VonSandra Barbara Furtnerschließen
Die erste Läufigkeit ist für viele Hundehalter besonders aufregend. Oft stellt sich die Frage, was es dabei zu beachten gibt.
Die erste Läufigkeit, ist ein Meilenstein im Leben einer Hündin. Dieser natürliche Prozess signalisiert, dass sie geschlechtsreif wird. Für die meisten Hundebesitzer ist diese Zeit oft mit Stress verbunden, da ihre Hündin plötzlich auf Durchzug schaltet, Rüden verrückt spielen und Teppichböden mit Blutflecken gesprenkelt sind.
Während der Läufigkeit durchläuft die Hündin mehreren Phasen, die jeweils durch hormonelle Veränderungen und Verhaltensänderungen gekennzeichnet sind. Die verschiedenen Phasen des Sexualzyklus der Hündin:
- Proöstrus (Vorbrunst):
- Dies ist die erste Phase und dauert etwa 9 bis 10 Tage.
- Dabei kann die Vulva der Hündin anschwellen und ein blutiger Ausfluss auftreten, der oft als „Blutung“ bezeichnet wird.
- Obwohl die Hündin während des Proöstrus Anzeichen für Sexualreife zeigt, ist sie normalerweise noch nicht empfängnisbereit und weist männliche Hunde zurück.
- Östrus (Brunst):
- Dies ist die eigentliche Hitzeperiode und dauert etwa 9 bis 10 Tage, kann aber je nach Hündin variieren.
- Während des Östrus ist die Hündin empfängnisbereit und zeigt auffällige Verhaltensänderungen wie Rute zur Seite legen, erhöhte Agilität und Toleranz für männliche Hunde.
- Der blutige Ausfluss kann während des Östrus nachlassen oder ganz aufhören.
- Metöstrus (Nachbrunst):
- Während des Metöstrus normalisieren sich die Hormonspiegel der Hündin und sie zeigt möglicherweise keine Anzeichen von Hitze mehr.
- Der Ausfluss kann sich verändern und heller werden oder ganz aufhören.
- Anöstrus (Ruhephase):
- Dies ist die Ruhephase des Sexualzyklus und dauert etwa 4 bis 5 Monate.
- Während des Anöstrus zeigen Hündinnen keine Anzeichen von Hitze und sie ruhen sich aus, um sich auf den nächsten Zyklus vorzubereiten.
Woran erkennt man die Läufigkeit?
Schwellung der Vulva: Eine der ersten sichtbaren Anzeichen ist das Anschwellen der Vulva, die äußeren Genitalien der Hündin. Dies kann oft als erstes Anzeichen für den Beginn wahrgenommen werden.
Blutiger Ausfluss: Während der Läufigkeit können Hündinnen einen blutigen Ausfluss haben. Der kann unterschiedlich stark ausfallen und kann rosa, rot oder braun sein.
Verhaltensänderungen: Das Verhalten der Hündin kann sich ändern. Sie kann unruhiger oder reizbarer sein als gewöhnlich und kann vermehrt Interesse an Rüden zeigen.
Häufiges Belecken: Hündinnen können vermehrt ihre Genitalien lecken, um den Ausfluss zu reinigen. Dies ist ein normales Verhalten.
Attraktiviät: Während der Läufigkeit können Hündinnen eine starke Anziehungskraft auf Rüden ausüben. Während dieser Zeit, sollten Sie besonders vorsichtig sein, um sicherzustellen, dass sie nicht ungewollt gedeckt wird.
Wie lange eine Hündin läufig ist, ist bei jedem Tier unterschiedlich. Im Durchschnitt werden Hündinnen zwischen dem 6. und 12. Lebensmonat zum ersten Mal läufig, obwohl dies je nach Rasse und individuellen Faktoren variieren kann.
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Was tun, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern?
1. Aktivitäten überwachen: Halten Sie Ihre Hündin während der Läufigkeit besonders im Auge und lassen Sie sie nicht unbeaufsichtigt draußen herumlaufen, insbesondere in der Nähe von unkastrierten Rüden. Vermeiden Sie Spaziergänge in öffentlichen Bereichen.
2. Beliebte Hundetreffpunkte vermeiden: Beschränken Sie den Kontakt Ihrer läufigen Hündin mit anderen Hunden.
3. Hygiene bewahren: Halten Sie die Genitalbereiche Ihrer Hündin sauber, indem Sie regelmäßig mit einem feuchten Tuch drüber wischen, um den blutigen Ausfluss zu entfernen.
4. Um Rat fragen: Wenn Sie Fragen oder Bedenken haben oder wenn Sie Anzeichen von Komplikationen wie übermäßige Blutungen, Schmerzen oder Anzeichen von Krankheit bemerken, suchen Sie einen Tierarzt auf.
