Loslassen fällt nicht leicht

Haustier ausstopfen: Psychologin sagt, das macht den Abschied noch schwerer

Nach dem Tod eines geliebten Haustieres entscheiden sich einige Besitzer für eine Präparation. Aus psychologischer Sicht ist das aber keine gute Entscheidung.

Ausgestopfte Tiere galten viele Jahre lang als hübsche Dekoration. Insbesondere Jagdtrophäen oder für exotisch befundene Exemplare wurden nicht nur in öffentlichen Räumen, sondern auch in den eigenen vier Wänden ausgestellt und bewundert. Heute findet man präparierte Tierkörper größtenteils nur in Museen oder im Vereinsheim der örtlichen Jägervereinigung. Doch auch Haustierbesitzer entscheiden sich teilweise noch immer dazu, ihren treuen Begleiter nach dessen Tod ausstopfen zu lassen. Die Tierpräparation wird in allen Fällen von Taxidermisten durchgeführt, die dafür sorgen, dass der tierische Körper haltbar gemacht wird und möglichst lebensecht erscheint. Die aufwendige Arbeit ist mit einigen Kosten verbunden und nicht jedes verstorbene Tier eignet sich gleichermaßen für eine Präparation. Doch auch aus psychologischen Gründen wird in den meisten Fällen davon abgeraten, sein Haustier ausstopfen zu lassen. Laut einer Expertin erschwere das leblose Ausstellungsstück den Abschied nämlich eher und mache es fast unmöglich, den Tod des geliebten Familienmitglieds endgültig zu akzeptieren.

Tierpräparation: Das passiert, wenn das Haustier ausgestopft wird

Viele Tierhalter würden am liebsten für immer mit ihrem Haustier zusammenbleiben. (Symbolbild)

Das Ausstopfen eines toten Tieres ist eine aufwendige Angelegenheit. Damit die Präparation des Körpers nicht scheitert, muss bereits im Vorhinein alles gut organisiert und geplant werden. Das Tier sollte nach seinem Tod bestenfalls eingefroren oder zumindest gekühlt werden. Bei Haustieren benötigen Taxidermisten außerdem zahlreiche Fotos in verschiedenen Positionen, um den treuen Begleiter möglichst realgetreu nachstellen zu können. Außer Haut und Knochen wird für das ausgestopfte Tier nicht viel vom eigentlichen Körper verwendet. Auf Wunsch heben die meisten Tierpräparatoren die Eingeweide jedoch auf, damit die Besitzer diese beerdigen können. Mithilfe der Fotos werden dann die Proportionen des Tieres aus verschiedenen Materialien bestmöglich nachgebildet. Besonders schwierig ist dabei, die Gesichtszüge und Augenpartie des Vorbilds korrekt darzustellen. Nicht alle Tiere eignen sich allerdings für eine taxidermische Behandlung. Kleine und zerbrechliche Vögel beispielsweise, oder besonders alte und kranke Tiere mit schlechtem Gewebe können nach ihrem Tod oftmals nur schwer präpariert werden.

Wer entscheidet sich dafür, sein Haustier ausstopfen zu lassen?

Dem Großteil der Haustierbesitzer käme wohl nicht in den Sinn, ihr geliebtes Familienmitglied nach seinem Tod ausstopfen zu lassen und es dann im heimischen Wohnzimmer zu drapieren. Trotzdem entscheiden sich weiterhin zahlreiche Menschen für eine Tierpräparation. Die Gründe dafür sind vielseitig — in den meisten Fällen sind die Tierhalter jedoch einfach noch nicht bereit, sich ein für alle Mal von ihrem Vierbeiner zu trennen. Den jahrelangen Begleiter weiterhin in seiner gewohnten Umgebung zu sehen, ihn streicheln zu können oder mit ihm zu reden, erscheint dem Trauernden als beruhigender Trost. Der Tod des Haustieres wirkt damit weniger endgültig. Einige wenige Haustierbesitzer haben allerdings auch ganz andere Dinge im Sinn, wenn sie ihr Tier zum Taxidermisten bringen. Teilweise sollen die verstorbenen Vierbeiner zu Bettvorlegern verarbeitet oder sogar mit den Körperteilen toter Wildtiere zu einem sogenannten Wolpertinger — einer Fantasiekreatur — gemacht werden. Seriöse Tierpräparatoren berufen sich in diesen Fällen jedoch auf die Äußerungen verschiedener Tierschutzverbände, die einen respektvollen Umgang mit dem verstorbenen Tier fordern.

Hundesprache verstehen: So signalisieren Hunde ihre Liebe – Schlafplatz und Ablecken

