Doku bei RTL Zwei

„Einfach hingeschmissen“: Kindergeld-Bezieherin bricht Ausbildung ab – Mutter reagiert wütend

  • schließen

Eine 19-jährige Alleinerziehende ändert plötzlich den Kurs. Sie unterbricht eine Ausbildung – und das zum Ärger ihrer Mutter.

München – Direkt von der Schulbank in die Berufswelt: Diesen Pfad wählen viele junge Menschen nach ihrem Schulabschluss, um praktische Erfahrungen zu sammeln. Eine der Hauptfiguren der RTL-Zwei-Serie „Hartz und Herzlich“ begann ebenfalls eine Ausbildung – schloss sie jedoch (zumindest vorerst) nicht ab. Ihre Mutter kann das nicht nachvollziehen.

„Habe mich geärgert“: Mutter über Ausbildungsabbruch ihrer Tochter aufgebracht

Die Ausbildung zur Physiotherapeutin ist komplex und umfasst Themen wie Anatomie, Bewegungslehre und vieles mehr. Sie dauert in der Regel drei Jahre. „Hab ich euch das schon gesagt gehabt, dass ich beim Bäcker....?“, fragte die 19 Jahre alte Protagonistin Michelle am Essenstisch, als sie bei ihrer Mutter zu Besuch ist. Die nickt – begeistert ist sie aber nicht, das ist schnell offensichtlich. Michelle ist bereits selbst Mutter eines Kleinkindes ist und bezieht Unterhalt sowie Kindergeld, das monatlich ausgezahlt wird.

Sie hat ihre Ausbildung an der Physio-Schule unterbrochen und einen Job in einer Bäckerei angenommen .„Ich hab mich bisschen geärgert, weil ich gesehen habe, wie Michelle gepaukt hat und die Ausbildung dann einfach hingeschmissen hat“, sagte die Mutter in die Kamera. Doch eigentlich kann von einem richtigen Ausbildungsabbruch gar nicht die Rede sein.

Die Mutter von „Hartz und Herzlich“-Protagonistin Michelle ist nicht mit deren Arbeits-Entscheidung zufrieden.

Der Wechsel der Schule war zum Teil auf die Gebühren zurückzuführen, die Michelle für die Physio-Schule zahlen musste: 200 Euro pro Monat. Diese wollte sie loswerden. „Und dann habe ich herausgefunden, dass es hier in Rostock noch eine zweite Schule gibt, die ausbildet.“ An dieser Schule fallen keine Gebühren an, erklärte die alleinerziehende Mutter.

Der Wechsel verlief jedoch nicht wie erhofft, was zu einer einjährigen Ausbildungspause führte. „Ich arbeite ja nur auf Teilzeit da. Es ist ja nicht so, als wäre das mein Hauptberuf“, sagte Michelle auf die Kritik ihrer Mutter hin. Eine Übergangslösung quasi.

Förderungsmöglichkeiten während einer Ausbildung

Wer eine Ausbildung macht, kann finanzielle Unterstützung beantragen. So informiert die Agentur für Arbeit auf ihrer Website: „Wenn du eine schulische Berufsausbildung machst, kannst du unter bestimmten Voraussetzungen BAföG erhalten. Die Abkürzung steht für Bundesausbildungsförderungsgesetz.“ Nicht zuletzt gibt es BAföG auch für Auszubildende mit Familienverantwortung – wie etwa in Michelles Fall. Zuletzt wurde eine Reform der Ampel-Koalition beschlossen. Schüler und Studenten sollen somit zukünftig mehr BAföG erhalten.

Die Ausbildung vorzeitig abbrechen – fast 30 Prozent der Azubis machen das

Anders als Michelle beenden etliche Auszubildende die Lehrjahre vor dem Abschluss. Im Jahr 2022 wurden 155.325 Ausbildungsverträge aufgelöst – ein Höchststand. Das geht aus Berechnungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hervor, auf die sich die Tagesschau bezieht. Die Lösungsquote lag somit bei 29,5 Prozent. (mbr)

Rubriklistenbild: © Screenshot RTL2

Kommentare