Hund nachhaltig füttern

Hund nachhaltig füttern und Tonnen CO₂ einsparen: So geht’s

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Nachhaltiges Hundefutter besteht aus weniger Fleischanteil und mehr Gemüse

Hunde nachhaltig zu füttern, ist im Grunde ganz leicht. Wer einige Besonderheiten beim Futter beachtet, kann einen wichtigen Beitrag zur Ökobilanz leisten.

Die Hauptursache für den hohen CO₂-Verbrauch bei der Hundefutterherstellung liegt an der Hauptzutat Fleisch. Herkömmliches Futter für die Vierbeiner stammt aus Massentierhaltung mit hohem Energie- und Wasserverbrauch. Außerdem erzeugen gerade Rinder bei der Verdauung und Ausscheidung große Mengen an klimaschädlichem Methan und Kohlendioxid.

Ökologischer Pfotenabdruck: 8,2 Tonnen CO₂

Die Technische Universität Berlin hat im Rahmen einer Studie die erste Ökobilanz für Hunde erstellt. Vom Futter bis zu den Ausscheidungen wurde der ökologische Fußabdruck der vierbeinigen Freunde genau unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Bereits ein mittelgroßer Hund scheidet im Laufe von 13 Lebensjahren rund 8,2 Tonnen CO₂ aus. Dies entspricht der Menge, die ein Flugzeug auf 13 Hin- und Rückflügen von Spaniens Hauptstadt Barcelona nach Berlin erzeugt.

Hund nachhaltig füttern: Besonderheiten von ökologischem Futter

Wenn Verbraucher ihren Hund nachhaltig füttern, helfen sie mit, diesen CO₂-Fußabdruck möglichst kleinzuhalten. Um das zu erreichen, bekommt der Hund bei einer nachhaltigen Ernährung hochwertiges Futter aus regionalem Anbau, um die Transportwege kurzzuhalten. Dazu kommen umweltschonende Verpackungen aus Karton und Papier beim Trocken- sowie Mehrweggläser bei Nassfutter. Manche ernähren ihren Hund sogar vegan.

Hund nachhaltig füttern: Ernährung mit weniger Fleisch und mehr Gemüse

Auch die Zusammensetzung des nachhaltigen Hundefutters birgt einige Besonderheiten. Die Anbieter setzen hier auf eine Mischkost aus weniger Fleischanteil und mehr hochwertigem Gemüse. Denn entgegen der landläufigen Meinung ist ein Hund ein Allesfresser. Anders als die Katze ist er nicht auf Fleisch als Hauptnahrung angewiesen und gedeiht mit einer ausgesuchten Mischkost prächtig.

Des Weiteren verzichtet ökologisch produziertes Futter auf:

  • Zucker
  • künstliche Konservierungsmittel
  • zugesetzte Aromen
  • Farbstoffe

Darüber hinaus kommen für diese Futtersorten Bioprodukte aus Freilandhaltung zum Einsatz. Diese punkten mit weniger hoher Belastung durch Hormone oder Medikamente wie Antibiotika. Einen Hund nachhaltig zu füttern, stellt damit auch ein großes Plus für seine Gesundheit dar.

Hund nachhaltig füttern: Dieses Futter ist geeignet

Wer den Hund nachhaltig füttern möchte, findet im Handel inzwischen etliche Marken, die auf Tiernahrung mit kleinem ökologischen Fußabdruck setzen. Die für die Gesundheit des Hundes notwendigen Proteine darin stammen überwiegend aus pflanzlichen Eiweißquellen oder von Fisch. Gerade heimische Forellen sind ideal. Sie liefern wie alle Fischarten wichtige Omega3-Fettsäuren, zahlreiche Vitamine und Mikronährstoffe.

Eine Ernährung mit nachhaltigem Futter ist außerdem für Hunde optimal, die allergisch auf einige Futtersorten reagieren oder generell einen empfindlichen Magen haben. Die ausgesuchten Zutaten im nachhaltigen Hundefutter sorgen dafür, dass die Vierbeiner diese Kost oftmals leichter verdauen können. Eine interessante Alternative zu Fleisch ist Tierfutter mit Insekten als Proteinlieferant. Dadurch bekommen auch die Allergiker unter den Hunden ausreichend verträgliches tierisches Eiweiß. Doch egal, ob sie vorher Trocken- oder Nassfutter gefüttert haben, eine Futterumstellung müssen sie immer Schritt für Schritt durchführen.