Rastet ihr Hund vor lauter Freude sprichwörtlich aus, wenn er Sie sieht? Dann ist das ein Zeichen dafür, dass er sich unglaublich freut Sie wiederzusehen. Auch Hochspringen, Schwanzwedeln, Fiepen, Bellen und Lecken spricht für wahre Liebe und Freude darüber, dass Sie wieder da sind. (Symbolbild)
Rastet ihr Hund vor lauter Freude sprichwörtlich aus, wenn er Sie sieht? Dann ist das ein Zeichen dafür, dass er sich unglaublich freut Sie wiederzusehen. Auch Hochspringen, Schwanzwedeln, Fiepen, Bellen und Lecken spricht für wahre Liebe und Freude darüber, dass Sie wieder da sind. (Symbolbild) © Rene Traut/Imago
Nicht nur bei der Begrüßung ist Ablecken ein Liebesbeweis. Meist will er auch zwischendurch damit seine Zuneigung zum Ausdruck bringen. Doch nicht nur seine Liebe zeigt er damit, Ihr Vierbeiner möchte Sie so auch pflegen. Das Ablecken erfahren Hunde bereits im Welpenalter von ihrer Mutter aus genau denselben Gründen. (Symbolbild)
Nicht nur bei der Begrüßung ist Ablecken ein Liebesbeweis. Meist will er auch zwischendurch damit seine Zuneigung zum Ausdruck bringen. Doch nicht nur seine Liebe zeigt er damit, Ihr Vierbeiner möchte Sie so auch pflegen. Das Ablecken erfahren Hunde bereits im Welpenalter aus genau denselben Gründen von ihrer Mutter. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Nahen Körperkontakt möchten Hunde nur mit denen, die sie wirklich mögen. Kuschelt sich ihr Hund also gerne an Sie, ist das ein Liebesbeweis. (Symbolbild)
Nahen Körperkontakt möchten Hunde nur mit denen, die sie wirklich mögen. Kuschelt sich ihr Hund also gerne an Sie, ist das ein Liebesbeweis. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Hunde, die sich an ihre Besitzer lehnen, lieben ihren Menschen. Die Geste zeugt von Vertrauen. Macht er dies auch in beängstigenden Situationen, fühlt sich ihr Vierbeiner bei ihnen sicher. (Symbolbild)
Hunde, die sich an ihre Besitzer lehnen, lieben ihren Menschen. Die Geste zeugt von Vertrauen. Macht er dies auch in beängstigenden Situationen, fühlt sich ihr Vierbeiner bei ihnen sicher. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Bringt Ihr Hund Ihnen sein Lieblingsspielzeug? Wenn ja, schätzen Sie sich glücklich. Denn das teilt er gewiss nur mit denen, die er wirklich mag. Der ganz besondere Liebesbeweis ist es, wenn er es Ihnen sogar ohne Spielaufforderung gibt und präsentiert. (Symbolbild)
Bringt Ihr Hund Ihnen sein Lieblingsspielzeug? Wenn ja, schätzen Sie sich glücklich. Denn das teilt er gewiss nur mit denen, die er wirklich mag. Der ganz besondere Liebesbeweis ist es, wenn er es Ihnen sogar ohne Spielaufforderung gibt und präsentiert. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Kommt ihr Hund auf Sie zu, wenn Sie traurig sind? Mit seinen feinen Instinkten spürt er Ihre schlechte Stimmung meist sofort und möchte Ihnen helfen. Einen größeren Liebesbeweis kann es vermutlich gar nicht geben. (Symbolbild)
Kommt ihr Hund auf Sie zu, wenn Sie traurig sind, gibt es kaum einen größeren Liebesbeweis. Mit seinen feinen Instinkten spürt er Ihre schlechte Stimmung meist sofort und möchte Ihnen helfen. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago
Hat ihr Hund Angst und sucht bei Ihnen Schutz schaut er meist nach oben, um zu sehen, wie Sie reagieren. Überwiegend macht ein Hund das aber nur, wenn er weiß, dass Sie solche Situationen im Griff haben. Ein riesengroßer Vertrauensbeweis, Ihnen gegenüber. (Symbolbild)
Hat ihr Hund Angst und sucht bei Ihnen Schutz schaut er meist nach oben, um zu sehen, wie Sie reagieren. Überwiegend macht ein Hund das aber nur, wenn er weiß, dass Sie solche Situationen im Griff haben. Ein riesengroßer Vertrauensbeweis, Ihnen gegenüber. (Symbolbild) © Frank Sorge/Imago
Die Zuneigung des Hundes, zeigt sich auch darin, dass er gern in Ihrer Nähe schläft. Und wer nicht unbedingt das Bett mit dem Vierbeiner teilen möchte, kann ihm ein Körbchen in die Nähe stellen. So machen Sie ihren Vierbeiner mit Sicherheit glücklich. (Symbolbild)
Die Zuneigung Ihres Hundes, zeigt sich auch darin, dass er gern in Ihrer Nähe schläft. Und wer nicht unbedingt das Bett mit dem Vierbeiner teilen möchte, kann ihm ein Körbchen in die Nähe stellen. So machen Sie ihren Vierbeiner mit Sicherheit glücklich. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Ausgestopfte Haustiere: Deshalb wird davon abgeraten

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Wer ernsthaft in Betracht zieht sein Haustier nach dessen Tod ausstopfen zu lassen, der sollte diese Entscheidung besser noch einmal überdenken. Die renommierte Erlanger Psychologin Andrea Beetz erklärte im WELT-Interview dazu unter anderem, dass der Abschied von einem geliebten Tier kaum möglich sei, wenn der ausgestopfte Körper weiterhin dauerhaft anwesend ist. Oftmals handele es sich um den verzweifelten Versuch des Besitzers, den Tod des Tieres zu ignorieren und den Trauerprozess dadurch hinauszuzögern. Sinnvoller sei es ihrer Meinung nach, sich Zeit für den Abschied zu nehmen, Emotionen zuzulassen und den Verlust auf diese Weise langsam zu verarbeiten. Da Haustiere heutzutage als Familienmitglieder angesehen werden, sollte man ihren Tod auch ähnlich verarbeiten wie den eines Angehörigen. Überdies kann die Tierpräparation auch im Nachhinein psychische Folgen nach sich ziehen. Einige Besitzer kommen später nicht mit der Vorstellung zurecht, was ihrem geliebten Begleiter beim Ausstopfen angetan wurde. Zu bedenken ist außerdem, dass auch ein Haustier Eigenheiten und Charakterzüge hat, die nur schwer in einem ausgestopften Präparat nachempfunden werden können. Die taxidermische Behandlung wird damit nicht nur zur Enttäuschung, sondern erschwert sogar potentiell die schönen Erinnerungen an den vierbeinigen Freund.

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago

Kommentare