Anzeichen und Dauer

Hündin zum ersten Mal läufig: Was Sie darüber wissen sollten

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Während der Läufigkeit sollten Sie Ihre Hundedame nicht alleine im Garten lassen. (Symbolbild)
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Die erste Läufigkeit ist für viele Hundehalter besonders aufregend. Oft stellt sich die Frage, was es dabei zu beachten gibt.

Die erste Läufigkeit, ist ein Meilenstein im Leben einer Hündin. Dieser natürliche Prozess signalisiert, dass sie geschlechtsreif wird. Für die meisten Hundebesitzer ist diese Zeit oft mit Stress verbunden, da ihre Hündin plötzlich auf Durchzug schaltet, Rüden verrückt spielen und Teppichböden mit Blutflecken gesprenkelt sind.

Während der Läufigkeit durchläuft die Hündin mehreren Phasen, die jeweils durch hormonelle Veränderungen und Verhaltensänderungen gekennzeichnet sind. Die verschiedenen Phasen des Sexualzyklus der Hündin:

  • Proöstrus (Vorbrunst):
  • Dies ist die erste Phase und dauert etwa 9 bis 10 Tage.
  • Dabei kann die Vulva der Hündin anschwellen und ein blutiger Ausfluss auftreten, der oft als „Blutung“ bezeichnet wird.
  • Obwohl die Hündin während des Proöstrus Anzeichen für Sexualreife zeigt, ist sie normalerweise noch nicht empfängnisbereit und weist männliche Hunde zurück.
  • Östrus (Brunst):
  • Dies ist die eigentliche Hitzeperiode und dauert etwa 9 bis 10 Tage, kann aber je nach Hündin variieren.
  • Während des Östrus ist die Hündin empfängnisbereit und zeigt auffällige Verhaltensänderungen wie Rute zur Seite legen, erhöhte Agilität und Toleranz für männliche Hunde.
  • Der blutige Ausfluss kann während des Östrus nachlassen oder ganz aufhören.
  • Metöstrus (Nachbrunst):
  • Während des Metöstrus normalisieren sich die Hormonspiegel der Hündin und sie zeigt möglicherweise keine Anzeichen von Hitze mehr.
  • Der Ausfluss kann sich verändern und heller werden oder ganz aufhören.
  • Anöstrus (Ruhephase):
  • Dies ist die Ruhephase des Sexualzyklus und dauert etwa 4 bis 5 Monate.
  • Während des Anöstrus zeigen Hündinnen keine Anzeichen von Hitze und sie ruhen sich aus, um sich auf den nächsten Zyklus vorzubereiten.

Woran erkennt man die Läufigkeit?

Schwellung der Vulva: Eine der ersten sichtbaren Anzeichen ist das Anschwellen der Vulva, die äußeren Genitalien der Hündin. Dies kann oft als erstes Anzeichen für den Beginn wahrgenommen werden.

Blutiger Ausfluss: Während der Läufigkeit können Hündinnen einen blutigen Ausfluss haben. Der kann unterschiedlich stark ausfallen und kann rosa, rot oder braun sein.

Verhaltensänderungen: Das Verhalten der Hündin kann sich ändern. Sie kann unruhiger oder reizbarer sein als gewöhnlich und kann vermehrt Interesse an Rüden zeigen.

Häufiges Belecken: Hündinnen können vermehrt ihre Genitalien lecken, um den Ausfluss zu reinigen. Dies ist ein normales Verhalten.

Attraktiviät: Während der Läufigkeit können Hündinnen eine starke Anziehungskraft auf Rüden ausüben. Während dieser Zeit, sollten Sie besonders vorsichtig sein, um sicherzustellen, dass sie nicht ungewollt gedeckt wird.

Wie lange eine Hündin läufig ist, ist bei jedem Tier unterschiedlich. Im Durchschnitt werden Hündinnen zwischen dem 6. und 12. Lebensmonat zum ersten Mal läufig, obwohl dies je nach Rasse und individuellen Faktoren variieren kann.

