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Sorgloser Ruhestand: In diesen Ländern zahlen Rentner keine Steuern

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Ein finanziell sorgloser Ruhestand ist für viele ein Traum. In einigen Ländern könnte dieser Wirklichkeit werden – dank steuerfreier Renten.

Frankfurt – Wer über viele Jahre in das Rentensystem eingezahlt hat, sollte im Alter finanziell abgesichert sein. 42 Prozent aller Rentner in Deutschland erhalten trotzdem unter 1250 Euro im Monat. Kürzlich warnte auch der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände vor einer Lücke in der Rentenkasse.

Daher entscheiden sich einige Rentnerinnen und Rentner, in ein anderes Land zu ziehen – in der Hoffnung auf weniger finanzielle Schwierigkeiten. In einigen Fällen kann dieser Schritt tatsächlich vorteilhaft sein. Doch wo können Rentnerinnen und Rentner am ehesten ohne finanzielle Sorgen leben?

Finanzielles Paradies in der Rente – Portugal gehört nicht mehr dazu

Portugal wurde lange Zeit als Renten-Paradies angesehen. Doch wie swz.de berichtet, ist damit seit dem 1. Januar 2024 Schluss. Denn die portugiesische Regierung ließ zum Jahreswechsel ein Gesetz auslaufen, das 2009 von der damaligen Regierung verabschiedet wurde. Dieses Gesetz befreite Rentnerinnen und Rentner aus dem Ausland ab dem Zeitpunkt ihres Umzuges für zehn Jahre von der Einkommenssteuer auf ihre Rente. Wenn Rentenbeziehende länger als zehn Jahre in Portugal lebten, wurde anschließend ein Steuersatz von 10 bis 20 Prozent erhoben.

Einen finanziell sorglosen Ruhestand wünschen sich wohl die meisten Rentner – doch das ist häufig gar nicht möglich.

Die Wiedereinführung dieser nun ausgelaufenen Regelung durch die Regierung ist äußerst unwahrscheinlich. Wie taz.de berichtet, sagte der sozialistische Ministerpräsident António Costa in einem Interview: „Diese Maßnahme aufrechtzuerhalten, würde die Steuerungerechtigkeit verlängern und zudem würde es die Preise auf dem Immobilienmarkt weiter in die Höhe treiben“.

Leben ohne Steuern im Ausland – diese Bedingungen müssen erfüllt sein

Das Portal wohnsitzausland.com, das „transparent zu einer großen Anzahl von steuergünstigen Wohnsitzstaaten“ informieren will, erklärt, dass es aktuell sieben Länder gibt, in denen deutsche Rentner steuerfrei leben können. Dafür müssen zwei Bedingungen erfüllt sein: „Erstens muss das Wohnsitzland des Rentners gemäß Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland das Recht haben, die deutsche Rente zu besteuern“.

Dies ist in den meisten Ländern nicht der Fall „und Deutschland hat ein Besteuerungsrecht, selbst wenn der Empfänger der Rente im Ausland lebt“. Darüber hinaus darf das Land die Rente nicht besteuern, obwohl es gemäß Doppelbesteuerungsabkommen das Recht dazu hätte.

Sieben Länder erheben keine Steuern auf Renten – Albanien als Rentnerparadies?

Obwohl 37 Länder laut dem Doppelbesteuerungsabkommen das Recht haben, deutsche Renten zu besteuern, verzichten sieben Länder laut dem Portal darauf und erfüllen somit die Bedingungen für eine steuerfreie Rente. So sind Renten in Albanien für Staats- und EU-Bürgerinnen und -Bürger beispielsweise steuerfrei. Niedrige Lebenshaltungskosten und gutes Wetter könnten Rentenbeziehende dazu verleiten, ihren Ruhestand in Albanien zu verbringen.

Diese Länder erheben trotz Doppelbesteuerungsabkommen keine Steuern auf deutsche Renten

  • Albanien
  • Moldawien/Republik Moldau
  • Japan
  • Kuwait
  • Mauritius
  • Thailand
  • Vietnam

Das Gleiche gilt für Moldawien, wo Renteneinkünfte für Ausländerinnen und Ausländer ebenfalls steuerfrei sind. Seniorinnen und Senioren müssen dafür ein Visum des Typs D beantragen, das es ermöglicht, in das Land zu reisen und dort für einen längeren Zeitraum zu bleiben.

