Warum macht sie das?

Spiegeln Katzen ihre Besitzer? Eine Studie sagt ja – und zeigt die Folgen

Bei Kindern finden wir es logisch: Wenn sie sich merkwürdig verhalten, ziehen wir Rückschlüsse. Und was ist mit Haustieren? Eine Studie erlaubt Einblicke in die Beziehung zwischen Besitzer und Katzen.

Dass es durchaus starke Parallelen zwischen der Eltern-Kind- und der Besitzer-Katzen-Beziehung gibt, hat eine Studie der englischen Universitäten Nottingham Trent und Lincoln gezeigt. Die Forscherinnen und Forscher ließen mehr als 3.000 anonymisierte Katzenbesitzer Fragebögen ausfüllen. Darin füllten die Halter Informationen über die Gesundheit, das Verhalten, ihre Beziehung und die Rasse ihrer Katzen aus – und über ihre eigenen Eigenschaften:

  • Wie offen sind Sie?
  • Wie extrovertiert sind Sie?
  • Wie gewissenhaft sind Sie?
  • Wie neurotisch sind Sie?
  • Wie verträglich sind Sie?

Katzen spiegeln Persönlichkeit der Besitzer wider: Ergebnisse der Studie

Katzen spiegeln die Persönlichkeit ihrer Besitzer wider. (Symbolbild)

Neurotische Menschen lassen ihre Katzen seltener aus dem Haus – ihre Katzen haben häufiger Verhaltensauffälligkeiten, sind etwa öfter aggressiv und/oder ängstlich. Sie haben zudem häufiger stressbedingte Krankheiten oder Übergewicht. Extrovertierte Menschen lassen ihre Katze häufiger aus dem Haus. Verträgliche Menschen geben öfter an, dass sie glücklich mit dem Verhalten der Katzen sind und dass die Katzen normal gewichtig sind. Gewissenhafte Menschen berichten vermehrt über wenig nervöse, ängstliche oder aggressive Katzen. Ihre Vierbeiner sind öfter gesellig.

Nicht nur zwischen Eltern und Kindern herrscht also eine Beziehung, die sich gegenseitig beeinflusst. Für alle Tierbesitzer ist das eine wichtige Information. Denn: Verhält sich eine Katze beim nächsten Mal merkwürdig, ist aggressiv oder scheint unglücklich, kann die Besitzerin oder der Besitzer sich berechtigterweise fragen:

  • Hat das etwas mit mir zu tun?
  • Kann ich an meiner Beziehung zu meinem Haustier etwas verändern?
  • Ist mein Lebensstil für meine Katze verträglich?
  • Braucht eine aggressive Katze vielleicht mehr Freiraum?
  • Bin ich selbst unglücklich – und mache damit mein Tier unglücklich?

Diese Fragen – und deren Beantwortung – sind sicherlich nicht leicht, können aber das Leben des felligen Familienmitglieds verbessern.

Verhalten und Persönlichkeit deuten: Diese Merkmale haben Katzen

Manche Katzen sind besonders eigenwillig, andere leicht reizbar. Wieder andere Katzen sind richtig verschmust und anhänglich. Ganz oft wirken die Tiere auf Menschen mysteriös und geheimnisvoll.

