkratzen! © Pond5 Images/Imago

Weitere Hausmittel gegen Mücken

Wer die Mücken lieber gleich von Balkon und Terrasse fernhalten möchte, sollte einmal folgende Methoden testen:

  • Der Duft bestimmter Pflanzen soll Mücken regelrecht vertreiben. Als Anti-Mücken-Pflanzen gelten etwa Lavendel, Rosmarin, Minze, Duftgeranien, Zitronengras oder Tomatenpflanzen.
  • Kaffeesatz eignet sich nicht nur als Dünger im Garten, sondern soll auch gegen Mücken hilfreich sein. Dazu wird gemahlener Kaffee in eine feuerfeste Unterlage gefüllt und angezündet. Die Insekten werden vom Geruch abgeschreckt und suchen das Weite.

Ob diese Hausmittel tatsächlich gegen Mücken helfen, ist nicht immer gesagt – ein Versuch lohnt sich aber allemal. Der beste Schutz gegen die stechfreudigen Insekten ist aber ohnehin deren Vorbeugung. Viele „züchten“ sich nämlich Mücken im eigenen Garten heran, ohne es zu merken. Wenn Sie also entsprechende Brutstellen im Garten von vornherein vermeiden, lässt sich eine Mückenplage im Sommer womöglich abwenden.

Rubriklistenbild: © Design Pics/Imago

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