Sie möchten die Körpersprache von Hunden verstehen? Zehn Signale, die Sie kennen sollten

Eine Frau sitzt zusammen mit einem Hund auf dem Sofa und umarmt ihn während dieser sich an sie kuschelt.
Wenn der Hund sich ganz nah an einen Menschen anlehnt, ist dies ein Zeichen von großer Zuneigung und Liebe. © Pond5 Images / Imago
Ein braun-weißer Mischlingshund leckt sich über die eigene Nase.
Sich über das Maul lecken soll das Gegenüber besänftigen und demütig wirken. Nicht zu verwechseln ist dieses Signal mit dem Maulputzen nach dem Fressen. © blickwinkel / Imago
Ein grau-brauner Hund steht wartend auf einer grünen Wiese.
Wenn der Hund in der Bewegung einfriert, verhält er sich stark beschwichtigend. Er zeigt damit Hoffnung, dass sich eine Situation wieder entspannt. © Pond5 Images / Imago
Ein schwarz-brauner Hundewelpe hebt das rechte Vorderbein.
Hebt oder winkelt der Hund die Vorderpfote an, bedeutet das entweder, dass der Hund in einer Situation überfordert ist oder dass er Aufmerksamkeit fordert. Hunde setzen das Signal außerdem in Spielsituationen ein. © blickwinkel/Imago
Zwei schwarz-braune Hunde spielen miteinander.
Meistens ist die Vorkörpertiefstellung bei Hunden eine Spielaufforderung, sie kann aber auch beschwichtigend wirken. © Pond5 Images / Imago
Ein brauner Hund der Rasse Boxer kratzt sich während er auf einer grünen Wiese sitzt.
Hunde kratzen sich als sogenanntes Übersprungsverhalten. Das bedeutet, sie sind mit einer Situation kurzfristig überfordert oder fühlen sich bedroht. © Redeleit / Imago
Ein Dalmatiner hebt das rechte Hinterbein zum urinieren auf einer grünen Wiese.
Beim Urinieren handelt es sich oft um Markierverhalten. Damit möchte der Hund seiner Umwelt über die Duftstoffe, die im Urin enthalten sind, eine Botschaft hinterlassen. © imagebroker/Imago
Eine Frau umarmt einen Hunde, dieser schaut währenddessen in eine andere Richtung.
Fühlt der Vierbeiner sich vom Menschen bedrängt oder möchte er eine Hundebegegnung entschärfen, wendet er den Kopf ab. © SeventyFour / Imago
Ein Australian Shephard schnüffelt im grünen Gras.
Ist die Nase nur knapp über dem Boden und gilt der Blick dem Gegenüber, signalisiert dies meist eine Kombination aus Beschwichtigung und einer Übersprungshandlung. © Zoonar / Imago
Gähnender brauner französischer Bulldoggenhund mit weißem offenem Maul und Zunge und Zähnen vor weißen Frühlingsblumen.
Gähnen ist ein natürliches Zeichen von Müdigkeit. Es hilft den Vierbeinern aber auch, sich in einer für sie stressigen Situation selbst zu beruhigen und zu entspannen. © imagebroker / Imago

Was tun, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern?

1. Aktivitäten überwachen: Halten Sie Ihre Hündin während der Läufigkeit besonders im Auge und lassen Sie sie nicht unbeaufsichtigt draußen herumlaufen, insbesondere in der Nähe von unkastrierten Rüden. Vermeiden Sie Spaziergänge in öffentlichen Bereichen.

2. Beliebte Hundetreffpunkte vermeiden: Beschränken Sie den Kontakt Ihrer läufigen Hündin mit anderen Hunden.

3. Hygiene bewahren: Halten Sie die Genitalbereiche Ihrer Hündin sauber, indem Sie regelmäßig mit einem feuchten Tuch drüber wischen, um den blutigen Ausfluss zu entfernen.

4. Um Rat fragen: Wenn Sie Fragen oder Bedenken haben oder wenn Sie Anzeichen von Komplikationen wie übermäßige Blutungen, Schmerzen oder Anzeichen von Krankheit bemerken, suchen Sie einen Tierarzt auf.

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