Leben nach der „inneren Uhr“: Forscher finden perfekten Zeitpunkt für Sport, Kaffee und Abendessen
VonJuliane Gutmann
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Jeder Mensch tickt anders. Die einen sind Frühaufsteher, die anderen drehen erst abends richtig auf. Wer seine Leistungskurve kennt, kann seinen Tag sinnvoll planen.
Sie wissen, wann Sie in Höchstform sind? Herzlichen Glückwunsch. Diese Erkenntnis spart Zeit und Energie. Ein Beispiel: Wer morgens lange braucht, um in Schwung zu kommen, der sollte in den Morgenstunden keine fordernden Aufgaben erledigen. Im Büro dann besser einfache Jobs vornehmen, die wenig Konzentration erfordern.
Auch in Hinblick auf Sport, die Essenszeiten und den ersten Koffein-Kick können Empfehlungen in Hinblick auf den individuell passendsten Zeitpunkt abgegeben werden.
Perfekte Uhrzeit für Sport, Abendessen, Koffein
So zeigten Studien etwa, dass man seinen eigenen Biorhythmus kennen sollte, um die für sich persönlich beste Zeitspanne für Sport zu finden. Wer gerne früh aufsteht und sich direkt fit fühlt, sollte entsprechend diese Zeit für das Training nutzen. Für Spättypen, die eher abends aktiv werden, eignet sich dagegen besser der spätere Tag dafür, heißt es vonseiten der AOK.
Unser Körper reagiert auf innere und äußere Einflüsse. Oftmals ist auch die Rede von der „inneren Uhr“, die über Fitness, Konzentrationsfähigkeit bis hin zu Wohlbefinden entscheidet. Der wohl bekannteste Biorhythmus ist der Schlaf-Wach-Rhythmus. Doch auch der Aktivitätszyklus oder der Trinkrhythmus zählen zu den Biorhythmen, die für natürliche Schwankungen der Körperfunktionen sorgen.
Empfehlungen für ein Leben nach dem Biorhythmus – ein Überblick:
Sport sollte zu der Stunde getrieben werden, zu der man sich am fittesten fühlt. Bei Morgenmenschen ist das meist eher die Zeit zwischen sieben und neun Uhr. Sogenannte „Eulen“ sollten dagegen die Trainingseinheit eher auf die Abendstunden legen.
Der beste Zeitpunkt für den ersten Kaffee ist frühestens 60 bis 90 Minuten nach dem Aufstehen. Soweit die Empfehlung des Neurowissenschaftlers Steven Miller, den das Wissenschaftsmagazin GEO zitiert. Ihm zufolge schüttet unser Körper direkt nach dem Aufstehen das Stresshormon Cortisol in höheren Mengen aus, um uns fit für den Tag zu machen. Wer zusätzlich noch Kaffee trinkt, sorgt für einen weiteren Energieschub, der Puls und Blutdruck weiter in die Höhe treibt. Infolge werden wir GEO zufolge anfälliger für Stress.
Das Verdauungssystem ist morgens am aktivsten und läuft abends und nachts auf Sparflamme. Entsprechend sollte man abends eher auf leichte Kost setzen. Vor allem wer einen empfindlichen Magen und Verdauungsprobleme hat, „sollte auf kleine Abendmahlzeiten achten – spätestens drei bis vier Stunden vor dem Schlafengehen“, rät Ökotrophologin Astrid Donalies von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung im Interview mit der Apotheken Umschau.
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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.