Gerade im Sommer wichtig

Hilfe, mein Hund trinkt nicht! Versteckte Krankheit kann Ursache sein

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Wenn der Hund die Flüssigkeitsaufnahme partout verweigert, kann das ernsthafte Folgen für seine Gesundheit haben. Unsere Tipps schaffen Abhilfe.

Hunde sind unsere besten Freunde und stehen uns in jeder Lebenssituation treu zur Seite. Leider können unsere Pfotenfreunde nicht mit Worten kommunizieren, wenn es ihnen schlecht geht. Besitzer sollten daher vor allem im Sommer gut aufpassen, ob die Vierbeiner genug trinken. Ansonsten droht eine lebensgefährliche Dehydration. Außerdem kann eine versteckte Krankheit dahinterstecken, wenn Ihr Hund das Trinken verweigert.

Wie viel Wasser soll mein Hund trinken?

Die benötigte Trinkmenge hängt von vielen verschiedenen Faktoren wie Außentemperatur, Größe, Alter und Gewicht des Hundes ab. Auch das Aktivitätslevel spielt eine entscheidende Rolle: Aktive Fellnasen brauchen natürlich mehr Flüssigkeit als Hunde, die den ganzen Tag nur faul auf dem Sofa liegen. Das Futter entscheidet ebenfalls darüber: Wie der Name schon sagt, ist in Nassfutter bereits Wasser enthalten. Frisst der Hund dagegen hauptsächlich Trockenfutter, dann sollte er auch mehr trinken. Im Durchschnitt brauchen Hunde fünf bis zehn Milliliter Wasser pro Kilo Körpergewicht, wenn sie Feuchtfutter erhalten. Bekommen sie Trockenfutter, dann steigt der Flüssigkeitsbedarf auf 40 bis 50 Milliliter pro Kilo Körpergewicht.

Besonders an heißen Tagen sollten Hunde viel trinken. (Symbolbild)

Mein Hund trinkt nicht: Häufige Ursachen

Manchmal kann der Grund auch harmlos sein, wieso Hunde weniger trinken. Oft steckt einfach nur eine Futterumstellung dahinter. Wenn Hunde statt Trockenfutter nur noch Nassfutter erhalten, benötigen sie entsprechend weniger Flüssigkeitsmenge. Das gleiche gilt für die Umstellung auf die BARF-Methode, bei der ausschließlich rohes Fleisch, frische Innereien und Knochen verfüttert werden. Trinkt der Hund zwei Tage lang gar nichts oder verweigert er darüber hinaus sein Futter, dann sollten Sie so schnell wie möglich einen Tierarzt aufsuchen.

Auch Umweltfaktoren spielen eine entscheidende Rolle. Vielleicht befindet sich der Hund in einer fremden Umgebung und traut sich nicht an den Wassernapf. Oder er fühlt sich von einem anderen Hund im selben Haushalt bedroht. Möglicherweise hat der ranghöhere Hund die Wasserschale zu seinem Revier erklärt und lässt den unterwürfigen Vierbeiner nicht mehr ran. In diesem Fall sollten Sie an verschiedenen Ecken im Haus Trinkmöglichkeiten aufstellen, damit niemand mehr durstig sein muss.

Wenn Hundemännchen und -weibchen im selben Haushalt zusammenwohnen, ist ebenfalls Vorsicht angesagt. Rüden sind häufig so von läufigen Hündinnen abgelenkt, dass sie einige Zeit lang auf Wasser und Futter verzichten. Ihre Begierde ist in diesem Fall größer als die Befriedigung ihrer alltäglichen Bedürfnisse.