Thailand bietet für Menschen in Rente ein „Retirement-Visum“ für steuerfreie Bezüge

Auch in Thailand können Rentnerinnen und Rentner von niedrigen Lebenshaltungskosten und steuerfreien Renten profitieren. Dafür müssen sie das sogenannte Retirement-Visum beantragen, das jährlich verlängert werden kann – vorausgesetzt, die Personen werden nicht straffällig. Vietnam bietet ebenfalls steuerfreie Renten.

Laut wohnsitzausland.com ist das Land zwar leicht zugänglich, aber es ist deutlich schwieriger, eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten. Es gibt kein Rentnervisum für ausländische Seniorinnen und Senioren. Rentenbeziehende können aber ein Visum für fünf Jahre beantragen, wenn Eltern, der Ehepartner oder die Ehepartnerin die vietnamesische Staatsbürgerschaft besitzen.

Kuwait, Mauritius und Japan sind für Rentner steuerfrei – dennoch kompliziert oder teuer

In Kuwait, Mauritius und Japan sind Renten für Personen aus dem Ausland ebenfalls steuerfrei. Hier sind jedoch hohe Lebenshaltungskosten und aufwendige Anträge laut dem Portal eher ein Hindernis, um die Steuerparadiese zu nutzen. In Kuwait könnten extrem hohe Temperaturen und für einige möglicherweise auch ein allgemeines Verbot von Schweinefleisch und Alkohol der Auswanderung im Wege stehen.

Die Top 10 der besten Länder für die Rente im Ausland

Der Sandstrand in San Andres (Kolumbien).
Kolumbien hat es auf Platz 10 geschafft – das Land bietet nämlich nicht nur ein tropisches Klima mit Traumstränden und Sonne das ganze Jahr über. Laut „Retirement Index“ hat Kolumbien auch gutes Gesundheitssystem. Für rund 1.000 US-Dollar im Monat kann man in Kolumbien außerdem ein gutbürgerliches Leben in kleineren Städten leben, für 2.000 Dollar in der Hauptstadt Bogota.  © Imago
Blick auf die Insel Kho Mak in Thailand
Dass Thailand für europäische Auswanderer ein Paradies ist, ist schon lange bekannt. Für Rentner lohnt es sich aber ganz besonders, weil es für Menschen ab 50 Jahren Sonderkonditionen für Langzeitvisen gibt. Zudem sind die Immobilienpreise hier besonders attraktiv: Eine Zweizimmerwohnung kann in Thailand für unter 30.000 Dollar erworben werden.  © IMAGO/Fokke Baarssen
Der Hafen von Portofino, Genua in Italien
Wer lieber in Europa bleiben will, sollte sich Italien für die Rente genauer ansehen. Im Süden bleibt das Wetter auch im Winter warm mit Temperaturen um die 20 Grad. Laut „Retirement Index“ liegt Italien außerdem auf Platz 2 der besten Gesundheitssysteme der Welt. Die Lebenshaltungskosten liegen zwar höher als im Rentnerparadies Thailand. Aber für rund 2.500 Euro im Monat halten sich die Kosten auch hier in Grenzen.  © Imago
Étretat in der Normandie (Frankreich)
Solange man sich nicht gerade Paris aussucht, kann man sich als Rentner in Frankreich ein sehr schönes Leben machen. An der Côte d‘Azur ist es auch im Winter warm und sonnig, und für rund 200.000 Euro kann man sich schon ein Häuschen leisten. Das Gesundheitssystem ist ebenfalls sehr gut und günstig - ein normaler Arztbesuch kostet unter 10 Euro.  © Pixabay
Die Insel Santorin in Griechenland
An 250 Tagen im Jahr scheint in Griechenland die Sonne. Kein Wunder also, dass es im „Retirement Index“ auf Platz 7 liegt. Zudem sind die Lebenshaltungskosten niedriger als in Deutschland, da die Griechen durchschnittlich mit unter 20.000 Euro im Jahr auskommen muss.  © Pixabay
Die kleine Stadt Nerja im Süden von Spanien
In Spanien können Rentner für weniger als 2.500 Dollar im Monat ein gutes Leben führen. Vor allem außerhalb der größeren Städte sind die Lebenshaltungskosten niedriger als in Deutschland. Die Essenskultur der Spanier ist ein echtes Highlight - und ein 3-Gänge-Menü kann in der Regel für weniger als 20 Euro geschossen werden. Außerdem ist Spanien eines der sichersten Länder Europas. © IMAGO/Martin Silva Cosentino
Regenwald und Sandstrand in Costa Rica
Wer den Lebensabend in den Tropen verbringen will, könnte sich Costa Rica aussuchen. Im „Retirement Index“ liegt das Land auf Platz 5. Für 3.000 US-Dollar im Monat kann ein Rentner-Paar ein schönes Leben führen, inklusive Wohnung. Wer über mehr Geld verfügt, kann schon fast im Luxus leben. Zudem gibt es wunderschöne Strände und Sonne das ganze Jahr über.  © Victor Bordera/Imago
Der Kratersee Quilotoa in den Anden von Ecuador
Es gibt nur wenige Länder, in denen die Lebenshaltungskosten so niedrig sind wie in Ecuador. Ein Rentner-Paar kann hier für 1.800 Dollar im Monat alles bekommen, was es zum Leben braucht. Kleine Wohnungen an der Pazifikküste gibt es für unter 150.000 Dollar zu kaufen. Neben den Stränden gibt es die Bergkulisse der Anden - es ist also für jeden was dabei.  © Imago
Die Stadt Bocas del Toro in Panama
Auch Panama kann mit niedrigen Lebenshaltungskosten und einem gehobenen Lifestyle bei Rentnern punkten. Für 150.000 Dollar können hier schöne Wohnungen gekauft werden. Zum Leben braucht man rund 1.000 Dollar Rente im Monat - in Deutschland gilt man mit dem Einkommen als armutsgefährdet, in Panama lebt man im Luxus. Es gibt auch ein Rentner-Visum, das relativ problemlos zu bekommen ist.  © Imago
Die Stadt Puerto Escondido an der Küste von Mexiko
Auf Platz 2 im „Retirement Index“ steht Mexiko. Rentner können hier für rund 800 US-Dollar im Monat ein entspanntes Leben führen, mehr braucht es nicht. Das Land hat außerdem ein modernes Gesundheitssystem, Arztbesuche kosten zwischen 300 und 800 Dollar im Jahr. Mit einem Kurzzeitvisum kann man vier Jahre lang in dem Land leben - muss das Visum aber jährlich aktualisieren.  © Imago
Spätsommer an der portugiesischen Algarve zwischen Portimao und dem Cabo de Sao Vicente / Die herrliche Badebucht Praia
Das beste Land für Rentner im Jahr 2023 ist Portugal. Warum? Weil es alle Wünsche erfüllt: Das Klima ist immer genau richtig, die Landschaft atemberaubend schön und es ist eines der sichersten Länder der Welt. Das Gesundheitssystem wird von der Weltgesundheitsorganisation auf Platz 12 der besten der Welt gesehen. Ein Ehepaar kommt mit 2.500 Dollar im Monat leicht über die Runden. © IMAGO/Rex Schober

