Gefährliche Plagegeister

Hunde-Malaria auf dem Vormarsch: Auwaldzecken übertragen Krankheit

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In Brandenburg steigen aktuell die Fälle von Hunde-Malaria stark an. Schuld sind Zecken, die die gefährliche Krankheit auslösen.

Krankheiten wie Borreliose, Ehrlichiose, Anaplasmose und Babesiose können durch einen Zeckenbiss auf Hunde übertragen werden. Alle davon sind gefährlich und können im schlimmsten Fall tödlich verlaufen. Die Babesiose, auch Hunde-Malaria genannt, ist derzeit in Brandenburg auf dem Vormarsch. Der ansässige Landesjagdverband warnt vor einer möglichen Ausbreitung der durch Zecken übertragenen Hunde-Malaria.

Hunde-Malaria auf dem Vormarsch: Auwaldzecken übertragen Krankheit

Hunde täglich auf Zecken zu kontrollieren, kann helfen, mögliche Infektionen zu vermeiden. (Symbolbild)

Die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) komme aktuell verstärkt in Brandenburg vor und könne die für Hunde gefährliche Krankheit Babesiose auslösen, teilt der brandenburgische Landesjagdverband in Michendorf mit. Im Landkreis Teltow-Fläming habe eine Amtstierärztin am vergangenen Wochenende bereits von stark steigenden Fallzahlen berichtet, so die Nachrichtenagentur dpa.

Infiziert sich ein Hund, beginnt sich nach ein bis drei Wochen das Allgemeinverhalten zu verändern. Der Vierbeiner leidet unter hohem Fieber, Schlappheit und Fressunlust. Auch kann es zu dunkel verfärbtem Urin, Nasenbluten und Bewegungsstörungen kommen. Ein schneller tödlicher Verlauf ist möglich, da die Krankheit die roten Blutkörperchen zerstört und damit zur Blutarmut führt. Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Hund an Babesiose erkrankt ist, sollten Sie schnellstmöglich den Tierarzt aufsuchen. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser stehen die Heilungschancen. Gleiches gilt auch für die Parvovirose beim Hund.

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Nach Verbandsangaben ist die Babesiose beim Hund nicht auf den Menschen übertragbar. Für die Ausbreitung der Auwaldzecke machen Forscher vor allem den Klimawandel verantwortlich. Früher war die Erkrankung Babesiose nur aus dem Ausland bekannt. Laut MDR könne aber auch die sogenannte braune Hundezecke die Krankheit auslösen.

Hunde-Malaria auf dem Vormarsch: gefährliche Krankheit erkennen und vorbeugen

Um die Gesundheit Ihres Hundes zu schützen und einem Zeckenbiss vorzubeugen, helfen spezielle Halsbänder, Tabletten, Sprays oder Spot-ons. Im Idealfall kontrollieren Sie Ihren Hund nach jedem Wald- und Wiesen-Spaziergang gründlich auf Zecken. Achten Sie dabei auch auf die Pfoten, wie ein Bild zeigt, können sich auch zwischen den Ballen Zecken verstecken.

Halter müssen starke Nerven haben: Sieben Hunderassen, bei denen die Erziehung eine Herausforderung ist