Hunde und Erziehung: Zehn Fehler, die sie hassen, wir aber trotzdem tun

Hunde hassen Krach. Vor allem Lärm, den sie nicht zuordnen können, macht ihnen Angst. Wie zum Beispiel der Staubsauger. Sobald das Gerät in der Wohnung rausgeholt und angemacht wird, verlassen viele Hunde schlagartig und panisch den Raum. Jedes Mal bedeutet dies für sie Stress.
Hunde hassen Krach. Vor allem Lärm, den sie nicht zuordnen können, macht ihnen Angst. Wie zum Beispiel der Staubsauger. Sobald das Gerät in der Wohnung rausgeholt und angemacht wird, verlassen viele Hunde schlagartig und panisch den Raum. Jedes Mal bedeutet dies für sie Stress. (Symbolbild) © ZUMA Wire/Imago
Wer tätschelt seinem Hund nicht gern das Köpfchen? Eine Geste, die mit Sicherheit viele Hundebesitzer immer wieder machen. Nur empfinden Hunde oft alles, was von oben kommt als bedrohlich. Dreht Ihr Hund den Kopf weg oder geht beiseite, wenn Sie ihn so streicheln, ist das ein Zeichen dafür, dass Ihr Hund sich nicht wohl dabei fühlt.
Wer tätschelt seinem Hund nicht gern das Köpfchen? Eine Geste, die mit Sicherheit viele Hundebesitzer immer wieder machen. Nur empfinden Hunde oft alles, was von oben kommt als bedrohlich. Dreht Ihr Hund den Kopf weg oder geht beiseite, wenn Sie ihn so streicheln, ist das ein Zeichen dafür, dass Ihr Hund sich nicht wohl dabei fühlt. (Symbolbild) © Mint Images/Imago
Verkleiden Sie Ihren Hund nicht. Sein Fell reicht dem Vierbeiner in der Regel. Es sei denn es ist kalt und der Hund sehr empfindlich. Ohne triftigen Grund brauchen Hunde jedoch keine Kleidung. Ihr Vierbeiner wird es Ihnen danken, Hund bleiben zu dürfen.
Verkleiden Sie Ihren Hund nicht. Sein Fell reicht dem Vierbeiner in der Regel. Es sei denn es ist kalt und der Hund sehr empfindlich, dann kann eine Decke zum Schutz sinnvoll sein. Ohne triftigen Grund brauchen Hunde jedoch keine Kleidung. Ihr Vierbeiner wird es Ihnen danken, Hund bleiben zu dürfen. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Haben Sie auch schon einmal Ihren Hund beim Stöckchen werfen hereingelegt und das Objekt der Begierde gar nicht geworfen? Doch Vorsicht: Der Hund merkt sich das. Eine Studie warnt vor zu häufigem Täuschen, denn schnell könnten Hunde dadurch das Vertrauen in den Menschen verlieren.
Haben Sie auch schon einmal Ihren Hund beim Stöckchen werfen hereingelegt und das Objekt der Begierde gar nicht geworfen? Doch Vorsicht: Der Hund merkt sich das. Eine Studie warnt vor zu häufigem Täuschen, denn schnell könnten Hunde dadurch das Vertrauen in den Menschen verlieren. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Hunde mögen es nicht, wenn ihre Besitzer keine Geduld beim Spazieren gehen haben. Dabei nutzen Hunde den Gassigang nicht nur zum Erleichtern, sondern auch um die Welt zu entdecken. Und das dauert schließlich einfach ein bisschen. Nehmen Sie sich also etwas Geduld und Zeit mit.
Hunde mögen es nicht, wenn ihre Besitzer keine Geduld beim Spazieren gehen haben. Dabei nutzen Hunde den Gassigang nicht nur zum Erleichtern, sondern auch um die Welt zu entdecken. Und das dauert schließlich einfach ein bisschen. Nehmen Sie sich also etwas Geduld und Zeit mit. (Symbolbild) © photothek/Imago
Ausschimpfen bringt gar nichts, auch wenn es nicht immer so leicht ist ruhig zu bleiben. Vor allem, wenn der Hund unerlaubt immer wieder auf die Couch hüpft. Doch Hunde verstehen das Geschimpfe nicht und sind höchstens über die Aufregung verwirrt.
Ausschimpfen bringt gar nichts, auch wenn es nicht immer so leicht ist ruhig zu bleiben. Vor allem, wenn der Hund unerlaubt immer wieder auf die Couch hüpft. Doch Hunde verstehen das Geschimpfe nicht und sind höchstens über die Aufregung verwirrt. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Schützen Sie Ihren Hund bestmöglich vor extreme Gerüche. Seine Nase ist hochempfindlich und kann zum Beispiel durch hoch konzentrierte Reinigungsmittel geschädigt werden.
Schützen Sie Ihren Hund bestmöglich vor extreme Gerüche. Seine Nase ist hochempfindlich und kann zum Beispiel durch hoch konzentrierte Reinigungsmittel geschädigt werden. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Regeln, Grenzen und ein geordneter Tagesablauf geben Hunden Sicherheit. Von daher ist es ein Fehler, den Hund nicht zu erziehen. Eine strenge und ruppige Erziehung braucht es dafür nicht. Doch gar keine Erziehung schadet dem Hund ebenfalls.
Regeln, Grenzen und ein geordneter Tagesablauf geben Hunden Sicherheit. Von daher ist es ein Fehler, den Hund nicht zu erziehen. Eine strenge und ruppige Erziehung braucht es dafür nicht – doch gar keine Erziehung, schadet dem Hund ebenfalls. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Ein erzwungenes Spiel mit einem Menschen, den der Hund nicht kennt oder nicht mag, findet er ebenso blöd. Zwinge also nie deinen Hund zum Kontakt mit einer Person.
Ein erzwungenes Spiel mit einem Menschen, den der Hund nicht kennt oder nicht mag, findet er ebenso blöd. Zwinge also nie deinen Hund zum Kontakt mit einer Person. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Auch wenn eine Umarmung nur gut gemeint ist, löst sie bei Hunden oft Angst und Unwohlsein aus. Denn für Hunde ist dies eine Dominanzgeste.
Auch wenn eine Umarmung nur gut gemeint ist, löst sie bei Hunden oft Angst und Unwohlsein aus. Denn für Hunde ist dies eine Dominanzgeste. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Ist mein Hund krank?