Für Rentenbeziehende, die sich auf Mauritius niederlassen möchten, ist es erforderlich, jährlich mindestens 18.000 US-Dollar auf ihr Konto zu überweisen, um die finanziellen Vorteile des Landes in Anspruch nehmen zu können. Schon bei der Antragstellung wird eine Gebühr von 1500 US-Dollar erhoben. In Japan hingegen könnten die Lebenshaltungskosten, die zwischen 2000 und 2500 Euro liegen, die steuerlichen Vorteile für viele Menschen relativieren.

Renten-Paradies Griechenland – nur unter bestimmten Voraussetzungen

Griechenland gilt trotz der Besteuerung von Rentenbezügen als ein Paradies in der Rente. Laut der Anwaltskanzlei Juhn Partner beträgt die Einkommenssteuer auf deutsche Renten nur sieben Prozent. Dies gilt auch für Mieteinkünfte, Zinsen, Dividenden und Kapitalerträge aus ausländischen Quellen. Einnahmen aus griechischen Quellen unterliegen jedoch gesondert dem griechischen Steuerrecht.

Um in Griechenland steuerliche Vorteile im laufenden Kalenderjahr zu genießen, muss bis zum 31. März ein Antrag beim Finanzamt in Athen eingereicht werden. Darüber hinaus darf in fünf der letzten sechs Jahre keine unbeschränkte Steuerpflicht in Griechenland bestanden haben. Ein weiterer erforderlicher Nachweis betrifft ausländische Renten- oder Pensionsbezüge, wobei auch die Höhe der Einkünfte angegeben werden muss.

Die Redakteurin oder der Redakteur hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.

Rubriklistenbild: © Christian Charisius/dpa

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