Dalmatiner wird Gassi geführt
Dalmatiner zählen zu den schlauen Hunderassen. Das ist an sich eine gute Sache, doch bei den gepunkteten Vierbeinern mischt sich Intelligenz mit einer gehörigen Portion Starrsinn. Die gutmütigen Vierbeiner verstehen entsprechend Befehle – befolgen sie aber eher ungern. Eine klare Führung und intensives Training sind bei der Erziehung von Dalmatinern enorm wichtig, weil sie sonst Frustration aufbauen und es infolge zu ungewünschten Verhaltensweisen wie Beißen und Knurren kommen kann.  © Roman Märzinger/Imago
Zwei Chow-Chows stehen auf einem Stein im Wasser.
Der Chow-Chow sieht aus wie ein überdimensionaler Teddybär. Doch die chinesische Hunderasse ist kein Tier, das sich von jedem gerne knuddeln lässt. Die Rasse gilt als eigensinnig und eignet sich eher weniger als Familienhund, weil er Kindern gegenüber eher skeptisch und verhalten ist. Auch Fremden gegenüber verhält er sich oft abweisend. Gerne fixiert er sich auf eine Bezugsperson. Typisch für sein Wesen ist auch ein ausgeprägtes territoriales Verhalten, was ihn zum guten Wachhund macht.  © Imago/Panthermedia
Schmetterling sitzt auf der Nase eines Basset Hounds
Der Basset Hound ist eine gutmütige, ruhige und ausgeglichene Hunderasse, die sich ihrer Familie gegenüber anhänglich und sanftmütig zeigt und auch mit Fremden in der Regel kein Problem hat. Allerdings gilt der Basset aufgrund seiner sturen Art als eher schwer erziehbar. Bedingungsloser Gehorsam ist nicht sein Ding. Sie suchen einen neugierigen Begleiter, der viel Freude am Lernen neuer Tricks und Befehle ist? Dann sollte Ihre Wahl nicht auf den charakterstarken Basset Hound fallen. © Imago/Panthermedia
Rauhhaardackel sitzt im Laub
Sie sind ein großer Dackel-Fan? Damit sind Sie nicht allein. Der Dackel, auch Dachshund genannt, hat Kultstatus. „Schon Kaiser Wilhelm mit seiner Leidenschaft für den Dackel war ein wichtiger Impulsgeber. Damit war der Dackel wohl der erste Modehund Deutschlands“, zitiert die Welt Udo Kopernik, Sprecher des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH). Dabei ist der Dackel kein einfacher Hund. Gezüchtet für die Jagd, als sogenannter Erdhund für die Baujagd auf Fuchs und Dachs, ist sein Jagdtrieb in der Regel stark ausgeprägt. Viele Besitzer beschreiben ihren Liebling auch als unabhängig und eigenwillig. Wer einen leicht erziehbaren Hund möchte, sollte daher besser die Finger vom Dackel lassen.  © D. Maehrmann/Imago
Paar geht im Park spazieren, Mann will mit Hund spielen
Ein Beagle sieht niedlich aus, ist aber nicht für Anfänger geeignet. Der Grund: Er wurde in England für die Jagd auf Hasen und anderes Wild gezüchtet. Entsprechend ist sein Jagdtrieb extrem gut ausgeprägt. Ohne Leine ist er daher schon mal schnell einer Fährte verfallen und vergisst dabei alles um sich herum. Der Trieb ist oftmals so stark, dass auch konsequentes Training nicht den gewünschten Effekt hat.  © Imago
Welsh Terrier und ein Boston Terrier spielen im Laub
Auch der Welsh Terrier (hier links im Bild) ist eine Züchtung, die auf die Jagd spezialisiert war. Der arbeitsfreudige Hund wurde und wird teilweise immer noch eingesetzt, um Otter, Dachs und Fuchs aus ihrem Bau zu locken. Der tief verankerte Jagdtrieb, das beschäftigungs- und bewegungsintensive Wesen des Welsh Terriers und auch eine gewisse Rauflust machen die Hunderasse zum perfekten Begleiter eines aktiven und erfahrenen Hundehalters.  © Ardea/Imago
Husky schnuppert neugierig an der Kamera
Der Siberian Husky ist eine Schlittenhundrasse aus den USA. Er zählt zu den Rassen, die häufig aufgrund ihres Aussehens als Ersthund ausgewählt werden – was schwerwiegende Folgen haben kann. So kommt es nicht selten vor, dass überforderte Hundebesitzer ihren Vierbeiner recht bald im Tierheim abgeben, weil sie den Bedürfnissen des Huskys nicht gerecht werden können. Infolge können die Hunde aggressives Verhalten an den Tag legen. Was den geselligen und sportlichen Hund zum anspruchsvollen Zeitgenossen für Fortgeschrittene macht: Huskys benötigen viel Auslauf, wobei ihnen einfaches Gassigehen in der Regel nicht ausreicht. Außerdem sind sie ungern alleine, haben einen ausgeprägten Jagdtrieb und können eigenwillig, laut und stur sein.  © Dmitry Akhmadullin/Imago

Wie MDR berichtet, ist in Deutschland seit 2022 ein Impfstoff gegen Babesiose für Hunde zugelassen. Eine allgemeine Impfempfehlung gebe es allerdings nicht. Zwar schützt die Impfung nicht vor einer Erkrankung, aber sie mildert die Symptome ab. In Risikogebieten empfehlen Experten, die Hunde impfen zu lassen. Holen Sie sich rund um den Zeckenschutz und Impfungen immer den Rat von Ihrem Tierarzt.

Rubriklistenbild: © Arnulf Hettrich/Imago

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