Unnötige Zusätze vermeiden

Harte Handtücher? So werden sie auch ohne Weichspüler wieder flauschig

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Wenn Handtücher mit der Zeit hart und rau werden, kann dies verschiedene Ursachen haben. Doch zum Glück gibt es umweltfreundliche Lösungen.

Sich nach dem Duschen in ein flauschig weiches Handtuch hüllen – davon können viele nur träumen. In der Realität liegen oft kratzige, raue Handtücher im Schrank. Doch woran liegt das? Und wie werden Handtücher wieder weich, wenn man der Umwelt zuliebe auf Weichspüler verzichten möchte?

Warum werden Handtücher hart?

Harte Handtücher werden auch ohne Weichspüler wieder kuschelweich.

Wenn Handtücher hart werden, kann dies verschiedene Ursachen haben. Laut Ökotest liegt es oft an zu hartem Wasser: der enthaltene Kalk lagert sich auf den Baumwollfasern ab und versteift sie. Aber auch zu viel Waschmittel kann Schuld sein, wenn die Fasern rau werden. In diesem Fall hilft es nicht nur, weniger Waschmittel zu verwenden, sondern auch die Waschmaschine nicht zu überladen. So kann sich das Waschmittel besser verteilen.

Und auch, wenn es widersprüchlich klingt: Sogar Weichspüler können der Grund sein, warum Wäsche hart wird, denn sie hinterlassen mit der Zeit eine wachsartige Schicht auf den Fasern, wie das Portal Utopia informiert.

Zwölf typische Fehler beim Wäsche waschen

Die richtige Vorbereitung ist beim Wäsche waschen das A und O.
1. Wäsche nicht richtig vorsortieren: Die richtige Vorbereitung ist beim Wäsche waschen das A und O. Dazu gehört, die Kleidungsstücke nach Farbe und Textilart zu sortieren. Manche Materialien wie Fleece müssen nämlich schonender gewaschen werden.  © IMAGO
Besonders Menschen mit empfindlicher Haut sollten besser auf Weichspüler verzichten.
2. Weichspüler verwenden: Besonders Menschen mit empfindlicher Haut sollten besser auf Weichspüler verzichten. Dieser kann aufgrund der enthaltenen Chemikalien allergische Reaktionen und Hautreizungen auslösen. Außerdem verlieren Hand- und Geschirrtücher an Saugfähigkeit.  © IMAGO
Sie sollten das Waschmittelfach und den Dichtungsring der Waschmaschine regelmäßig prüfen, um Schmutz und Rückstände zu entfernen.
3. Waschmaschine wird nicht gepflegt: Beim Waschen reinigt sich die Waschmaschine doch von selbst – oder? Tatsächlich ist es nicht so einfach. Sie sollten das Waschmittelfach und den Dichtungsring regelmäßig prüfen, um Schmutz und Rückstände zu entfernen. Ein jährlicher Heißwaschgang mit Essig entkalkt die Maschine effektiv und fördert ihre Langlebigkeit. © IMAGO/ Oleksandr Latkun
Damit Ihr Lieblingsshirt endlich wieder sauber wird, sollten Sie es vor dem Waschen einweichen und den Fleck gezielt behandeln.
4. Flecken werden nicht behandelt: Ein einfacher Waschgang reicht meistens nicht, um hartnäckige Flecken zu entfernen. Damit Ihr Lieblingsshirt endlich wieder sauber wird, sollten Sie es vor dem Waschen einweichen und den Fleck gezielt behandeln.  © IMAGO
Damit keine Kleidung zu Schaden kommt, sollten Sie Unterwäsche in einem praktischen Wäschenetz waschen.
5. Unterwäsche ohne Schutz waschen: Besonders BHs verhaken sich beim Waschen schnell mit anderen Kleidungsstücken. Damit keine Wäsche zu Schaden kommt, sollten Sie die empfindliche Unterwäsche separat oder in einem praktischen Wäschenetz waschen.  © IMAGO
Die Waschmaschine sollte nicht zu vollgestopft mit Kleidung sein.
6. Überladene Waschmaschine: So verlockend es auch ist: Die Waschmaschine sollte nicht zu vollgestopft mit Kleidung sein. Eine überladene Trommel führt nicht nur dazu, dass die Wäsche nicht ausreichend gereinigt wird. Außerdem besteht das Risiko, dass die Maschine beschädigt wird – das gilt es natürlich zu vermeiden. © IMAGO
Um Energie zu sparen, lohnt es sich, mehrere Wäscheladungen hintereinander zu waschen.
7. Waschmaschine ruhen lassen: Um Energie zu sparen, lohnt es sich, mehrere Wäscheladungen hintereinander zu waschen. Dann muss sich die Maschine nicht extra erneut aufheizen, sondern kann die Restwärme nutzen. © IMAGO/ Oleksandr Latkun
Solange Klamotten nicht müffeln oder keine Flecken aufweisen, können sie problemlos erneut angezogen werden.
8. Zu oft waschen: Landen Kleidungsstücke bei Ihnen nach jedem Tragen im Wäschekorb? Dann waschen Sie möglicherweise zu oft. Solange Klamotten nicht müffeln und keine Flecken aufweisen, können sie problemlos erneut angezogen werden.  © IMAGO
Beim Waschen in der Maschine gilt: Weniger ist mehr.
9. Zu viel Waschmittel: Beim Waschen in der Maschine gilt: weniger ist mehr. Wird Waschmittel überdosiert, bilden sich nur lästige Rückstände und weiße Schlieren auf der Kleidung. Die verwendete Produktmenge sollte auch wieder ausgewaschen werden können. © IMAGO
Besonders schwarze oder dunkle Klamotten sollten vor dem Waschen unbedingt auf links gedreht werden.
10. Kleidung nicht auf links drehen: Besonders schwarze oder dunkle Klamotten sollten vor dem Waschen unbedingt auf links gedreht werden. Ansonsten reibt sich die Außenseite während des Waschens an der Maschine und die Fasern werden aufgeraut. Das wiederum führt dazu, dass die Farbe schneller ausbleicht.  © IMAGO
30 oder 40 Grad reichen meist aus, um Wäsche effektiv sauber zu machen.
11. Zu heiß waschen: 30 oder 40 Grad reichen meist aus, um Wäsche effektiv sauber zu machen. Wer bei höheren Temperaturen wäscht, riskiert Gewebeschäden an der Kleidung. Außerdem wird die Umwelt durch den unnötigen Energieverbrauch belastet. © IMAGO
Reißverschlüsse sollten vor dem Waschen geschlossen werden.
12. Reißverschlüsse sind nicht geschlossen: Beim Schleudervorgang wird alles munter in der Maschine durcheinandergeworfen. Dabei können sich schnell Reißverschlüsse an empfindlichen Textilien verfangen und diese beschädigen. Deshalb ist es besser, alle Reißverschlüsse vor dem Waschen zu schließen. © IMAGO

