Leckere Knolle

Ingwer auf der Fensterbank: Die Knolle darf nicht schimmeln

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Ingwer ist eine beliebte Zutat in der Küche, aber haben Sie ihn schon mal selbst angebaut? Das klappt sogar auf der Fensterbank ziemlich gut.

Ingwer ist neben Kurkuma eine beliebte Zutat für Smoothies, Shots und vor allem als Tee im Winter begehrt. Denn er soll das Immunsystem stärken und vor Erkältungen schützen. Wer keinen Garten hat oder im Winter eine neue Aufgabe sucht, kann Ingwer auch auf der Fensterbank ziehen.

Ingwer auf der Fensterbank: So einfach geht der Anbau

Ingwer kann auch auf der Fensterbank angebaut werden.

Wie auch andere Dinge wie Kartoffeln kann Ingwer austreiben, wenn er versehentlich irgendwo vergessen wird. Haben Sie eine bereits austreibende Knolle zu Hause, dann fehlen nur noch wenige Materialien und schon kann die eigene Ingwer-Anzucht losgehen.

So geht es:

  • Was Sie brauchen: Ingwer-Knolle, auch als Rhizom bezeichnet, die Bio-Qualität hat, idealerweise frisch gekauft; ein Gefäß mit Wasser, ein Messer, Anzuchttöpfe und Erde.
  • Laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) sollte bestenfalls ein Rhizom mit „Augen“, also Austriebsknospen gekauft werden, das prall und frisch ist. Der erste Schritt bei der Anzucht sei laut NDR dann das Abschneiden von Stücken, die fünf Zentimeter lang sein sollen. Jedes Stück soll laut NDR mindestens ein Auge haben, andere Quellen nennen gar zwei bis drei Augen pro Stück.
  • Diese zurechtgeschnittenen Stück kommen dann in ein Gefäß mit Wasser, das bestenfalls warm ist. Über Nacht einlegen und schon kann es einen Tag später weitergehen.
  • Nehmen Sie einen normalen Blumentopf mit Anzuchterde oder selbst gemischtem Substrat, er sollte zu zwei Dritteln gefüllt sein. In diese Erde kommt nun der Ingwer, Triebe nach oben zeigend, und wird mit einer dünnen Erdschicht bedeckt.
  • Danach befeuchten: Wichtig ist kalkfreies Wasser.
  • Der Topf wird nun mit Plastikfolie bedeckt, natürlich können Sie auch gängige Deckel für Anzuchttöpfe nutzen, falls vorhanden. Luftlöcher nicht vergessen!
  • Regelmäßiges Besprühen oder vorsichtiges Gießen ist dann wichtig, die Knolle darf aber nicht schimmeln. Bis sie austreibt, können etwa vier Wochen vergehen. Bis dahin sollte der Standort hell sein, ohne direkte Sonne oder Zugluft. Eine Fensterbank sei laut NDR gut geeignet.
  • Sobald der Ingwer austreibt, kann die Folie entfernt werden, der Spross darf dann auch bald umgetopft werden. Bis zur Ernte können rund zehn Monate vergehen. Unter 20 Grad Celsius sollten die Temperaturen dabei nie fallen.

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Saintpaulia, oder auch Usambaraveilchen genannt, blüht in Lila, Weiß, Blau oder Pink. Sie mögen viel Licht, aber keine direkte Sonne.  © Darekb22/Imago

Und das war es dann auch schon, die Ingwer-Anzucht ist im Grunde nicht schwer. Das Frühjahr sei laut NDR der beste Zeitpunkt für die Anzucht. Übrigens wird die Pflanze dann etwa einen Meter hoch, ein wenig Platz sollten Sie also einplanen. Nach der Ernte können Sie Reste wieder für eine neue Anzucht nutzen, ähnlich wie das auch bei vielen Gartenpflanzen klappt.

Rubriklistenbild: © Imago

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