Elf süße Katzenbabys, die Ihr Herz heute schmelzen lassen

Schlafendes Kätzchen
Ein schlummerndes Katzenbaby: gibt es etwas Süßeres? © Imago
Kätzchen spielt
Kätzchen sind beliebte Fotomotive: zu süß sind ihre tapsigen Bewegungen, ihr verträumter Blick und ihr Umgang mit neuen Spielsachen.  © Imago
Zwei kleine Kätzchen streifen im Garten umher
„Da will ich hoch, bitte bitte“: Ihr angeborenes Klettertalent bauen Katzenbabys schon früh aus. Ob Stühle, Tische oder Schränke – Erhöhte Flächen ziehen Katzen magisch an.  © Emica Elvedji/Imago
Mädchen hält zwei junge Katzen im Arm
Das Wesen einer Katze ist individuell sehr verschieden: Wo die einen nicht genug vom Kuscheln auf dem Sofa bekommen, sind andere weniger auf den Menschen fixiert und jagen lieber durch die Nacht.  © Imago
Vier drei Wochen alte Kitten spielen putzmunter.
Ein Wurf Katzenjunge kann aus bis zu sieben Kätzchen bestehen. Die Miezen im Bild sind zirka drei Wochen alt.  © BeckerBredel/Imago
Drei Katzen sitzen in der Hoftür
Eine kleine „Katzengang“ durchstreift ihr Revier: Auf Bauernhöfen sind Katzen seit jeher wichtige Mitbewohner, weil sie die Mäusepopulation unter Kontrolle halten. Mäuse sind dort deshalb so unerwünscht, weil sie Kornkammern verunreinigen und Krankheiten übertragen können.  © Birgit Reitz-Hofmann/Imago
Katzenbaby spielt mit Decke
Gesunde Katzenbabys haben in der Regel einen ausgeprägten Spieltrieb. Alles wird zum Spielzeug: Decken, Kartons, Schuhe, Socken, Haargummis und gerne auch die Deckel von Trinkflaschen.  © Silke Heyer/Imago
Katzenbaby scharrt im Katzenklo herum.
Sie möchten Ihr Kätzchen ans Katzenklo gewöhnen? Loben Sie es dafür direkt, nachdem es sein Geschäft dort gemacht hat. So verbindet der kleine Stubentiger die Örtlichkeit mit etwas Positivem und sucht es in Zukunft gerne auf. © Sabine Brose/Sorge/Imago
Katzenbabies balgen miteinander.
Im Spiel mit seinen Geschwisterchen lernt ein Katzenjunges auch, sich zu behaupten.  © Sabine Brose/Sorge/Imago
Kleines Kätzchen schnuppert an Frau
Die Eingewöhnungsphase eines Kätzchens ist am Anfang oft von Unsicherheit und sogar Angst geprägt. Schließlich sind die neuen Menschen um es herum noch unbekannt. Doch bald schon wird die Neugierde des neuen Mitbewohners überwiegen und es traut sich, das Neuland zu erkunden.  © Imago
Getigertes Kätzchen erkundet die Welt
Ein Kätzchen erkundet die Welt: Gut, wenn die Mama nicht weit entfernt ist, denn die Kletterkünste des kleinen Stubentigers sind noch nicht ganz ausgereift.  © Wayne Hutchinson/Imago

Es gibt allerdings einige Persönlichkeits- und Verhaltenstypen, die in Katzen immer wieder auftauchen, bewies eine Studie aus Finnland. Besitzer von mehr als 4.000 Katzen teilten Informationen über ihre Lieblinge mit den Forschenden der Universität Helsinki. Dabei erkannten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler folgende Charakter-Typen, die gehäuft bei Katzen vorkommen:

  • Anhänglich
  • Verspielt
  • Aggressiv gegenüber Menschen
  • Gesellig mit Menschen
  • Gesellig mit anderen Katzen
  • Übermäßiges Putzverhalten
  • Probleme bei der Katzentoilette 

Aggressionen und Urinieren am falschen Ort sind die gängigsten Beschwerden, die Besitzer über ihre Katzen äußern. Die Studie aus Helsinki zeigte außerdem klar, dass diese Verhaltensweisen und Charakterzüge je nach der Katzenrasse unterschiedlich sind. Besonders aktiv seien demnach Bengalen. Exoten und Perser dagegen sind am passivsten. Sehr gründlich pflegen sich Balinesen und Siamesen. Ängstlich sind Katzen der Rasse Russisch Blau, Abessinier sind am wenigsten ängstlich. Katzen, die aggressiv gegenüber Menschen und gleichzeitig kaum gesellig gegenüber anderen Katzen sind? Das sind laut Studie Tiere der Rasse Türkisch Van.

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Glückliche Katze: Dieses Verhalten ist ein gutes Zeichen

Sie wollen wissen, ob es Ihrer Katze gut geht? Dann achten Sie ganz besonders auf diese Merkmale:

  • Die Katze schnurrt
  • Sie plappert und will Ihre Aufmerksamkeit
  • Sie tretelt auf einer Stelle herum
  • Sie thront immer wieder auf einem erhöhten Punkt in Ihrer Wohnung
  • Sie zeigt ihren Bauch

Wie genau Sie diese Verhaltensweisen erkennen und was sie bedeuten, erfahren Sie hier.

Rubriklistenbild: © Imaginechina-Tuchong/Imago

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