Für entspannte Sommertage

Wespen vertreiben – 5 Hausmittel helfen diesen Sommer wirklich gegen die stechende Plage

  • schließen

Wespen gehören zu den Sommergästen, auf die wir getrost verzichten könnten. Wie Sie die stechenden Plagegeister loswerden und was Sie lieber lassen sollten, wenn Sie Geld sparen wollen.

Der Sommer ist in vollem Gange und mit ihm kommen die unliebsamen Wespen. Wie ein Schatten begleiten sie uns bei gemütlichen Grillabenden oder wagen sogar Besuche in unsere eigenen vier Wände. Doch kein Grund zur Sorge. Es gibt Wege, diese summenden Plagegeister erfolgreich loszuwerden, ohne dabei gegen das Gesetz zu verstoßen oder wertvolle Zeit und Geld zu verschwenden.

Fallen stellen oder Wespen bekämpfen? Ein riskantes Unterfangen!

Die Idee, Fallen aufzustellen oder die Wespen einfach zu eliminieren, mag Ihnen auf den ersten Blick verführerisch erscheinen. Doch seien Sie gewarnt. Nicht nur können diese vermeintlichen „Hausmittel“ nach hinten losgehen, sondern auch der rechtliche Aspekt spielt eine Rolle. Wespen stehen unter Naturschutz, und ihnen Schaden zuzufügen, kann richtig teuer werden. Doch das ist nicht alles – Wespen erfüllen eine wichtige Funktion in unserem Ökosystem, indem sie Schädlinge in Schach halten, die ansonsten zur Plage werden könnten. Von Motten über Blattläuse bis hin zu lästigen Stechmücken – Wespen haben einen wichtigen Platz in der Nahrungskette.

Kein Frühstücksgenuss ohne Wespen? Mit den richtigen Tipps können Sie sich besser vor den lästigen Besuchern schützen.

Natürliche Hausmittel gegen Wespen – Wasser, Basilikum und Knoblauch helfen

Wenn Sie vermeiden möchten, dass Wespen Sie beim Essen im Freien belagern, könnte schon eine einfache Sprühflasche mit Wasser die Lösung für Sie sein. Ein paar gezielte Spritzer simulieren Regen und lassen die Wespen Schutz in ihrem Nest suchen. Doch Vorsicht: Die Wirksamkeit dieser Methode hängt von der Aggressivität und Anzahl der Wespen ab.

Für diejenigen, die Wespen lieber kulinarisch vertreiben möchten, mit Zutaten, die vielleicht sowieso schon auf dem Tisch stehen, gibt es eine interessante Alternative: Frischer Basilikum und gehackter Knoblauch verscheuchen die gelb gestreiften Störenfriede mit ihrem Duft.

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie im regelmäßigen Newsletter unseres Partners 24garten.de.

Wespen fernhalten – Zitronen und Pfefferminze als natürliche Abwehrmittel

Auch säurehaltige Früchte wie Zitronen und Orangen mögen Wespen nicht. Daher kann es ausreichen, eine aufgeschnittene Zitrone oder Orange auf den Tisch zu legen. Für eine verstärkte Wirkung kann man zusätzlich Nelken hinzufügen, die ebenfalls Wespen abschrecken. Zu den Gerüchen, die Wespen unangenehm finden, gehören aber auch die ätherischen Öle von Pfefferminze, Lavendel und Teebaumöl.

Was nicht gegen Wespen hilft – Mythen bei der Bekämpfung

Nun haben Sie ein paar Möglichkeiten gelesen, wie Sie Wespen vertreiben können. Die Wirksamkeit einiger anderer Tricks ist jedoch zweifelhaft. Wespen mögen Rauch zwar nicht, sind aber sehr hartnäckig und clever. Wenn sie einen Weg um die Rauchquelle herum finden, gelangen sie dennoch ungestört zur Nahrungsquelle, die sie entdeckt hatten. Sie müssten schon mitten im Rauch sitzen, um einen den abschreckenden Effekt zu nutzen.

Schon gewusst?

Wespen sind Aasfresser und füttern ihren Nachwuchs mit Fleisch – bevorzugt Insekten. Wespenstiche entzünden sich dennoch häufig erst, wenn sie aufgekratzt werden und Keime in die Wunde geraten. Außerdem können auch noch tote Wespen stechen. Berührungen lösen manchmal Nervenreflexe aus, die noch Gift aus dem Stachel pressen. Also Finger weg!

Auch Attrappen von Wespennestern sollen die Insekten fernhalten. Das Aufhängen einer Papiertüte, die wie ein Nest anderer Wespen aussieht, soll potenzielle Neuankömmlinge abschrecken. Doch nicht immer lassen sich andere Wespen von dieser Täuschung beeindrucken. Die angebliche abschreckende Wirkung von Kupfermünzen auf Wespen konnte bisher auch nicht wissenschaftlich bestätigt werden. Und das Verzichten auf bunte Kleidung ist sinnlos, da Wespen nicht nach Farben oder Mustern wählen. Ihr Geruchssinn ist der entscheidende Faktor.

Ein Wespennest entdeckt – Gefahr im Verzug!

Und nun zum schlimmsten Fall: Wespen bauen ihr Nest direkt in Ihrer unmittelbaren Nähe. Ob es sich um dunkle Hohlräume auf dem Dachboden, im Schuppen oder gar im Rollladenkasten handelt, eines steht fest – Selbstjustiz ist keine Option. Nicht nur stehen Wespen unter Naturschutz, sondern aggressive Wespen können auch eine echte Gefahr darstellen. In solch einem Fall sollten Sie die Entfernung des Nestes den Experten überlassen. Es ist keine einfache Angelegenheit.

