Endoparasiten bei Hühnern

Würmer bei Hühnern: So beugen Sie vor und so läuft eine Behandlung ab

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Die Aufnahme einer Wurmkur erfolgt beim Huhn oft mit dem Futter.

Würmer gehören zu den häufigsten inneren Parasiten bei Hühnern. Bei der Prävention und Behandlung ist tierärztliche Beratung wichtig.

Sinnvolle Entwurmungskonzepte stehen regelmäßig im Fokus der tiermedizinischen Experten, organisiert im Bundesverband Praktizierender Tierärzte. Es ist wichtig, sich bei Dosierung und Häufigkeit genau an die Vorgaben zu halten.

Wurmkur bei Hühnern: Auftreten und Symptome

Endoparasiten wie Würmer kommen bei Hühnern regelmäßig vor. Das Federvieh kann sich mit einer Vielzahl von Würmern infizieren. Dazu gehören:

  • Bandwürmer
  • Spulwürmer
  • Hakenwürmer
  • Haarwürmer
  • Luftröhrenwürmer
  • Lungenwürmer

Viele dieser Würmer sind so weit verbreitet, dass unsere Hühner häufig damit in Kontakt kommen. Je kleiner und schmutziger ihr Auslauf, desto höher sind der Infektionsdruck und die Wahrscheinlichkeit einer Wurminfektion.

Dennoch zeigen Hühner nur selten sichtbare Symptome einer Verwurmung:

  • Spul- oder Fadenwürmer im Kot
  • Abmagern
  • Antriebslosigkeit bis zur Apathie
  • Luft schnappen bei Lungen- oder Luftröhrenwürmern
  • Durchfall oder blutige Bestandteile im Kot

Wurmkur bei Hühnern: Einfach mit dem Futter verabreichen

Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, Hühner zu entwurmen:

  • Anthelminthika – chemische Wirkstoffe wie Flubendazol
  • Natürliche Entwurmungsmittel wie Apfelessig, Knoblauch oder Kräuter

Die Nutzung chemischer Entwurmungsmittel ist zuverlässig und stellt sicher, dass alle Würmer zuverlässig abgetötet werden. Die Aufnahme des Wirkstoffes erfolgt mit dem Futter oder über das Trinkwasser. Da die Tiere für einen Zeitraum von einer Woche behandelt werden müssen, um alle Stadien der Würmer zu erwischen, sollten sie in dieser Zeit nicht freilaufen und auch keine anderen Futtermittel sowie keine zweite Wasserquelle ohne Wirkstoff erhalten.

Die 10 bestaussehendsten Hühnerrassen der Welt: ein Federkleid-Spektakel im eigenen Garten

