VonLarissa Strohbuschschließen
Menschen finden Gewitter oft romantisch, Haustiere hingegen haben Todesangst. Mit nur wenigen Tricks helfen Sie Hund und Katze dabei, sich zu beruhigen.
Das kennt so ziemlich jeder Haustierbesitzer: Draußen donnert und blitzt es – und drinnen dreht der tierische Mitbewohner durch. Besonders Hunde und Katzen schalten bei Gewitter schnell in den Panikmodus. Ihr Tier hat Angst und Sie wollen helfen? Wir haben sieben gute Tipps für Sie!
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Darum haben Katze und Hund Angst vor Gewittern
In alten Zeiten waren Gewitter für Mensch und Tier lebensgefährlich: Wer nicht rechtzeitig einen sicheren Unterschlupf fand, war großer Gefahr ausgesetzt. Heute ist das natürlich anders: Gehen Sie nicht gerade mit Ihrem Hund Gassi, wenn das Donnergrollen einsetzt, haben Sie im sicheren Zuhause wenig zu befürchten. Doch obwohl Ihr Haustier es gar nicht anders kennt, sitzt der Urinstinkt der Gewitterangst noch tief bei Hunden und Katzen. Hauptgrund dafür ist das plötzliche, laute Geräusch des Donners. Und für Menschen eher ungewohnt: Durch den abfallenden Luftdruck lädt sich das Fell Ihres Tieres auf. Berührt es anschließend einen metallischen Gegenstand, kommt es zu einem unangenehmen elektrischen Schlag, berichtet das Portal „Blick“. Das kann langfristig negative Verbindungen zum Gewitter schaffen – und so beginnt die Anspannung schon bevor Blitz und Donner überhaupt da sind.
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Daran erkennen Sie, ob Ihr Haustier Angst vor Gewitter hat
Werden Hunde nervös, zittern sie, schütteln sie sich häufig, hecheln stark und lecken sich übermäßig oft über die Schnauze. Besonders sensible Rassen, wie Hütehunde, sind leicht angespannt. Ihr Hund könnte auch laut bellen oder jaulen. Ihre Katze verkriecht sich hingegen, wenn sie Gefahr wittert. Sie wird wahrscheinlich aufhören zu spielen und abwehrend auf Sie reagieren.
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Sieben Tipps, um Katze und Hund bei Gewitter zu beruhigen
Ihr Haustier hat starke Gewitterangst? Das kann helfen:
- Lassen Sie Ihr Tier bei Gewitter nicht alleine mit seiner Angst.
- Bleiben Sie ruhig, auch wenn Ihr Hund laut jault.
- Schließen Sie alle Fenster und Türen. Lassen Sie auch die Rollläden herunter oder ziehen Sie die Gardinen zu.
- Geben Sie Ihrem Tier ein sicheres Versteck. Ihr Hund mag vielleicht einen abgedunkelten Raum. Die Katze bevorzugt eine leere Katzenbox.
- Zeigen Sie Ihrem Tier, dass alles in Ordnung ist. Reden Sie ruhig mit ihm, spielen Sie entspannende Musik und kuscheln Sie mit Hund und Katze, sofern diese dafür zugänglich sind.
- Unter Umständen hilft auch eine Ablenkung wie das Lieblingsleckerli oder ein Spiel.
- Langfristig können Sie Ihr Tier in ruhigen Momenten für Gewitter sensibilisieren. Spielen Sie dafür gelegentlich Donnergeräusche über Ihr Smartphone ab und zeigen Sie Ihrem Tier, dass keine Gefahr droht.
Panik bei Gewitter: Das tun Sie im Extremfall
Alle guten Tipps helfen nicht und Ihr Hund verfällt bei jedem Gewitter in Panik? Sprechen Sie Ihren Tierarzt auf ein pflanzliches Beruhigungsmittel an. Bei ganz schweren Fällen kann er auch ein stärkeres Medikament verschreiben. Viele Hundetrainer bieten ein Gewittertraining an. Mit positiver Verstärkung gewöhnen Sie Ihr Tier langfristig an die lauten Geräusche.
Rubriklistenbild: © YAY Images/gsdonlin/IMAGO

