VonJoana Lückschließen
Als invasive Tiere gelten der Waschbär oder der Ochsenfrosch, während es bei den Pflanzen Kirschlorbeer oder Wasserhyazinthen sind. Das sollten Sie für Ihren Garten beachten.
Biologische Vielfalt klingt erst einmal positiv, doch wenn es sich bei den hinzukommenden Tierarten um nicht heimische handelt, ist es nicht ganz so einfach. Wenn sich Tiere durch den Menschen in Gebieten außerhalb ihrer Heimat ausbreiten, spricht man laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) von invasiven Arten. Diese sind nicht nur problematisch, wenn sie einheimische Arten verdrängen, sondern auch, da sie auch meist ökonomische und gesundheitliche Folgekosten verursachen können. Was bedeuten die Tiere und Gewächse für Ihren Garten?
Einheimische Arten werden verdrängt
Während Waschbären nicht nur bei Kindern im Zoo die große Attraktion sind, möchte man die Säugetiere, die zur Familie der Kleinbären zählen, lieber nicht auf dem eigenen Grundstück haben. Sie hinterlassen Chaos, Dreck und werden manchmal sogar aggressiv. In manchen Teilen Deutschlands gelten die putzigen Zeitgenossen schon als regelrechte Plage.
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Aber nicht nur Waschbären gelten hierzulande als invasiv, auch folgende Neophyten (eingeschleppte Pflanzen) sind laut ZDF.de in Deutschland nicht heimisch:
- Die Kermesbeere: Die ursprünglich aus Amerika und Asien stammende Beere gilt als invasiv, denn sie breitet sich rasch aus. Hat sich die Pflanze im Garten angesiedelt, sollte man verhindern, dass sich die Samen im Garten verteilen.
- Traubenkirsche: Mit ihren giftigen Blättern hat das bis zu 20 Meter hohe Gewächs keine Fressfeinde. Es zerstört den Lebensraum von anderen Pflanzen, da sie für zu viel Schatten sorgt.
- Wasserhyazinthen: Besonders in Seen ist das Gewächs problematisch, denn es beeinträchtigt die Schifffahrt, das Trinkwasser und den Fischfang.
- Kirschlorbeer: Gartenhecken aus Kirschlorbeer sind sehr beliebt, da er immergrün und nicht anfällig für Krankheiten und Schädlinge ist. Doch das Gewächs breitet sich rasend schnell aus. Grundsätzlich verboten ist es nicht.
Auch Götterbaum und Essigbaum gelten als Neophyten.
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Während Sie Waschbären aus Ihrem Garten fernhalten können, indem Sie ihm möglichst wenig Interessantes (Essen, Verstecke) bieten, sieht es bei den Neophyten etwas schwieriger aus. Entfernen Sie invasive Pflanzen aus dem Garten oder graben Sie eventuelle Wurzeln aus. Nutzen Sie dazu immer Handschuhe, denn die Kermesbeere enthält etwa hautreizende Saponine.
Rubriklistenbild: © Bosch Marcus/Imago