Weißes Seidenhuhn auf grüner Wiese
Das Seidenhuhn verdankt seinen Namen seinem außergewöhnlichen Federkleid, das sich anfühlt wie feinste Seide. Die Federn besitzen keine Häkchen, die normalerweise die Federfahnen zusammenhalten, wodurch sie locker und flauschig abstehen.  © tomas1111/Imago
Marans-Hahn im Porträt
Das Gefieder der Marans zeigt sich in verschiedenen Farbschlägen, wobei der kupferschwarze besonders beeindruckt: tiefschwarze Federn mit kupferrot schimmernden Akzenten am Hals und den Schultern. © Dreamstime/Imago
Brahma Huhn (Gallus gallus domesticus) bei Sonnenschein im Januar im Garten
imago411225783.jpg © Marcus Beckert/Imago
Yokohama-Hahn auf einem Ast
Yokohama-Hühner sind die kleineren Verwandten der berühmten Onagadori und beeindrucken durch ihre außergewöhnlich langen, gebogenen Schwanzsicheln. Die Hähne tragen ihren Schwanz wie einen lebenden Wasserfall aus glänzenden Federn, der bei manchen Exemplaren den Boden berührt. Ihr seidiges Gefieder in verschiedenen Farbkombinationen und die majestätische Haltung machen sie zu wahren Gartenroyals. © Minakryn/Imago
Pekin-Hahn im Sandbad
Die extrem kurzen Beine und das voluminöse, lockere Gefieder der Pekin-Hühner verleihen ihnen eine fast kugelige Silhouette. Diese chinesische Zwergrasse besticht durch ihre Vielfalt an Farbschlägen. Besonders auffällig sind ihre befiederten Füße, die wie kleine Pantoffeln aussehen. © Imago
Appenzeller-Hahn auf einer Wiese
Das Appenzeller Spitzhauben-Huhn trägt seinen Namen völlig zu Recht: Auf dem Kopf sitzt eine spitze, nach vorn geneigte Federhaube, die wie ein eleganter Helm wirkt. Diese Schweizer Rasse zeigt sich in einem charakteristischen schwarz-weißen Tupfenmuster, das jedes Tier zu einem individuellen Kunstwerk macht. © Dreamstime/Imago
Ayam Serama-Hahn im Porträt
Das Ayam Serama aus Malaysia hält einen besonderen Rekord: Es ist die kleinste Hühnerrasse der Welt. Die winzigen Hähne wiegen gerade einmal 350 Gramm und passen problemlos in eine Handfläche. Ihr seidiges Gefieder schimmert in verschiedenen Farbtönen und ihre selbstbewusste Art macht sie zu perfekten Schauhühnern. In Malaysia werden sie sogar in Schönheitswettbewerben nach ihrer Haltung und ihrem „Auftreten“ bewertet. © radityamaulana/Imago
Lakenvelder-Henne mit Küken
Stellen Sie sich ein Huhn im perfekten Smoking vor – das ist das Lakenvelder. Diese deutsche Rasse besticht durch ihr kontrastreiches Federkleid: Der Körper erstrahlt in reinem Weiß, während Kopf, Hals und Schwanz tiefschwarz gefärbt sind. Diese klare Abgrenzung der Farben ohne jede Vermischung macht jedes Lakenvelder zu einem lebenden Kunstwerk schwarz-weißer Eleganz. © agephotography/Imago
Bantam-Hahn auf der Wiese
Bantams sind die Miniaturausgaben der Hühnerwelt, aber was ihnen an Größe fehlt, machen sie durch Persönlichkeit wett. Diese Zwerghühner gibt es in nahezu allen Farbschlägen und Federformen – von seidigen bis lockigen Varianten. Ihre geringe Größe macht sie zu perfekten Gartenhühnern und ihre oft lebhaften, fast schon frechen Charaktere sorgen für Unterhaltung. © saelim/Imago
Ein Barnevelder Huhn mit Küken
Barnevelder-Hühner sind wahre Farbkünstler: Ihr Gefieder schimmert in warmen Kupfer-, Bronze- und Goldtönen mit einer charakteristischen dunklen Säumung der Federn. Diese niederländische Rasse vereint Schönheit mit Nutzen, denn sie legt nicht nur attraktive, braun getönte Eier, sondern besticht auch durch ihr ruhiges, freundliches Wesen. © Imago

Natürliche Entwurmungsmittel wie Apfelessig werden häufig dem Wasser zugesetzt. Es gibt aber im Fachhandel auch Wurmkuren auf natürlicher Basis, die wie Legepellets unter das Futter gemischt zu verfüttern sind.

Weder bei der Gabe von Flubendazol noch bei den natürlichen Entwurmungsmitteln müssen die Eier verworfen werden.

Wurmkur bei Hühnern: Dosierung richtig berechnen

Beim Kauf der Wurmkur erhält der Hühnerhalter eine klare Dosierungsempfehlung. Diese wird pro Kilogramm Körpergewicht angegeben und bezieht sich auf die pro Tag aufgenommene Futtermenge. Kleinere Hühner benötigen entsprechend pro Tag weniger Wurmmittel als größere, schwerere Tiere.

