Sturmfrei ohne Überraschung

Hund alleine lassen: Wie viel Stunden sind für ihn okay?

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Hunde sind Rudeltiere und leiden schon von Natur aus darunter, alleine zu sein. Wie viel okay ist und Sie Ihr Tier Schritt für Schritt daran gewöhnen.

Tiere, die im Rudel leben, bleiben immer zusammen. Sie sind also nie alleine. Es sei denn, ein Tier ist krank und schwach und kann der Gruppe nicht mehr folgen. Erst dann bleibt es alleine zurück, während die Gruppe weiterzieht. Für ein gesundes Rudeltier ist es demnach völlig unnormal, alleine zu sein. Und genau das liegt auch in der Natur unserer Hunde.

Hund alleine lassen: Sechs Stunden sind in Ordnung, aber nicht für alle

Nicht für jeden Hund ist das Alleinsein einfach zu ertragen. (Symbolbild)

In Hunden steckt eine Ur-Angst vor dem Zurückgelassen werden. Denn schließlich würde dies im natürlichen Umfeld den Tod bedeuten. Instinktiv suchen schon die jüngsten Hundebabys Kontakt und Schutz und jammern kläglich, wenn sie ihre Mama verlieren. Das Verhalten immer den Anschluss halten zu wollen haben Hunde auch durch ihre Domestizierung nicht verloren. Deswegen ist es für manch einen Hund purer Stress, alleine zu sein. Die Folge: Jaulen bis zur totalen Erschöpfung, zerstörte Wohnungen oder auch schwere Verhaltensstörungen. Dieser Hund ist als er alleine zu Hause war in einen Farbeimer getreten und hat das Zuhause verschönert.

Doch mit etwas Training und Einfühlungsvermögen, können Hunde lernen alleine Zuhause zu bleiben, ohne dass Stress oder Einsamkeit beim Hund aufkommt. Dabei gilt jedoch: Jeder Hund ist individuell und wie lange er alleine bleiben kann, hängt von vielen Faktoren ab. Wie zum Beispiel:

  • Alter
  • Charakter
  • Gesundheitszustand
  • Aufenthaltsort
  • Körperliche und mentale Auslastung
  • Gesellschaft durch Artgenossen

Hund alleine lassen: Angst vor dem Zurückgelassen werden bei Welpen

Experten raten, junge Hunde nicht länger als zwei Stunden alleine zulassen. Ist der junge Hund erst eingezogen, sollte in den ersten Wochen auf das Alleinlassen komplett verzichtet werden. Denn vor allem bei Welpen ist das Verlangen nach Schutz und damit die Ur-Angst vor dem Zurückgelassen werden besonders stark ausgeprägt.

Hundesprache verstehen: So signalisieren Hunde ihre Liebe – Schlafplatz und Ablecken

