Erhöhte Herzfrequenz birgt Gefahren

Hoher Puls kann auf Diabetes oder Bluthochdruck hindeuten – Herzschwäche und Herzinfarkt drohen

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Der Puls zeigt an, wie schnell das Herz Blut durch den Körper pumpt. Stress und Krankheiten wirken negativ auf den Ruhepuls – das Herzinfarkt-Risiko steigt.

In der Regel prüft ihn der Arzt zusammen mit dem Blutdruck – dabei ist es wichtig, dass jeder selbst seinen Ruhepuls hin und wieder kontrolliert. Der Herzschlag pro Minute lässt sich einfach am linken oder rechten Handgelenk ertasten. Ist der Ruhepuls zu hoch, erhöht sich die Gefahr für Schäden am Herz. Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose, Herzinfarkt und Herzschwäche sind in Deutschland die häufigste Todesursache. Neben dem Bluthochdruck ist auch zu hoher Puls ein Risikofaktor dafür. Das häufige Schlagen ist anstrengend für das Herz und kann im schlimmsten Fall tödlich enden. Wer dauerhaft unter erhöhtem Ruhepuls mit Herzrasen leidet, hat ein größeres Risiko für Herzinfarkt.

Ein normaler Puls ist wichtig – Was bedeutet das?

Ein hoher Ruhepuls, der selbst einfach am Handgelenk kontrolliert werden kann, ist ein Risikofaktor für Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt sowie Herzschwäche. (Symbolbild)

Die Schläge, die wir am eigenen Handgelenk oder auch seitlich am Hals spüren, sind Pulswellen. Diese entstehen durch die Bewegung des Blutes, das bei jedem Herzschlag gegen die Arterienwände gedrückt wird. Der Puls entspricht der Herzfrequenz, das heißt dem Herzschlag pro Minute. Um einen realen Wert eines Ruhepuls zu erhalten, wird der Puls auch „in Ruhe“ gemessen, im Sitzen oder Liegen. Bei Herzrhythmusstörungen kann der messbare Puls tatsächlich vom Herzschlag abweichen, ein sogenanntes Pulsdefizit, wie es der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtet.

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Ein normaler Puls zeigt eine Herzfrequenz von 60 bis 80 Schlägen pro Minute, so die Deutsche Herzstiftung. Dabei kann der Puls auch tages- und belastungsabhängig schwanken. Alter, Anstrengung und körperliche Fitness sind Faktoren, die den Pulsschlag beeinflussen. Zur Orientierung: Freizeitsportler haben meist einen Puls zwischen 60 und 70, untrainierte Menschen häufig über 80. Bei Spitzensportlern schlägt das Herz im Ruhezustand nur ca. 40 Mal pro Minute.