Hunderassen für Allergiker: Welche Rassen besonders geeignet sind

Der Pudel ist der vermutlich bekannteste Allergiker-Hund. Er verliert nur sehr selten Haare und ist nicht vom Fellwechsel betroffen, der normalerweise zweimal im Jahr stattfindet. Der Pudel hat ein sehr lockiges Fell, das allerdings auch sehr pflegebedürftig ist. (Symbolbild)
Der Pudel ist der vermutlich bekannteste Allergiker-Hund. Er verliert nur sehr selten Haare und ist nicht vom Fellwechsel betroffen, der normalerweise zweimal im Jahr stattfindet. Der Pudel hat ein sehr lockiges Fell, das allerdings auch sehr pflegebedürftig ist. (Symbolbild) © imagebroker/Imago
Bei vielen Hunderassen steht im Herbst oder Frühjahr ein Fellwechsel an – beim Yorkshire Terrier hingegen nicht. Nur in seltensten Fällen kommt es bei dieser Hunderasse zu Haarausfall. (Symbolbild)
Bei vielen Hunderassen steht im Herbst oder Frühjahr ein Fellwechsel an – beim Yorkshire Terrier hingegen nicht. Nur in seltensten Fällen kommt es bei dieser Hunderasse zu Haarausfall. (Symbolbild)  © agefotostock/Imago
Hunde der Rasse Bichon Frisé haben ein weiches, gelocktes Fell, das allen Staub und alle Hautschuppen auffängt. Das macht ihn zum idealen Begleiter für Menschen mit Allergien. Außerdem haart die Rasse nicht. (Symbolbild)
Hunde der Rasse Bichon Frisé haben ein weiches, gelocktes Fell, das allen Staub und alle Hautschuppen auffängt. Das macht ihn zum idealen Begleiter für Menschen mit Allergien. Außerdem haart die Rasse nicht. (Symbolbild) © Nature Picture Library/Imago
Der Portugiesische Wasserhund haart kaum. Die losen Haare bleiben bei ihm in den Locken hängen. Aufgrund dieser Fellbeschaffenheit wird er besonders oft als Allergiker-Hund empfohlen. Jedoch ist es anzuraten, vor der Anschaffung zu prüfen, ob auf diese Hunderasse allergisch reagiert wird. (Symbolbild)
Der Portugiesische Wasserhund haart kaum. Die losen Haare bleiben bei ihm in den Locken hängen. Aufgrund dieser Fellbeschaffenheit wird er besonders oft als Allergiker-Hund empfohlen. Jedoch ist es anzuraten, vor der Anschaffung zu prüfen, ob auf diese Hunderasse allergisch reagiert wird. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Der Basenji ähnelt einer Katze: Er ist sehr rein, und putzt sich täglich selbst. Das kurze Fell dieser Hunderasse verliert kaum Haare, weswegen sie hervorragende Allergiker-Hunde sind. (Symbolbild)
Der Basenji ähnelt einer Katze: Er ist sehr rein, und putzt sich täglich selbst. Das kurze Fell dieser Hunderasse verliert kaum Haare, weswegen sie hervorragende Allergiker-Hunde sind. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Langes, üppiges Fell ist das Markenzeichen der Afghanischen Windhunde. Doch trotz des üppigen Fells neigt diese Hunderasse nicht zu Haarausfall. Voraussetzung ist jedoch die ordentliche Pflege. (Symbolbild)
Langes, üppiges Fell ist das Markenzeichen der Afghanischen Windhunde. Doch trotz des üppigen Fells neigt diese Hunderasse nicht zu Haarausfall. Voraussetzung ist jedoch die ordentliche Pflege. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Ein Labradoodle steht auf einer Blumenwiese.
Der Labradoodle gehört zu den Hybridhunden und ist eine Kreuzung aus Labrador und Pudel. Ziel dieser Zucht war es, einen Familienhund zu züchten, der für Allergiker geeignet ist. Das Fell ist daher sehr pflegeleicht und die Hunde haaren kaum. (Symbolbild) © imagebroker/Imago
Weil der Schnauzer bei richtiger Pflege kaum haart, ist er ebenfalls besonders gut für Allergiker geeignet. Das Fell dieser Hunde besteht aus dichtem und hartem Deckhaar und weicher Unterwolle. Die Unterwolle sollte regelmäßig gebürstet werden, damit die abgestorbenen Haare entfernt werden. (Symbolbild)
Weil der Schnauzer bei richtiger Pflege kaum haart, ist er ebenfalls besonders gut für Allergiker geeignet. Das Fell dieser Hunde besteht aus dichtem und hartem Deckhaar und weicher Unterwolle. Die Unterwolle sollte regelmäßig gebürstet werden, damit die abgestorbenen Haare entfernt werden. (Symbolbild) © Frank Sorge/Imago
Der Havaneser ist ein äußerst fröhlicher, familienfreundlicher und zutraulicher Hund. Die kleine Hunderasse hat kein Unterfell und kommt daher auch nicht in den Fellwechsel. Deswegen ist er für Allergiker geeignet. Die Fellpflege ist allerdings aufwendig, da das Fell regelmäßig gebürstet und getrimmt werden muss. (Symbolbild)
Der Havaneser ist ein äußerst fröhlicher, familienfreundlicher und zutraulicher Hund. Die kleine Hunderasse hat kein Unterfell und kommt daher auch nicht in den Fellwechsel. Deswegen ist er für Allergiker geeignet. Die Fellpflege ist allerdings aufwendig, da das Fell regelmäßig gebürstet und getrimmt werden muss. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Der Malteser ist vor allem dem Havaneser sehr ähnlich. Auch er kommt wegen fehlender Unterwolle nicht in den Fellwechsel. Die Hunderasse ist sehr freundlich, ruhig und verschmust. (Symbolbild)
Der Malteser ist dem Havaneser sehr ähnlich. Auch er kommt wegen fehlender Unterwolle nicht in den Fellwechsel. Die Hunderasse ist sehr freundlich, ruhig und verschmust. (Symbolbild) © Ardea/Imago

Hund nachhaltig füttern: Veggie-Tage und andere Besonderheiten

Noch mehr Nachhaltigkeit kommt in den Futternapf, wenn wöchentlich ein bis zwei Veggie-Tage in den Ernährungsplan des Hundes einfließen. Statt Fleisch gibt es dann Gemüse, Reis, Quark oder Eier. Wer bei den Belohnungen ebenfalls nachhaltiger werden möchte, setzt bei den Leckerlis künftig auf selbst gemachte Käsebällchen oder Hundekekse. Spezielle Hundekochbücher sind ebenfalls eine gute Inspirationsquelle, um den Hund nachhaltig zu füttern und ausreichend Abwechslung anzubieten.

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