VonVivian Wergschließen
Im Herbst können Sie den Grundstein für das nächste Gartenjahr legen. Doch bei manchen Pflanzen sollten Sie besser bis zum Frühjahr warten.
Kassel – Der schöne Spätsommer ist vorbei: Am Abend wird es früher dunkel, draußen ist es spürbar kühler und der Herbst hält allmählich Einzug.
Für viele Hobbygärtner ist die Gartensaison aber noch nicht vorbei. Denn vorbereitend auf den Winter gibt es im Herbst noch einiges im Garten zu tun. Buntes Herbstlaub einsammeln und sinnvoll verwerten, Rasen mähen und düngen, empfindliche Pflanzen vor Kälte schützen. Aber auch das Einpflanzen neuer Gewächse bietet sich an. Denn tatsächlich sei der Zeitpunkt Experten zufolge ideal, um winterharte Stauden und Gehölze zu pflanzen. Es gibt aber Ausnahmen: einige Gewächse eignen sich, wie das Gartenmagazin Mein schöner Garten schreibt, nicht für eine Herbstpflanzung.
Gartenglück im Herbst: Diese fünf Gewächse sollten Sie lieber im Frühjahr pflanzen
Im Herbst muss man keineswegs auf eine schöne Farbenpracht im Garten verzichten. Denn laut dem Naturschutzverbund Deutschland (NABU) gibt es viele heimische Gehölze, wie das Europäische Pfaffenhütchen oder Felsenbirne, die Farbe in die Gärten bringen und durch das Grau im Herbst leuchten. Zudem bieten sie Insekten Nahrung vor dem langen Winter. Allerdings ist früher Nachtfrost im Herbst keine Seltenheit. Mit rechtzeitigen Notfallmaßnahmen können sie erfrorene Pflanzen noch retten.
Gehölze kann man über das ganze Jahr kaufen und zu jedem Zeitpunkt pflanzen – „vorausgesetzt der Boden ist frostfrei“, heißt es laut Mein schöner Garten. Viele Hobbygärtner bringen Sträucher und Bäume folglich gerne im Herbst in den Boden, da die Gehölze meist ihr oberirdisches Wachstum bereits abgeschlossen haben. Folgende Gewächse sollten dem Gartenmagazin zufolge aber besser im Frühjahr und nicht im Herbst gepflanzt werden:
- Hortensien: Eigentlich haben übliche Hortensien keine Probleme mit Kälte. Doch manche Arten sind sehr Frost- und Nässeempfindlich. Daher wird empfohlen, bis zum Frühjahr zu warten. Das Pflanzloch sollte eher breit als tief sein, da sich die Wurzeln zur Seite hin ausbreiten wollen.
- Kirschlorbeer: Im Gegensatz zu einheimischen Nadelbäumen wie Fichte, Kiefer oder Tanne, haben immergrüne Laubbäume wie Kirschlorbeer und Buchsbaum keinen Schutzmechanismus, die sie vor zu hohem Wasserverlust und Austrocknung schützt. Sie können ihre Verdunstungsrate im Winter nicht regulieren. Gerade frisch gepflanzt könnten sie besonders bei Dauerfrost Wasserversorgungsprobleme bekommen. Tipp: Eine Schicht Rindenmulch hält die Feuchtigkeit im Boden.
- Lavendel: Sie mögen es am liebsten warm, sonnig und geschützt. Hier bietet sich sogar ein sehr später Zeitpunkt nach den Eisheiligen (Spätfrost im Mai) an. Mit zu viel Nährstoffen im Boden tut man ihnen zudem keinen Gefallen.
- Rhododendron: Da die Pflanzen flach unter der Oberfläche wurzeln, sind sie der Kälte besonders ausgesetzt. Daher ist es besser, sie im späten Frühjahr in den sich erwärmenden Boden zu pflanzen. Außerdem reduziert sich damit auch die Gefahr der Frosttrocknis.
- Wärmeliebende Obstgehölze: Viele wärmeliebende Obstgehölz sind eher im Mittelmeerraum heimisch. Dank neuer, kältetoleranterer Sorten gedeihen sie nun auch in kühleren Regionen. Im Jungpflanzenstadium sind sie jedoch stark durch Frost gefährdet, weshalb sich eine Frühjahrspflanzung besser eignet. So können sie gut eingewurzelt in den nächsten Winter gehen.
- (Quelle: Mein schöner Garten)
„Besonders bei Frost gehen viele Pflanzen ein, nicht weil sie erfrieren, sondern weil sie vertrocknen“, sagt Gartenexperte Elmar Mai gegenüber dem ZDF. „Besprühen Sie die Pflanzen bei Frost, um die Blätter mit einer Eisschicht vor dem Vertrocknen zu schützen“, rät Mai.
Gehölze im Herbst planzen: Das sollten Sie beachten
An frostfreien Tagen können bis Anfang Dezember viele robuste, winterharte Stauden und Gehölze gepflanzt werden. Vor dem Einpflanzen rät der NDR, die Erde vorher möglichst tief aufzulockern und von Unkraut zu befreien. Gehölze und Stauden sollten zudem vorher gewässert werden. Um Gehölze und Stauden vor dem ersten Frost zu schützen, sollten Sie einige Dinge beachten.
Herbst im Garten: 10 Arbeiten, die noch vor dem Winter anstehen – Rasen, Gartenschlauch, Laub




Damit Pflanzen gut durch den Winter kommen, ist eine Mulchschicht ratsam. Laub schützt zusätzlich vor starken Frost. Zimmerpflanzen verschönern gerade in den kalten Monaten das Haus und die Wohnung. Aber Vorsicht: einige Pflanzen sollten besser nicht auf der Fensterbank stehen. (Vivian Werg)
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