Aspekte bei der Wahl des Hundes

Hunde und Welpen kaufen: Kosten richten sich nach Herkunft und Rasse

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Sechs Wochen alte Berner-Sennen-Welpen bei ihrem Züchter

Einen Welpen zu kaufen – oder überhaupt Hunde – sollte gut überlegt sein. Mit welchen Kosten müssen Sie rechnen?

Ein Hund ist ein soziales Tier, das im Kontext „seines“ Menschen oder seiner Familie aufgeht. Passen Hundehalter und Hund gut zusammen, warten viele Jahre Freunde auf sie. Doch so, wie wir nicht mit jedem Menschen problemlos zusammenleben können, eignet sich auch nicht jeder Hund für jedes Herrchen oder Frauchen.

Hunde kaufen: Grundsätzliche Fragen bei der Auswahl

Fachverbände wie der Bundesverband für Tiergesundheit e. V., aber auch erfahrene Tierärzte und das Personal von Tierheimen raten, vor dem Kauf eines Hundes einige wichtige Faktoren zu beachten. So gelingt die Auswahl des passenden Vierbeiners, und die spätere Beziehung entwickelt sich wie erhofft.

Bei der Auswahl gibt es verschiedenen Ausgangsfragen:

  • Einen erwachsenen Hund oder einen Welpen kaufen?
  • Soll es ein Rassehund sein oder ein Hund aus dem Tierheim?

Einen Welpen kann man von Anfang an erziehen, während der ausgewachsene Hund bereits Gewohnheiten und Erfahrungen mitbringt. Die sind unter Umständen nicht immer positiv, deshalb sollten Herkunft und Vorgeschichte bekannt sein.

Das betrifft vor allem Tiere aus dem Tierheim, die bisweilen durch verschiedene Hände gegangen sind. Die Bereitschaft, sich liebevoll mit den Besonderheiten des Tiers auseinanderzusetzen, ist dabei sehr wichtig.

Welpen kaufen: Rassen und Aufwand

Wenn es ein Rassewelpe sein soll, dann von einem Züchter im Umfeld, der bekannt für seriöse Tierhaltung ist. In diesem Fall kann man die Welpen in ihrer familiären Umgebung erleben und davon ausgehen, dass die Kleinen nicht zu früh von der Mutter getrennt werden. Ein Welpe benötigt mindestens ein Jahr, in dem er liebevoll erzogen wird, um nicht nur stubenrein zu werden, sondern auch wichtiges Verhalten wie Leinenführung und Gehorsam zu lernen.

Doch welche Rassen eignen sich für wen? Der beste Freund des Menschen ist vom winzigen Chihuahua bis zum irischen Wolfshund in vielen Formaten erhältlich, und sie alle haben eigene charakterliche Eigenschaften. Die knuffigen kleinen Chihuahuas sind aufgeweckte Mitbewohner, Schäferhunde, Border Collies oder Boxer stellen als Arbeitshunde Ansprüche an Auslauf und sinnvolle Aufgaben. Anpassungsfähig und lebhaft sind Terrier wie der Jack Russell oder der Foxterrier. Allerdings werden auch Hunde mit zunehmendem Alter ruhiger – wer selbst gern einen Gang herunterschaltet, kann sich für einen älteren Hund entscheiden.

