Hunde-Malaria auf dem Vormarsch: Auwaldzecken übertragen Krankheit
VonLara-Sabrina Kiehl
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In Brandenburg steigen aktuell die Fälle von Hunde-Malaria stark an. Schuld sind Zecken, die die gefährliche Krankheit auslösen.
Krankheiten wie Borreliose, Ehrlichiose, Anaplasmose und Babesiose können durch einen Zeckenbiss auf Hunde übertragen werden. Alle davon sind gefährlich und können im schlimmsten Fall tödlich verlaufen. Die Babesiose, auch Hunde-Malaria genannt, ist derzeit in Brandenburg auf dem Vormarsch. Der ansässige Landesjagdverband warnt vor einer möglichen Ausbreitung der durch Zecken übertragenen Hunde-Malaria.
Hunde-Malaria auf dem Vormarsch: Auwaldzecken übertragen Krankheit
Die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) komme aktuell verstärkt in Brandenburg vor und könne die für Hunde gefährliche Krankheit Babesiose auslösen, teilt der brandenburgische Landesjagdverband in Michendorf mit. Im Landkreis Teltow-Fläming habe eine Amtstierärztin am vergangenen Wochenende bereits von stark steigenden Fallzahlen berichtet, so die Nachrichtenagentur dpa.
Infiziert sich ein Hund, beginnt sich nach ein bis drei Wochen das Allgemeinverhalten zu verändern. Der Vierbeiner leidet unter hohem Fieber, Schlappheit und Fressunlust. Auch kann es zu dunkel verfärbtem Urin, Nasenbluten und Bewegungsstörungen kommen. Ein schneller tödlicher Verlauf ist möglich, da die Krankheit die roten Blutkörperchen zerstört und damit zur Blutarmut führt. Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Hund an Babesiose erkrankt ist, sollten Sie schnellstmöglich den Tierarzt aufsuchen. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser stehen die Heilungschancen. Gleiches gilt auch für die Parvovirose beim Hund.
Nach Verbandsangaben ist die Babesiose beim Hund nicht auf den Menschen übertragbar. Für die Ausbreitung der Auwaldzecke machen Forscher vor allem den Klimawandel verantwortlich. Früher war die Erkrankung Babesiose nur aus dem Ausland bekannt. Laut MDR könne aber auch die sogenannte braune Hundezecke die Krankheit auslösen.
Hunde-Malaria auf dem Vormarsch: gefährliche Krankheit erkennen und vorbeugen
Um die Gesundheit Ihres Hundes zu schützen und einem Zeckenbiss vorzubeugen, helfen spezielle Halsbänder, Tabletten, Sprays oder Spot-ons. Im Idealfall kontrollieren Sie Ihren Hund nach jedem Wald- und Wiesen-Spaziergang gründlich auf Zecken. Achten Sie dabei auch auf die Pfoten, wie ein Bild zeigt, können sich auch zwischen den Ballen Zecken verstecken.
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Wie MDR berichtet, ist in Deutschland seit 2022 ein Impfstoff gegen Babesiose für Hunde zugelassen. Eine allgemeine Impfempfehlung gebe es allerdings nicht. Zwar schützt die Impfung nicht vor einer Erkrankung, aber sie mildert die Symptome ab. In Risikogebieten empfehlen Experten, die Hunde impfen zu lassen. Holen Sie sich rund um den Zeckenschutz und Impfungen immer den Rat von Ihrem Tierarzt.