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Ein Ablageort für Pakete soll Zustellern und Empfängern das Leben erleichtern. Ein Mitarbeiter von Hermes scheint es jedoch zu weit getrieben zu haben.
München – Ein alternativer Ablageort ist für viele Verbraucher ein echter Segen. Ist jemand nicht zu Hause, können Lieferer die Pakete einfach an einem dafür vorgesehenen Ort platzieren oder in vielen Fällen auch beim Nachbarn übergeben. Manchmal entsteht diese Vereinbarung sogar stillschweigend zwischen Lieferunternehmen und Empfänger. Problematisch wird es, wenn dadurch ein Nachteil entsteht. Ein Mann berichtet von seiner schlechten Erfahrung mit dem Paketboten.
Bote wirft Paket auf Balkon – Mann findet es tagelang nicht: „Lag auch noch ein anderes da“
Auf Facebook teilt der Mann einen Beitrag. Darin beschreibt er, dass ein Mitarbeiter von Hermes ihn zunächst nicht angetroffen hatten. Der User erklärt: „Er warf das Paket dann über eine Balkonbrüstung im Erdgeschoss im Nachbargebäude und klebte mir einen Lieferschein an die Haustür.“
Zunächst schien dem Empfänger der Ablageort jedoch gar nicht ersichtlich zu sein. „Ich klingelte mehrfach bei den Leuten, nicht wissend, dass das Paket zwei Tage im Regen auf dem Balkon liegt, bis mich ein anderer Nachbar darauf aufmerksam machte, dass das mein Paket auf dem Balkon sein könnte“. In seinem Beitrag teilt er Fotos, die sein Paket auf dem Balkon zeigen sollen. Auch das Foto eines Paketes auf einem Aschenbecher sorgte für Aufmerksamkeit im Netz.
Um an das Paket heranzukommen, musste der Mann kreativ werden. Denn offenbar handelte es sich dabei nicht einmal um den eigenen Balkon des Mannes. „Ich borgte mir von einem Handwerker, der zufällig in der Straße arbeitete, eine lange Stange und angelte das Paket vom Balkon. Es war meins“, erklärt der Mann und führt aus: „Es lag auch noch ein anderes Paket da“.
„Nichts beschädigt, außer meinem Glauben an ihre Mitarbeiter“: Mann nach Paket-Odyssee in Wut
Immerhin scheint die Ware darin noch unbeschädigt zu sein. Der Mann erklärt – jedoch mit einem kleinen Seitenhieb: „Zum Glück ist nichts beschädigt, außer meinem Glauben an ihre Mitarbeiter. Das ist wirklich unverschämt.“ Auch ein DHL-Bote sorgte mit seinem Ablageort für Spott.
Im Netz kommentieren viele Menschen die Bilder. Ein Mann schreibt: „Das ist die Krönung, nein, der Gipfel der Frechheit.“ Ein anderer schreibt: „Ganz ätzend, passiert hier ähnlich auch häufig, leider.“ Damit ist die Personen nicht die einzige: „Ein leidiger Dauerzustand bei fast allen Lieferdiensten. Kenn’ ich nur zu gut“.
Doch die Meinungen sind stark geteilt. Viele berichten von guten Erfahrungen mit den Paketboten des Unternehmens: „Bei uns läuft es gut mit Hermes, der Bote legt das Paket sogar immer vorausschauend unter meinen Terrassentisch, damit es bei Regen nicht nass wird.“ Auch ein anderer kommentiert: „Das Problem habe ich mit Hermes nicht, habe eine Wunschzustellung abonniert, und kann es jederzeit in dem Paketshop abholen, seit dem klappt es immer“. (bk)
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