Gesundheit

Avocado: Herzinfarkt-Risiko kann durch das Superfood enorm gesenkt werden

  • schließen

Eine Erkrankung des Herz-Kreislaufsystems ist die häufigste Todesursache. Eine Studie verspricht jetzt, dass Avocados das Risiko für einen Herzinfarkt mindern können.

Hamm - Mehr als 300.000 Menschen in Deutschland - rund 30 Prozent aller Todesfälle - sind im Jahr 2019 an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung gestorben - darunter waren viele Herzinfarkte. Ernährung ist dabei ein wichtiges Thema: Eine neue Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt jetzt, dass der regelmäßige Konsum eines Superfoods das Herzinfarkt-Risiko erheblich verringern kann.

Weltgesundheitsorganisation (WHO)Sonderorganisation der Vereinten Nationen
SitzGenf
Gründung7. April 1948

Herzinfarkt: Dieses Superfood kann das Risiko deutlich senken

Die Studie der WHO „Avocado Consumption and Risk of Cardiovascular Disease in US Adults“ (Deutsch: Avocado-Konsum und Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Erwachsenen in den USA) wurde jetzt im Journal of the American Heart Association veröffentlicht. An der über vier Jahre angelegten Studie nahmen mehr als 68.000 Frauen und mehr als 41.000 Männer teil.

Demnach senkt der Konsum einer Avocado in der Woche das Risiko einer koronaren Herzkrankheit um 21 Prozent. Die Studienteilnehmer haben zweimal wöchentlich 160 Gramm der Frucht (ungefähr eine ganze Frucht) gegessen. Bei einer koronaren Herzkrankheit sind die großen Adern verengt, die den Herzmuskel mit Sauerstoff versorgen - die Folge kann ein Herzinfarkt sein. Auf das Risiko eines Schlaganfalls lassen sich die Ergebnisse laut Studie nicht übertragen.

Avocados kommen vor allem aus Spanien, Peru und Kenia, kleinere Mengen auch aus Chile, Argentinien und Mexiko. (Symbolbild)

Avocado mag eine harte Schale und einen harten Kern haben - was dazwischen steckt, ist allerdings nicht nur cremig, sondern auch richtig gesund. Die Nährstoff-Bombe liefert wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Die „grüne Beere“ ist ein Top-Superfood. Mit einem einfachen Tipp wird Avocado sogar niemals braun.

Avocado ist ein Superfood: Darum ist der Konsum gesund

Das Fitness-Portal fitforfun.de hat zusammengefasst, warum der Konsum von Avocados so gesund ist:

  • Nährstoff-Bombe: Avocados liefern Nährstoffe, die in vielen Prozessen im Körper eine Rolle spielen. So liefert die grüne Frucht eine Menge gesunder ungesättigter Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Beispielsweise verfügen Avocados über die Vitamine B, C1, E und K.
  • Entzündungshemmend: Im Gegensatz zu vielen Produkte, enthalten Avocados gesunde Fette und sind reich an Ölsäure, welche zur antientzündlichen Ernährung beiträgt.
  • Kalium-Lieferant: Ist der Körper nicht ausreichend mit Kalium versorgt, können Nerven- und Muskelreize nicht vernünftig weitergeleitet werden. Avocados haben einen hohen Kalium-Anteil und können folglich sogar auch den Blutdruck senken.
  • Unterstützen die Verdauung: Ballaststoffe reichern die normale Darmfunktion an und lockern den Stuhl auf. Idealerweise sollte ein Erwachsener 30 Gramm Ballaststoffe zu sich nehmen. Bereits in 100 Gramm Avocado sind in etwa sechs Gramm Ballaststoffe vorhanden.
  • Stärken die Sehkraft: Wer sich vor Augenkrankheiten im Alter schützen möchte, sollte ausreichend Lutein konsumieren. Dieses Antioxidans wird von Avocados geliefert.
  • Senken den Cholesterinspiegel: Um den Cholesterinspiegel zu senken, ist eine Ernährung mit ausreichend ungesättigten Fettsäuren von Bedeutung. Glücklicherweise sind davon reichlich viele in Avocados vorhanden.

Die Studie aus den USA untersuchte darüber hinaus die Auswirkungen, wenn pro Tag ein Viertel Avocado anstatt Margarine, Butter, Ei, Joghurt, Käse oder verarbeitetem Fleisch gegessen werden. Das Ergebnis: Das Risiko von Herzkrankheiten sinkt wiederum, und zwar um 16 bis 22 Prozent.

Avocado: Die Probleme bei den beliebten Früchten

„Auch wenn Avocados sehr gesund sind, sollten wir sie nicht in rauen Mengen essen“, teilt das Verbraucherportal Utopia.de mit. Bis nach Deutschland sei der Transportweg der Frucht schlichtweg zu lang. Außerdem werde sehr viel Wasser beim Anbau benötigt. Das Verbraucherportal rät: „Auch mit einer ausgewogenen, regionalen Diät kann man etwas für die eigene Herzgesundheit tun.“

Chiasamen, Avocados und Gojibeeren gelten als gesunde Superfoods. Aber: Sie haben eine weite Reise hinter sich, wenn sie auf unseren Tellern landen. Gut, dass es klimafreundlichere Alternativen gibt. Für unterwegs gilt: Bananen und Äpfel sind willkommene Snacks. Doch wohin mit den Resten? In die Natur werfen, ist jedenfalls keine gute Idee. Es droht sogar ein Bußgeld. *wa.de und Merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © IMAGO / Simona Pilolla

Kommentare