Wespennest richtig entfernen – Experten sind gefragt

Das Entfernen eines Wespennests erledigt sich leider nicht im Vorbeigehen. Zunächst ist es notwendig, einen Antrag bei der zuständigen Naturschutzbehörde zu stellen. Doch eine bloße Störung reicht nicht aus, um das Nest entfernen zu lassen. Es muss eine konkrete Bedrohung für Menschen oder Tiere bestehen, beispielsweise für Kinder oder Allergiker in der Nähe.

Wenn tatsächlich ein triftiger Grund vorliegt, wird das Nest in der Regel umgesiedelt. Dies kann entweder durch einen Imker mit spezieller Ausbildung im Umgang mit Wespennestern, einen Schädlingsbekämpfer oder in akuten Fällen sogar die Feuerwehr erfolgen.

Mini-Apotheke aus dem Garten: Zehn Heilpflanzen für kleine Wehwehchen

Dornige Hauhechel
Die Dornige Hauhechel kann als Tee die Beschwerden einer Blasenentzündung lindern.  © Chromorange/Imago
Herstellung von Ringelblumen-Salbe aus Blüten
Ringelblumensalbe ist leicht selbst herzustellen und ein gutes Hausmittel gegen Hautprobleme wie Ekzeme. © imagebroker/Imago
weiß blühender Katzenbart (Orthosiphon aristatum)
Ein hübscher Blütenstrauch, der für Blasen- und Nierenerkrankungen eingesetzt wird: Der Katzenbart, auch bekannt als Java-Tee.  © blickwinkel/Imago
rot blühende Indianernesseln (Monarda didyma)
Die prächtige Indianernessel oder Goldmelisse hilft als Tee gegen Übelkeit, Kopfschmerzen oder Einschlafstörungen. © blickwinkel/Imago
Mann sammelt Echtes Mädesüß (Filipendula ulmaria)
In den Blüten des Madesüß-Strauchs stecken ätherische Öle, die Salicylsäure enthalten und wie eine Kopfschmerztablette wirken.  © imagebroker/Imago
Ysop-Blüten
Bitterstoffe und Gerbstoffe im Ysop lindern Husten und Verdauungsbeschwerden. © blickwinkel/Imago
Salbeitee in Tasse mit Teesieb
Salbei-Tee aus getrockneten oder frischen Blättern hilft bei Entzündungen im Hals-Rachen-Raum und ist verdauungsfördernd. © imagebroker/Imago
Gelb blühendes Johanniskraut
Eine Zierde in jedem Garten – Johanniskraut wird bei Angst und nervöser Unruhe angewendet. © Shotshop/Imago
Fläschchen Lavendelöl und Lavendelblüten
Lavendelöl gilt als nervenstärkend bei innerer Unruhe und Stress. © Shotshop/Imago
Zistrose hat zarte, leicht zerknittert wirkende Blüten, die bei Bienen und Hummeln beliebt sind.
Zistrose ist ein Blickfang in jedem Garten und eine heilkräftige Pflanze.  © Imago

Leben mit einem Wespennest – Verhalten Sie sich richtig

Sie haben keine triftigen Argumente gegen das Wespennest? Vermeiden Sie eine Kurzschlussreaktion und entfernen Sie das Nest nicht doch noch selbst. Es könnten bis zu 65.000 Euro Bußgeld drohen für das widerrechtliche Entfernen. Sie müssen also mit dem Nest leben und dennoch nicht in Panik verfallen. Die meisten Wespen werden erst im Spätsommer richtig aktiv. Im Herbst sterben die Tiere ab, während die Königin das Nest verlässt, um im nächsten Jahr einen neuen Nistplatz zu suchen.

Wenn Sie sich in der Nähe eines Wespennests aufhalten müssen, halten Sie sich an ein paar Regeln und Tipps:

  • Halten Sie Abstand und bewegen Sie sich langsam, um die Tiere nicht zu reizen.
  • Vermeide Sie wildes Herumfuchteln oder schnelles Wegschlagen der Wespen.
  • Vermeide Sie süße oder duftende Parfums und Lotionen.
  • Fliegengitter können Ihnen helfen, Wespen draußen zu halten.
  • Decken Sie Lebensmittel und Getränke im Freien konsequent ab und räumen Sie Essensreste schnell weg.
  • Wischen Sie verschüttete Getränke sofort weg und räumen Sie heruntergefallenes Essen auf.
  • Versuchen Sie, möglichst viel Abstand zwischen sich und das Wespennest zu bringen. Können Sie vielleicht Ihren Essplatz im Freien verlegen?

Sollten Sie trotz aller Vorsichtmaßnahmen gestochen werden, ziehen Sie sich sofort zurück, um weitere Stiche der Nestkolleginnen zu vermeiden. Kühlen Sie die Einstichstelle, verwenden Sie gegebenenfalls eine antiallergische Salbe oder Creme. Beobachten Sie genau, ob es zu einer allergischen Reaktion kommt. Im letzteren Fall müssen Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Übrigens stechen nicht alle Wespen. Nur bei der Deutschen und der Gemeinen Wespe ist die Zündschnur etwas kürzer und sie stechen häufiger zu – allerdings auch nie ohne Grund.

Für diesen von der Redaktion geschriebenen Artikel wurde maschinelle Unterstützung genutzt. Der Artikel wurde vor Veröffentlichung von Redakteurin Anne Tessin sorgfältig überprüft.

Rubriklistenbild: © Imago/Eckhard Stengel

Kommentare