Hunderassen für Allergiker: Welche Rassen besonders geeignet sind

Der Pudel ist der vermutlich bekannteste Allergiker-Hund. Er verliert nur sehr selten Haare und ist nicht vom Fellwechsel betroffen, der normalerweise zweimal im Jahr stattfindet. Der Pudel hat ein sehr lockiges Fell, das allerdings auch sehr pflegebedürftig ist. (Symbolbild)
Der Pudel ist der vermutlich bekannteste Allergiker-Hund. Er verliert nur sehr selten Haare und ist nicht vom Fellwechsel betroffen, der normalerweise zweimal im Jahr stattfindet. Der Pudel hat ein sehr lockiges Fell, das allerdings auch sehr pflegebedürftig ist. (Symbolbild) © imagebroker/Imago
Bei vielen Hunderassen steht im Herbst oder Frühjahr ein Fellwechsel an – beim Yorkshire Terrier hingegen nicht. Nur in seltensten Fällen kommt es bei dieser Hunderasse zu Haarausfall. (Symbolbild)
Bei vielen Hunderassen steht im Herbst oder Frühjahr ein Fellwechsel an – beim Yorkshire Terrier hingegen nicht. Nur in seltensten Fällen kommt es bei dieser Hunderasse zu Haarausfall. (Symbolbild)  © agefotostock/Imago
Hunde der Rasse Bichon Frisé haben ein weiches, gelocktes Fell, das allen Staub und alle Hautschuppen auffängt. Das macht ihn zum idealen Begleiter für Menschen mit Allergien. Außerdem haart die Rasse nicht. (Symbolbild)
Hunde der Rasse Bichon Frisé haben ein weiches, gelocktes Fell, das allen Staub und alle Hautschuppen auffängt. Das macht ihn zum idealen Begleiter für Menschen mit Allergien. Außerdem haart die Rasse nicht. (Symbolbild) © Nature Picture Library/Imago
Der Portugiesische Wasserhund haart kaum. Die losen Haare bleiben bei ihm in den Locken hängen. Aufgrund dieser Fellbeschaffenheit wird er besonders oft als Allergiker-Hund empfohlen. Jedoch ist es anzuraten, vor der Anschaffung zu prüfen, ob auf diese Hunderasse allergisch reagiert wird. (Symbolbild)
Der Portugiesische Wasserhund haart kaum. Die losen Haare bleiben bei ihm in den Locken hängen. Aufgrund dieser Fellbeschaffenheit wird er besonders oft als Allergiker-Hund empfohlen. Jedoch ist es anzuraten, vor der Anschaffung zu prüfen, ob auf diese Hunderasse allergisch reagiert wird. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Der Basenji ähnelt einer Katze: Er ist sehr rein, und putzt sich täglich selbst. Das kurze Fell dieser Hunderasse verliert kaum Haare, weswegen sie hervorragende Allergiker-Hunde sind. (Symbolbild)
Der Basenji ähnelt einer Katze: Er ist sehr rein, und putzt sich täglich selbst. Das kurze Fell dieser Hunderasse verliert kaum Haare, weswegen sie hervorragende Allergiker-Hunde sind. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Langes, üppiges Fell ist das Markenzeichen der Afghanischen Windhunde. Doch trotz des üppigen Fells neigt diese Hunderasse nicht zu Haarausfall. Voraussetzung ist jedoch die ordentliche Pflege. (Symbolbild)
Langes, üppiges Fell ist das Markenzeichen der Afghanischen Windhunde. Doch trotz des üppigen Fells neigt diese Hunderasse nicht zu Haarausfall. Voraussetzung ist jedoch die ordentliche Pflege. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Ein Labradoodle steht auf einer Blumenwiese.
Der Labradoodle gehört zu den Hybridhunden und ist eine Kreuzung aus Labrador und Pudel. Ziel dieser Zucht war es, einen Familienhund zu züchten, der für Allergiker geeignet ist. Das Fell ist daher sehr pflegeleicht und die Hunde haaren kaum. (Symbolbild) © imagebroker/Imago
Weil der Schnauzer bei richtiger Pflege kaum haart, ist er ebenfalls besonders gut für Allergiker geeignet. Das Fell dieser Hunde besteht aus dichtem und hartem Deckhaar und weicher Unterwolle. Die Unterwolle sollte regelmäßig gebürstet werden, damit die abgestorbenen Haare entfernt werden. (Symbolbild)
Weil der Schnauzer bei richtiger Pflege kaum haart, ist er ebenfalls besonders gut für Allergiker geeignet. Das Fell dieser Hunde besteht aus dichtem und hartem Deckhaar und weicher Unterwolle. Die Unterwolle sollte regelmäßig gebürstet werden, damit die abgestorbenen Haare entfernt werden. (Symbolbild) © Frank Sorge/Imago
Der Havaneser ist ein äußerst fröhlicher, familienfreundlicher und zutraulicher Hund. Die kleine Hunderasse hat kein Unterfell und kommt daher auch nicht in den Fellwechsel. Deswegen ist er für Allergiker geeignet. Die Fellpflege ist allerdings aufwendig, da das Fell regelmäßig gebürstet und getrimmt werden muss. (Symbolbild)
Der Havaneser ist ein äußerst fröhlicher, familienfreundlicher und zutraulicher Hund. Die kleine Hunderasse hat kein Unterfell und kommt daher auch nicht in den Fellwechsel. Deswegen ist er für Allergiker geeignet. Die Fellpflege ist allerdings aufwendig, da das Fell regelmäßig gebürstet und getrimmt werden muss. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Der Malteser ist vor allem dem Havaneser sehr ähnlich. Auch er kommt wegen fehlender Unterwolle nicht in den Fellwechsel. Die Hunderasse ist sehr freundlich, ruhig und verschmust. (Symbolbild)
Der Malteser ist dem Havaneser sehr ähnlich. Auch er kommt wegen fehlender Unterwolle nicht in den Fellwechsel. Die Hunderasse ist sehr freundlich, ruhig und verschmust. (Symbolbild) © Ardea/Imago

Welpen kaufen: Darum vom verantwortungsbewussten Züchter

Wer einen Welpen kaufen möchte, sollte sich an den örtlichen Züchterverband wenden oder einen Tierarzt fragen – gerade Veterinäre wissen am besten, wen man empfehlen kann und wen eher nicht. Denn es geht nicht nur um den Verkauf niedlicher Hundebabys. Ein Züchter sollte auch darauf achten, dass genetische Veranlagungen zu rassetypischen Krankheiten nicht überhandnehmen und das Aussehen seiner Tiere nicht auf Kosten der Gesundheit geht.

Vom Züchter Hunde zu kaufen, bietet noch einen weiteren Vorteil – nämlich die Gelegenheit, die Welpen zunächst beobachten zu können. Schon früh lassen die kleinen Hunde erkennen, wer sich eher forsch entwickeln wird und wer zurückhaltend oder sogar ängstlich ist. Und die Hündchen entscheiden sich bisweilen selbst für die Kontaktanbahnung.

Hunde kaufen: Die Kosten richten sich nach Herkunft und Rasse

Die Herkunft des Vierbeiners entscheidet über die Kosten – ein älterer Hund aus dem Tierheim, eventuell schwer vermittelbar, kostet deutlich weniger als ein niedliches Labrador-Baby von einem empfohlenen Züchter. Für einen Hund aus dem Tierheim zahlen Adoptionswillige einen Unkostenbeitrag für tiermedizinische Behandlungen, Impfungen und Chippen, der bei ca. 200 Euro beginnt. Ein Rassehund kann um 1.000 Euro, aber auch das Vielfache davon kosten.

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