„Gefährlicher Sommer“

Vorbeugen gegen Hitzetote: Sieben Tipps helfen bei hohen Temperaturen

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Hohe Temperaturen können zur Belastung werden und Gesundheitsschäden verursachen oder sogar zum Hitzetod führen.
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Hitze hat Auswirkungen auf den menschlichen Körper und die Gesundheit. Umso wichtiger ist es, sich auf die nächste Hitzewelle vorzubereiten.

„Der Klimawandel wird Hitzeschutz zu einem Dauerproblem machen“, davor hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) laut Informationen der Deutschen Presseagentur (dpa) kürzlich gewarnt. Damit zukünftig in jedem Sommer nicht Tausende Bürger unnötigerweise sterben müssten, ruft der SPD-Politiker zu systematischen Vorbereitungen und zu mehr Vorbeugung gegen Gesundheitsschäden und Hitzetote auf. Anlässlich der Fußbball-Europameisterschaft, die in diesem Jahr in Deutschland stattfinden wird und am 14. Juni beginnt, sollen Fans bei dem Großereignis ganz besonders gewarnt werden.

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Geundheitsschäden und Tote durch Hitze vermeiden: Lauterbach ruft zur stärkerer Vorbeugung auf

Hohe Temperaturen haben vor allem Folgen für ältere Menschen und Kranke. Aber auch für andere Risikogruppen wie etwa Kinder, chronisch Kranke, allein lebende Personen sowie Pflegebedürftige kann Hitze zur Gefahr werden. Laut Lauterbach könnte es in puncto Hitze „ein gefährlicher Sommer“ werden. Auch wenn die Zahl der Hitzetode (3200) 2023 im Vergleich zum Vorjahr (4500) 2022 laut Informationen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zurückgegangen ist, bleibt Hitze in Westeuropa aufgrund seiner vergleichsweise alten Bevölkerung und vielen Menschen in den Städten ein besonderes Problem. Denn meist seien es wenige Hitzetage, an denen jedoch Hunderte Menschen sterben.

Nach einem erste Hizteschutzplan, welcher im vergangenen Jahr bereits von Lauterbach vorgelegt wurde, präsentierte das Ministerium nun Vertretern aus Ländern, Kommunen, Gesundheitswesen und Wissenschaft Empfehlungen für praktischen Hitzeschutz in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Zudem gelte es im Hinblick auf die Fußball-EM Fans in ganz besonderer Weise zu warnen und auch Hilfestellungen anzubieten, schließlich werden nicht nur die Spiele im Freien ausgetragen: Auch große Fanfeste werden voraussichtlich draußen stattfinden. Bei diesem speziellen Anlass im Sommer ist deshalb ein guter Hitzeschutz unbedingt erforderlich.

