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Auch wer ein Hochbeet hat, ist nicht vor Schädlingen gefeit, die die Ernte bedrohen. Aber je früher man die unerwünschten Gäste entdeckt, desto besser kann man sein Gemüse schützen.
Ein Hochbeet ist zwar aufgrund seiner Höhe einfach ohne Bücken zu erreichen, aber wie viele Hobbygärtner schon feststellen mussten, haben Schnecken, Ameisen, Engerlinge und anderes Kleingetier gar kein Problem damit, diese Höhen zu überwinden oder sich über den Luftweg einzunisten. Bevor die Tiere das gesamte Beet einnehmen, sollte man regelmäßig auf Spurensuche gehen und die Schädlinge bekämpfen.
Gute Beetpartner und Pflanzenstärkung beugen Schädlingen vor
Vorbeugen ist natürlich die beste Methode, um Schädlinge oder Lästlinge wie Ameisen aus dem Hochbeet fernzuhalten. Dazu zählt, dass man möglichst resistente Sorten wählt, wie gegen die Möhrenfliege, und die Pflanzen nicht zu dicht ins Beet setzt. Hierbei hat es sich bewährt, geeignete Beetpartner zu wählen, die sich in einer Mischkultur gegenseitig zum Beispiel durch die Absonderung von Duftstoffen vor Schädlingen schützen (Companion Planting). Außerdem sollte man die Pflanzen durch ausreichendes Gießen und Düngen widerstandsfähig halten.
Welche Schädlinge kommen im Hochbeet vor und wie kann man sie bekämpfen?
Doch die schöne Theorie hilft wenig, wenn die Pflanzen im Hochbeet schon befallen sind. Hier finden Sie die häufigsten Schädlinge und Hausmittel beziehungsweise Methoden, sie zu entfernen:
- Blattläuse: Blattkräuselungen oder Blattverkrüppelungen deuten auf Blattläuse hin – meist sind die sich massenhaft vermehrenden Tiere aber auch schon mit bloßem Auge sichtbar. Hier hilft nach dem Abstreifen der Tiere per Hand eine Sprühlösung mit Natron oder ein Spray aus Schmierseife.
- Schnecken: Auch wenn es weniger Schnecken sind als am Boden, manchmal finden sie auch ihren Weg ins Hochbeet und machen sich durch Fraßschäden an den Blättern oder durch ihre Schleimspuren bemerkbar. Gern sitzen die Tiere auch an den eher schattigen Innenrändern des Beets. Da man sich im Hochbeet weniger auf natürliche Fraßfeinde wie Igel verlassen kann, muss man auf gängige Methoden wie das Absammeln, Kupferbänder oder Fadenwürmer zurückgreifen.
- Engerlinge: Kümmerliches Wachstum und absterbende Pflanzen können auf Engerlinge hindeuten. Hier sollte man einen Blick tiefer in die Erde werfen. Findet man dort größere weißliche, gekrümmte, wurmähnliche Engerlinge, sollte man zunächst die Art identifizieren, die Larven absammeln und gegebenenfalls Nematoden einsetzen.
Schädlinge im Garten bekämpfen: 10 geeignete Hausmittel




- Ameisen: Wenn die Ameisen schon Straßen oder gar ein Nest im Hochbeet bauen, ist es Zeit zu handeln, denn im Übermaß können sie auch zu Schädlingen werden. Vertrocknete Pflanzen sind auch ein Zeichen hierfür, da die Tiere Pflanzenwurzeln freilegen können. Dagegen hilft zum Beispiel ausgiebiges Fluten der befallenen Bereiche mit Wasser (zweimal am Tag über mehrere Tage hinweg).
- Spinnmilben: Vor allem Gurken, Bohnen und Zucchini liegen bei Spinnmilben im Visier, je heißer und trockener es ist, desto größer ist die Gefahr. Man erkennt sie an sehr feinen Gespinsten zwischen den Blättern, kleinen weißen Punkten auf Blättern und Kräuselungen derselben. Sehr wirksam ist hier das regelmäßige Besprühen der Pflanzen mit Wasser. Ist der Befall zu stark, sollten die Pflanzenteile in die Biotonne entsorgt werden.
- Kohlweißling: Die Raupen des Kohlweißling fressen große Löcher in Kohlblätter jeder Art, auch Kohlrabi und Kapuzinerkresse. Wer sie entdeckt, sollte die Raupen und die Eigelege absammeln und das Beet, wenn möglich, mit einem feinen Netz überspannen.
Sowohl vorbeugend als auch bei Befall ist es sehr sinnvoll, Nützlinge im Garten fördern: So vertilgen beispielsweise Marienkäfer gerne Blattläuse, Vögel picken gerne Raupen und Spinnen mögen Ameisen.
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