Tipps für die Heckenpflege

Heckenpflege: Welche Pflege Ihre Hecke nach dem Schnitt braucht

Hecken sind eine naturnahe Alternative zu Zäunen, brauchen aber regelmäßige Rückschnitte. Doch welche Pflege benötigt Ihre Hecke nach dem Schnitt?

Hecken sorgen nicht nur für einen angenehmen grünen Akzent an der Grundstücksgrenze, sie schaffen auch wertvolle Lebensräume. Vögel können hier ungestört nisten, Igel und andere Kleintiere finden Schutz im Unterholz und dem welken Laub. Auch Insekten finden geeignete Rückzugsräume und eventuelle Blüten zum Bestäuben. Damit Ihre Hecke üppig wächst und gedeiht, müssen Sie jedoch regelmäßig zur Schere greifen. Und in der kritischen Zeit nach dem Rückschnitt sollten Sie Ihrem grünen Sichtschutz eine besondere Pflege zukommen lassen.

Schon beim Schneiden an die Pflege denken

Damit Ihre Hecke den Rückschnitt gut verträgt, beachten Sie schon beim Schneiden ein paar Dinge. Wählen Sie zunächst einen Tag mit gemäßigtem Klima – im Winter sollte es möglichst frostfrei und im Sommer nicht zu heiß sein. Am besten eignen sich bewölkte Tage, sonst könnten die nun freigelegten Blätter und Triebe in der Sonne verbrennen.

Schneiden Sie Ihre Hecke am besten per Hand mit einer Heckenschere.

Meist reicht eine scharfe Handschere

Wenn Sie Ihrer Hecke etwas Gutes tun möchten, schneiden Sie diese nur mit einer Handschere zurück, damit Sie möglichst wenig Blätter verletzen. Mit einer klassischen Heckenschere (werblicher Link) können Sie nämlich besonders präzise, sauber und schonend arbeiten. Und bei etwas dickeren oder ausgefransten Ästen reicht oft schon eine normale Gartenschere. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass Ihre Schneidwerkzeuge möglichst scharf sind.

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Heckenpflege: Nie zu viel auf einmal abnehmen

Schneiden Sie Ihre Hecke lieber einmal mehr und nehmen Sie dafür nicht allzu viel auf einmal ab. Denn einen kräftigen Rückschnitt brauchen Hecken nicht allzu oft. Ist doch einmal ein Verjüngungsschnitt notwendig, benötigt die Hecke einige Zeit, um sich wieder zu regenerieren. In dieser Zeit ist sie anfälliger für Schädlinge, Pilze und andere Krankheiten.
Einen weniger starken Schnitt verträgt sie hingegen deutlich besser. Und danach benötigt sie auch nicht so viel zusätzliche Pflege.

Nach dem Heckenschnitt: Wohin mit dem Verschnitt?

Nach dem Schneiden fragen Sie sich bestimmt, was Sie nun mit den ganzen Schnittresten machen sollen. Wir haben einige Anregungen zusammengetragen:

  • Kleine Äste und dünne Stämme können Sie als Brennholz nutzen.
  • Mulchen Sie Ihre Hecke nicht mit zerkleinerten Schnittresten. Damit ersticken Sie die kleinen Gewächse und Kräuter am Boden und zerstören damit einen wichtigen Lebensraum.
  • Wenn Sie am Ende ein paar gekappte Äste in die Hecke einfädeln, verbessern Sie die Nistmöglichkeiten für Vögel.
  • Sie können das Totholz auch einfach auf einem Haufen im Garten zu einer Hecke stapeln. Solche Haufen dienen zahlreichen Käfern, Wildbienen und anderen Insekten als Lebensraum.

Hecke nach dem Rückschnitt: Am besten direkt düngen

Beim Rückschnitt fallen zuerst die äußeren Blätter der Schere zum Opfer, die oft am produktivsten sind. Die nun nachrückenden, vormals inneren Blätter brauchen erstmal eine Menge Energie, um so groß und kräftig zu werden. Dafür ist eine Extraportion Energie nötig und darum sollten Sie Ihre Hecke nach dem Schnitt möglichst sofort düngen. So bekommt sie alle wichtigen Nährstoffe zurück, um wieder kraftvoll und üppig auszutreiben. Dadurch wird sich Ihre Hecke deutlich schneller vom Rückschnitt erholen. Im Handel finden Sie spezielle Dünger, die auf die Ansprüche von Heckenpflanzen abgestimmt sind. Informieren Sie sich aber stets vorher, ob ein bestimmter Dünger für Ihre Hecke passend ist.

Rubriklistenbild: © Phillip Waterman/Imago

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