Rastet ihr Hund vor lauter Freude sprichwörtlich aus, wenn er Sie sieht? Dann ist das ein Zeichen dafür, dass er sich unglaublich freut Sie wiederzusehen. Auch Hochspringen, Schwanzwedeln, Fiepen, Bellen und Lecken spricht für wahre Liebe und Freude darüber, dass Sie wieder da sind. (Symbolbild)
Rastet ihr Hund vor lauter Freude sprichwörtlich aus, wenn er Sie sieht? Dann ist das ein Zeichen dafür, dass er sich unglaublich freut Sie wiederzusehen. Auch Hochspringen, Schwanzwedeln, Fiepen, Bellen und Lecken spricht für wahre Liebe und Freude darüber, dass Sie wieder da sind. (Symbolbild) © Rene Traut/Imago
Nicht nur bei der Begrüßung ist Ablecken ein Liebesbeweis. Meist will er auch zwischendurch damit seine Zuneigung zum Ausdruck bringen. Doch nicht nur seine Liebe zeigt er damit, Ihr Vierbeiner möchte Sie so auch pflegen. Das Ablecken erfahren Hunde bereits im Welpenalter von ihrer Mutter aus genau denselben Gründen. (Symbolbild)
Nicht nur bei der Begrüßung ist Ablecken ein Liebesbeweis. Meist will er auch zwischendurch damit seine Zuneigung zum Ausdruck bringen. Doch nicht nur seine Liebe zeigt er damit, Ihr Vierbeiner möchte Sie so auch pflegen. Das Ablecken erfahren Hunde bereits im Welpenalter aus genau denselben Gründen von ihrer Mutter. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Nahen Körperkontakt möchten Hunde nur mit denen, die sie wirklich mögen. Kuschelt sich ihr Hund also gerne an Sie, ist das ein Liebesbeweis. (Symbolbild)
Nahen Körperkontakt möchten Hunde nur mit denen, die sie wirklich mögen. Kuschelt sich ihr Hund also gerne an Sie, ist das ein Liebesbeweis. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Hunde, die sich an ihre Besitzer lehnen, lieben ihren Menschen. Die Geste zeugt von Vertrauen. Macht er dies auch in beängstigenden Situationen, fühlt sich ihr Vierbeiner bei ihnen sicher. (Symbolbild)
Hunde, die sich an ihre Besitzer lehnen, lieben ihren Menschen. Die Geste zeugt von Vertrauen. Macht er dies auch in beängstigenden Situationen, fühlt sich ihr Vierbeiner bei ihnen sicher. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Bringt Ihr Hund Ihnen sein Lieblingsspielzeug? Wenn ja, schätzen Sie sich glücklich. Denn das teilt er gewiss nur mit denen, die er wirklich mag. Der ganz besondere Liebesbeweis ist es, wenn er es Ihnen sogar ohne Spielaufforderung gibt und präsentiert. (Symbolbild)
Bringt Ihr Hund Ihnen sein Lieblingsspielzeug? Wenn ja, schätzen Sie sich glücklich. Denn das teilt er gewiss nur mit denen, die er wirklich mag. Der ganz besondere Liebesbeweis ist es, wenn er es Ihnen sogar ohne Spielaufforderung gibt und präsentiert. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Kommt ihr Hund auf Sie zu, wenn Sie traurig sind? Mit seinen feinen Instinkten spürt er Ihre schlechte Stimmung meist sofort und möchte Ihnen helfen. Einen größeren Liebesbeweis kann es vermutlich gar nicht geben. (Symbolbild)
Kommt ihr Hund auf Sie zu, wenn Sie traurig sind, gibt es kaum einen größeren Liebesbeweis. Mit seinen feinen Instinkten spürt er Ihre schlechte Stimmung meist sofort und möchte Ihnen helfen. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago
Hat ihr Hund Angst und sucht bei Ihnen Schutz schaut er meist nach oben, um zu sehen, wie Sie reagieren. Überwiegend macht ein Hund das aber nur, wenn er weiß, dass Sie solche Situationen im Griff haben. Ein riesengroßer Vertrauensbeweis, Ihnen gegenüber. (Symbolbild)
Hat ihr Hund Angst und sucht bei Ihnen Schutz schaut er meist nach oben, um zu sehen, wie Sie reagieren. Überwiegend macht ein Hund das aber nur, wenn er weiß, dass Sie solche Situationen im Griff haben. Ein riesengroßer Vertrauensbeweis, Ihnen gegenüber. (Symbolbild) © Frank Sorge/Imago
Die Zuneigung des Hundes, zeigt sich auch darin, dass er gern in Ihrer Nähe schläft. Und wer nicht unbedingt das Bett mit dem Vierbeiner teilen möchte, kann ihm ein Körbchen in die Nähe stellen. So machen Sie ihren Vierbeiner mit Sicherheit glücklich. (Symbolbild)
Die Zuneigung Ihres Hundes, zeigt sich auch darin, dass er gern in Ihrer Nähe schläft. Und wer nicht unbedingt das Bett mit dem Vierbeiner teilen möchte, kann ihm ein Körbchen in die Nähe stellen. So machen Sie ihren Vierbeiner mit Sicherheit glücklich. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Um Stress zu vermeiden, gewöhnen Sie den jungen Hund erst nach einigen Wochen im neuen Zuhause Schritt für Schritt an das Alleinsein. Das Welpenalter eignet sich ideal zum Trainieren, da die Hunde sehr schnell lernen. Lassen Sie den Welpen erst nur für kurze Zeit allein und erhöhen die Dauer schrittweise. Sobald Sie wieder da sind, spielen Sie ausgiebig mit Ihrem Vierbeiner und belohnen ihn damit. Doch auch ältere Hunde können beim Alleinsein in Panik und Angst geraten. Ist der Hund erwachsen, kann es etwas schwieriger werden, ihn an das Alleinbleiben zu gewöhnen. Hier brauchen Sie als Besitzer in jedem Fall mehr Geduld. Aber auch hier gilt: üben, üben, üben. Und den Hund schrittweise genau wie beim Welpen daran zu gewöhnen. Als ihre Hunde allein zu Hause waren, filmt die Kamera etwas Unheimliches, dass die Besitzerin erschaudern lässt.

Hund alleine lassen: ausgelastete Hunde verschlafen vier Stunden

Weil jeder Hund individuell ist, gehen die Meinungen, wie lange er alleine gelassen werden kann, immer wieder auseinander. Als Faustregel gilt der Abstand bis zum nächsten Gassigang – in der Regel sind das maximal sechs Stunden. Für Welpen und junge Hunde ist die Zeitspanne entsprechend kürzer und sollte zwei Stunden nicht überschreiten. Andere wiederum sagen, dass nur Hunde, die zu zweit sind, ohne Probleme um die sechs Stunden alleine bleiben können. Acht Stunden seien akzeptabel, wenn der Hund Zugang zu einem Garten und die restlichen 16 Stunden Kontakt zu Menschen hat. Sicher sind sich Experten, dass gut ausgelastete Hunde vier Stunden in der vertrauten Umgebung sehr gut verschlafen.

Gewöhnt sich Ihr Hund nicht an das Alleinsein und Sie können ihn nicht immer mitnehmen? Dann können Hundetrainer weiterhelfen. Vielleicht ist aber auch ein Tiersitter oder eine Hundepension die beste Lösung für Sie und Ihren Vierbeiner.

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago

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