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Nüsse bremsen die Arterienverkalkung.
Nüsse bremsen die Arterienverkalkung. Sie enthalten Ballaststoffe, Magnesium, mehrfach ungesättigte Fette, Vitamin E und Antioxidantien – alles Bestandteile, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Vor allem in Mandeln, Hasel- und Erdnüssen ist reichlich Vitamin E enthalten, das die Aufnahme der schädlichen LDL-Fettpartikel im Blut verhindert und so vor Arteriosklerose schützt. (Symbolbild) © Achim Sass/Imago
Spinat ist reich an Folsäure, das vor Arterienverkalkung schützt.
Spinat ist reich an Folsäure, die vor Arterienverkalkung schützt. Es enthält viel Vitamin D und E, welche die Aufnahme des schlechten LDL-Cholesterin verhindert, wodurch weniger Ablagerungen entstehen und die Arterien nicht verengt werden. (Symbolbild) © Vitalina-Rybakova/Imago
Olivenöl senkt Blutdruck und das schädliche LDL-Cholesterin im Blut, sodass das Risiko für Arteriosklerose reduziert wird.
Laut „Deutscher Herzstifung“ senkt Olivenöl nachweislich das schädliche LDL-Cholesterin im Blut, sodass das Risiko für Ablagerungen in den Gefäßen, der Arteriosklerose, ebenfalls vermindert wird. Die Gefahr, an einer Herzkranzgefäßerkrankung zu erkranken, reduziert sich erwiesenermaßen. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Zwiebel und Knoblauch wirken als natürliche Gefäßputzer, da ihre enthaltenen Öle Arteriosklerose vorbeugen.
Zwiebel und Knoblauch geben unseren Gerichten nicht nur den nötigen Pfiff, sie wirken auch als natürliche Gefäßputzer, da ihre enthaltenen Öle Arteriosklerose vorbeugen. Vor allem Knoblauch kann das Herz gesund halten: Die Knolle regt die Stickstoffproduktion im Körper an und verbessert dadurch die Dehnbarkeit und Elastizität unserer Arterien. (Symbolbild) © YAY Images/Imago
Omega-3-Fettsäuren in Zucht- und Wildlachs verhindern die Bildung von Blutgerinnseln und verhindern Arterienverkalkung.
Der hohe Gehalt an Omega-3-Fettsäuren in Zucht- und Wildlachs verhindert die Bildung von Blutgerinnseln und wirkt der Plaques-Bildung an den Wänden der Arterien entgegen. (Symbolbild) © foodandmore/Imago
Avocados enthalten einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, welche die Zellen elastisch halten und verhindern, dass die Arterien verstopfen.
Laut „Medical Tribune“ reduziert der Verzehr von Avocado schädliche Lipoproteine. Avocados enthalten einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, welche die Zellen elastisch halten und verhindern, dass die Arterien verstopfen. Also ruhig öfters mal Guacamole auf den Speiseplan nehmen, den auch hierzulande beliebten Avocado-Dip der mexikanischen Küche. (Symbolbild) © Artjazz/Imago
Besonders Red Delicious oder Granny Smith-Äpfel enthalten sogenannte Procyanidine, die Blutgerinnseln und Arterienverkalkung vorbeugen.
Besonders Red Delicious oder Granny Smith-Äpfel enthalten sogenannte Procyanidine. Das sind Stoffe, die die Fähigkeit besitzen, Blutgerinnseln vorzubeugen. Darüber hinaus können sie auch die Arterien elastisch halten und stärken. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Vor allem rote Grapefruits können erhöhte Blutfettwerte, ein Hauptrisiko für das Entstehen von Arteriosklerose dar, senken.
Grapefruits sind nicht nur reich an Vitamin C, sie helfen auch beim Abnehmen. Zudem haben israelische Forscher herausgefunden, dass vor allem rote Grapefruits stark erhöhte Blutfettwerte positiv beeinflussen können. Erhöhte Blutfettwerte stellen ein Hauptrisiko für das Entstehen von Arteriosklerose dar, so die „Deutsche Apotheker Zeitung“. (Symbolbild) © Lubo Ivanko/Imago
Anthocyane der Heidelbeere sollen die Gefäße elastisch halten und so vor Arterienverkalkung schützen.
Blaubeeren gehen immer, als Dessert oder Snack zwischendurch – vor allen Dingen, weil sie durch ihre sekundären Pflanzenstoffe, die sogenannten Flavonoide, freie Radikale im Körper unschädlich machen. Anthocyane, die Wirkstoffe der Heidelbeere, sollen Entzündungen im Körper entgegenwirken, die Gefäße elastisch halten und so vor Arterienverkalkung schützen. (Symbolbild) © Larissa Veronesi/Imago
Grüner Tee enhält Procyanidine, das die Elastizität der Arterien steigert.
Wie Äpfel enthält auch grüner Tee Procyanidine, das die Elastizität der Arterien steigert und den Sauerstoff sowie die Nährstoffe besser zu den Geweben, Muskeln und Organen transportieren kann. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago

Welcher Puls ist gefährlich?

Ein dauerhaft hoher Puls kann ein Anzeichen für mangelnde körperliche Kondition sein. Ursachen dafür sind häufig Rauchen, hoher Kaffee- und Alkoholkonsum sowie wenig Bewegung. Ein hoher Ruhepuls kann jedoch auch ein Warnzeichen für eine Erkrankung wie Diabetes, Bluthochdruck oder Übergewicht sein. Schlägt das Herz anhaltend mit über 140 Schlägen pro Minute, droht eine gefährliche Herzschwäche. Hormonelle Veränderungen oder eine Schilddrüsenüberfunktion können ebenfalls einen erhöhten Ruhepuls mit Herzrasen verursachen.

Zu hoher Puls, auch in der Nacht: Anzeichen für Herzschwäche mit Herzinfarkt-Risiko

Im Schlaf und in der Nacht sinkt die Pulsfrequenz normalerweise. Dann schaltet unser Körper in den Ruhemodus und das Herz pumpt weniger Blut. Ein schwaches oder krankes Herz kommt häufig auch dann nicht zur Ruhe, sobald die betroffene Person schläft. Der Ruhepuls liegt dann weiterhin bei rund 80 Schlägen pro Minute. Experten sprechen in diesen Fällen von einem starren Puls. Er tritt häufig bei Diabetikern auf und erhöht das Risiko für Herzinfarkt und plötzlichen Herztod.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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