Immunsystem stärken und so Grippe bis Corona vorbeugen – acht einfache Regeln

Frau hält Glas Wasser in der Hand.
Wer ausreichend trinkt, hält die Schleimhäute in Mund und Rachen feucht. Das ist wichtig, weil diese die erste Schutzbarriere des Körpers gegen Viren und Bakterien darstellen. Trocknen die Schleimhäute aus, können Viren leichter andocken und sich einen Weg in den Körper bahnen. Auch das Lutschen von Bonbons hilft dabei, die Schleimhäute feucht zu halten.  © Tanya Yatsenko/Imago
Korb voll mit Gemüse und Obst
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse sorgt dafür, dass dem Körper wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zugeführt werden. Es wird vermutet, dass ein Zusammenhang zwischen einem gesunden Darm und einem gesunden Immunsystem besteht, denn ein Großteil der Antikörper produzierenden Zellen befinden sich im Darm, informiert das Portal München Klinik, der Gesundheitsversorger der Stadt München. © Oleksandr Latkun/Imago
Frau krault im Schwimmbad
Auch Bewegung macht uns weniger anfällig für Krankheitserreger. Mitverantwortlich ist die antientzündliche Wirkung von Sport und Bewegung auf unseren Körper. Davon profitiert auch unser Immunsystem, so Professor Karten Krüger von der Justus-Liebig-Universität in Giessen im Interview mit der Krankenkasse BKK Provita. Sein Forschungsgebiet: Die Wirkung von Bewegung auf unser Immunsystem. Ihm zufolge wird man seltener krank und übersteht eine Erkrankung besser, wenn man sich regelmäßig bewegt, gut schläft, sich ausgewogen ernährt und ein gutes Stressmanagement pflegt.  © Imago
Hand, die Weinglas und Zigarette hält
Inhaltsstoffe in Zigarettenrauch und Alkohol blockieren die körpereigene Abwehr und machen uns so anfälliger für Krankheiten. Nach einer durchzechten Nacht kann das Immunsystem Studien zufolge sogar bis zu 24 Stunden lang nicht wie gewohnt arbeiten, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Auch Rauchen fördert wie Alkohol Entzündungsprozesse im Körper, was eine erhöhte Anfälligkeit für Atemwegsinfekte zur Folge haben kann. Zudem trocknet Zigarettenrauch die Schleimhäute aus, was deren Abwehrkraft abschwächt.  © macondo/Imago
Frau öffnet das Fenster zum Lüften
Vor allem im Herbst und im Winter sollten Sie regelmäßig lüften. Denn trockene Heizungsluft trocknet die Schleimhäute in Mund und Nase aus. Diese stellen die erste Barriere für Viren und Bakterien dar. Im ausgetrockneten Zustand sind die Schleimhäute weniger widerstandsfähig. © Roman Möbius/Imago
Wanderweg im Bergischen Land nahe der Müngstener Brücke
Bewegung an der frischen Luft stärkt unsere Atemwege. Auch das Immunsystem profitiert, weil über die Haut durch Kontakt mit Sonnenlicht Vitamin D produziert wird. „Es ist wissenschaftlich unstrittig, dass eine ausreichende Vitamin D-Versorgung zur normalen Funktion des Immunsystems beiträgt. Auch zeigen Studien, dass Menschen mit einer unzureichenden Vitamin D-Versorgung ein erhöhtes Risiko für akute Atemwegsinfekte aufweisen und von der Gabe von Vitamin D-Präparaten profitieren können“, heißt es in einem Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung.  © Olaf Döring/Imago
Gestresste Frau im Büro
Stress ist ein wahrer Immunkiller. Durch die Ausschüttung von Stresshormonen verlieren die Immunzellen die Fähigkeit, sich zu vermehren, um Krankheitserreger abzutöten. Auch die Menge an Antikörpern in unserem Speichel verringert sich, so eine Information des Universitätsspitals Zürich.  © Joseffson/Imago
Frau schaltet den Wecker aus
Ausreichend Schlaf zählt zu den Grundpfeilern eines intakten Immunsystems. Wissenschaftler der Universität Tübingen und der Universität Lübeck konnten dem ärztlichen Journal zufolge zeigen, dass bereits nach drei Stunden ohne Schlaf die Funktion der T-Zellen beeinträchtigt war. „T-Zellen zirkulieren ständig im Blutkreislauf und suchen nach Erregern. Die Adhäsion (Anmerkung der Redaktion: bedeutet so viel wie „Haftkraft“) an andere Zellen erlaubt ihnen dabei, im Körper zu wandern und beispielsweise an infizierte Zellen anzudocken, um sie anschließend zu beseitigen“, sagt Erstautor Stoyan Dimitrov.  © Oleksandr Latkun/Imago

Unnötigem Hitzetod vorbeugen: Sieben Tipps helfen, wenn es heiß ist

Große Hitze hat Auswirkungen auf den menschlichen Körper, daher fühlen sich viele Menschen durch hohe Temperaturen beeinträchtigt. Mit folgenden Tipps der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Norddeutschen Rundfunks (NDR) kommen Sie gut durch die nächste Hitzewelle:

  • Ausreichend trinken und leichtes Essen wählen
  • Wohnung und Innenräume kühlen
  • Nur mit Sonnenschutz ins Freie gehen
  • Extreme Hitze vermeiden
  • Körper möglichst kühl halten
  • Sportliche Aktivitäten an Hitzeentwicklung anpassen (am besten nur morgens oder abends, wenn es kühler ist)
  • lauwarm duschen statt eiskalt

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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