Möglicherweise sind eine Krankheit oder Stress der Grund dafür, dass Ihr Hund den Wassernapf verweigert. Besondere Vorsicht ist angesagt, wenn der Vierbeiner an Durchfall leidet. Dann fühlt er sich oft zu erschöpft, um sich zum Trinken aufzuraffen. Aufgrund des Flüssigkeitsverlusts ist das Trinken in diesem Fall aber besonders wichtig. Wenn sich der Zustand Ihrer Fellnase zusehends verschlechtert, sollten Sie auf jeden Fall zum Tierarzt gehen.

Tritt die Trinkunlust nach einer Impfung auf, dann leidet der Hund möglicherweise am Impfschadensyndrom (ISS). Auch in diesem Fall ist der Besuch in der Tierarztpraxis obligatorisch. Operationen können das Verhalten von Hunden ebenfalls stark beeinflussen. Nach einer Narkose können sich die Vierbeiner noch längere Zeit benommen fühlen und keine Lust auf das Trinken haben. Die Art der OP entscheidet, wann Ihr Fellfreund wieder Wasser zu sich nehmen darf.

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So machen Sie Ihrem Hund das Trinken wieder schmackhaft

Glücklicherweise können Sie Ihren pelzigen Liebling in den meisten Fällen wieder zum Trinken animieren. Ein simpler Trick besteht darin, Wasser ins Futter zu mischen. Der Futternapf darf ruhig komplett mit Flüssigkeit gefüllt sein. Auf diese Weise nimmt Ihr Vierbeiner beim Fressen automatisch Wasser zu sich. Sie können aber auch den Wassernapf attraktiver machen, indem Sie für Hunde genießbare Früchte in die Schale geben. Dazu gehören Sorten wie Heidelbeeren, Erdbeeren, Birnen und Äpfel.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, Wurstwasser in den Wassernapf zu geben oder eine Leberwurst darin auszudrücken. Ein Trinkbrunnen kann das Wasser trinken ebenfalls reizvoller für Hunde machen. Auf keinen Fall sollte Sie Ihrem Vierbeiner Milch auftischen. Hunde sind abgesehen von jungen Welpen laktoseintolerant und reagieren sehr empfindlich auf Milchzucker.

Rubriklistenbild: © Imago/Angela Hampton

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