Die genaue Höhe der Dosierung pro Tag hängt vom Wirkstoff ab. Der Hühnerhalter muss deshalb bei jeder Wurmkur prüfen, welche Menge notwendig ist. Tierarztpraxis und Fachhandel unterstützen bei der Berechnung, um eine korrekte Anwendung sicherzustellen.

Hühner-Wurmkur: Gibt es Empfehlungen zur Häufigkeit?

Zeigen die Hühner klare Symptome oder ist eine Verwurmung nachgewiesen, so ist eine Behandlung unbedingt erforderlich. In Absprache mit dem Tierarzt kann eine Wiederholung der medikamentösen Therapie nach zwei Wochen notwendig sein.

Die vorsorgliche Entwurmung ist jedoch ein Thema, das von Hühnerzüchtern, Hühnerhaltern und Tierärzten heiß diskutiert wird. Viele Experten empfehlen eine regelmäßige Entwurmung mit einer Häufigkeit von drei bis vier Wurmkuren pro Jahr. Es gibt allerdings Hinweise, dass eine Gabe von Entwurmungsmitteln ohne Notwendigkeit oder gar in einer falschen Dosierung die Entwicklung von Resistenzen fördert. Außerdem kann vor allem die chemische Wurmkur den empfindlichen Hühnerdarm belasten.

Immer mehr Hühnerhalter entscheiden sich deshalb für eine regelmäßige vorsorgliche Entwurmung mit natürlichen Mitteln wie Apfelessig. Statt prophylaktisch ein Medikament einzusetzen, lassen sie im Verdachtsfall Kotproben untersuchen, um einen möglichen Wurmbefall im Darm zu ermitteln.

Die häufigsten Fragen (FAQ)

Welche konkreten Präparate sind in Deutschland für Hühner zugelassen und wo bekomme ich sie?

In Deutschland ist für Hühner vorwiegend Flubendazol (z. B. Flubenol) als verschreibungspflichtiges Tierarzneimittel zugelassen. Es wird über den Tierarzt oder eine Tierarztpraxis bezogen. Frei im Fachhandel erhältlich sind dagegen Präparate auf natürlicher Basis, etwa auf Kräuter- oder Essigbasis.

Wie lange sollten Hühner nach einer Wurmkur vom Freiland ferngehalten werden, um eine Reinfektion zu verhindern?

Während der Behandlungsdauer von einer Woche sollten Hühner grundsätzlich nicht freilaufen. Ferner empfehlen viele Tierärzte, den Auslauf weitere ein bis zwei Wochen zu meiden – denn ausgeschiedene Wurmeier bleiben im Boden über Wochen infektiös und erhöhen das Risiko einer sofortigen Reinfektion erheblich.

Wie kann ich den Hühnerstall und den Auslauf nach einer Wurmkur hygienisch reinigen, um einem erneuten Befall vorzubeugen?

Nach einer Wurmkur sollte der Stall gründlich ausgemistet und mit heißem Wasser gereinigt werden. Wurmeier sind widerstandsfähig, weshalb der Auslauf, wenn möglich, rotiert oder der Boden abgetragen wird. Regelmäßiges Entfernen von Kot und trockene Bodenverhältnisse senken den Infektionsdruck dauerhaft.

Wurmkur bei Hühnern: Kosten vorab einschätzen

Die Kosten für eine Kotprobe liegen je nach Umfang zwischen 20 und 60 Euro. Bei Hühnern, die keine Wurmkur erhalten, ist wenigstens eine Kotuntersuchung pro Jahr empfehlenswert. Die Höhe der Kosten für eine Wurmkur pro Huhn liegt bei unter einem bis zwei Euro. Die genaue Höhe hängt vom eingesetzten Wirkstoff und der nutzbaren Gebindegröße ab. Einige Hühnerzuchtvereine organisieren deshalb eine gemeinsame Wurmkur, um die Kosten zu senken. Sie arbeiten dafür mit einer Tierarztpraxis zusammen.

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