VonStella Henrichschließen
Ikea-Verkaufshit Billy ist mal wieder nicht lieferbar. Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu Lieferengpässen des beliebten Regals.
München/Köln ‒ Billy macht offenbar mal wieder Ärger. Bei dem beliebten Ikea-Regal kommt es erneut zu Lieferengpässen. Das berichtet das Online-Portal Der Westen. Kunden hätten bei Ikea nachgefragt. Das Möbelhaus hat daraufhin angeblich mit einem Post auf seiner Facebook-Seite reagiert und offenbar Probleme eingeräumt. Die Kunden werden wieder mal vertröstet. Das ist nicht das erste Mal, dass Ikea mit Billy Probleme hat. Bereits im April fragte eine verzweifelte Kundin auf Facebook nach „Was ist mit Billy los?“ Sie versuche seit drei Wochen ein großes weißes in Kiel zu bekommen. Noch nicht einmal online wurde die Kundin fündig.
Doch zurück in die Jetztzeit - in den Dezember. Auch in Köln Godorf und in Koblenz gibt es laut dem Online-Portal Beschwerden. Innerhalb eines Tages soll Billy bereits ausverkauft gewesen sein. „Ich finde es schade, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass heute so viele von diesen Regalen verkauft wurden“, wird die Kundin zitiert. Denn offenbar ist Billy nach wie vor so begehrt wie vor über 40 Jahren. Damals wurde der Verkaufsklassiker in das Ikea-Sortiment aufgenommen. Seit dieser Zeit wurde Billy nach Angaben des Konzerns schon mehr als 120 Millionen Mal verkauft und gilt mittlerweile als Kult-Produkt der Schweden. Da könnte es also schon passieren, dass ein Kunde Wochen auf Nachschub warten muss.
Billy-Regal macht mal wieder Ärger - Ikea hat mit dem Verkaufshit noch viel vor und setzt künftig auf Nachhaltigkeit bei Materialien
Auch weiterhin hat das Möbelhaus noch viel mit Billy vor. Der Verkaufsschlager soll nämlich fit für die Zukunft gemacht werden. Ab 2024 soll es in den Filialen in Deutschland eine neue Version des beliebten Bücherregals geben. Der überwiegende Teil der für „Billy“ eingesetzten Materialien soll künftig aus erneuerbaren Quellen stammen. Ikea schreitet damit weiter vorwärts zur Erfüllung selbst gesteckter Klimaziele bis 2030.
Doch bis 2024 sind es noch ein paar Monate hin. Mit Blick auf die jüngste Vergangenheit zeigt sich, dass vor allem Rohstoffknappheit und Materialmangel dazu geführt haben, dass der Bücherregalklassiker Billy nicht ausgeliefert werden konnte. So zum Beispiel in Augsburg, Mannheim und Sindelfingen, wie Business-Insider bereits im Vorjahr berichtete. Als Grund wurden globale Ursachen angeführt. Aber auch die verstärkte Nachfrage nach Baustoffen wie Holz blieb dabei nicht ohne Folgen für den Ikea-Konzern. Daher die Billy-Knappheit in den Filialen.
Während der Pandemie im vergangenen Jahr haben die weltweiten Seetransportkapazitäten alle Unternehmen, die vom Seetransport abhängig sind, vor Herausforderungen gestellt – so natürlich auch Ikea.
Ikea reagierte auf die Verknappung damit, dass es zusätzliche Schiffe gechartert hat. Dadurch hat sich laut Unternehmen die Situation bereits verbessert. Glaubt man den Posts in den sozialen Medien, stimmt diese Aussage - zumindest für das Billy-Regal - gegenwärtig noch nicht. Die Kunden werden sich wohl noch ein bisschen gedulden müssen. Sobald das Regal wieder verfügbar ist, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als den Tipp eines anderen Kunden zu befolgen: „Direkt morgens zur Ladenöffnung hin“, um ein Regal zu ergattern. Er zumindest hatte Glück.
Rubriklistenbild: © Christoph Hardt/imago