Weichspüler: Stimmen Sie mit ab.

Weiche Handtücher dank Hausmitteln – zum Beispiel Essig

Damit Sie auf kuschelweiche Handtücher nicht verzichten müssen, können Sie zu natürlichen Weichspülern greifen, die weder die Umwelt belasten, noch Ihren Geldbeutel überstrapazieren:

  • Essig: Da Essig gegen Kalkablagerungen hilft, kann er Wäschestarre reduzieren. Damit Handtücher wieder weich werden, lassen Sie die Textilien in einem Gemisch aus Essig und heißem Wasser (Verhältnis 1:2) einweichen, bis das Wasser kalt ist. Anschließend wie gewohnt waschen.
  • Salz: Geben Sie einfach einen Esslöffel Salz in das Weichspüler-Fach Ihrer Waschmaschine und starten Sie den Waschgang. Allerdings sollten Sie das Salz nicht bei jeder Wäsche verwenden, um Schäden an der Maschine vorzubeugen.
  • Natron: Auch Natron soll bei harten Handtüchern Wunder wirken. Geben Sie dazu etwa 60 Gramm Natron ins Weichspülerfach

Ihre Handtücher müffeln nach dem Waschen? Auch hier helfen Hausmittel und ein regelmäßiger Handtuchwechsel.

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Handtücher an der Luft trocknen lassen

Bewegung sorgt dafür, dass Textilfasern beim Trocknen locker bleiben. Deshalb haben Besitzer eines Wäschetrockners in der Regel immer weiche Handtücher im Schrank liegen. Wer keinen Trockner im Haus hat oder lieber Strom sparen möchte, der sollte seine Handtücher an der frischen Luft trocknen. Ein frischer Luftzug hält die Wäsche ebenfalls ständig in Bewegung und verhindert so, dass die Handtücher starr von der Leine kommen.

Rubriklistenbild: © Design Pics/Imago

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