VonSimon Monesschließen
Wie weit ein Elektroauto kommt, ist kaufentscheidend. Oftmals werden die Werksangaben aber verfehlt. Der ADAC hat getestet, welcher Stromer am weitesten kommt.
Jeder dritte Deutsche kann sich vorstellen, auf ein Elektroauto zu wechseln. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Reichweite. Hier versuchen die Hersteller immer höhere Werte zu realisieren. Doch oftmals weichen die diese von den Herstellerangaben ab.
Wie weit die Elektroautos wirklich kommen, überprüft der ADAC im sogenannten Ecotest. Neben der Reichweite liegt das Augenmerk des Automobilklubs auch auf dem Stromverbrauch. Denn die Reichweite der Stromer hängt eben nicht nur von der Größe der Batterie ab.
ADAC testet Reichweite von Elektroautos: BMW iX kommt am weitesten
Doch wer ist der Reichweiten-König unter den Elektroautos? Dem ADAC EcoTest zufolge gebührt die Krone dem BMW iX xDrive 50. Die 105,2-kWh-Batterie ermöglicht eine Reichweite von satten 610 Kilometern. Das entspricht in etwa der Strecke von München nach Düsseldorf. Laut BMW sollen sogar bis zu 1.200 Kilometer möglich sein. Dicht dahinter folgt der Mercedes-Benz EQS 450+ (107,8 kWh) mit einer Reichweite von 575 Kilometern.
Die Überraschung des Tests war indes der Hyundai Ioniq 6. Aus dem 77,4-kWh-Akku holten die Tester des ADAC beachtliche 555 Kilometer raus. Damit liegt der Koreaner nur knapp hinten, den Konkurrenten aus München und Stuttgart.
| Modell | Reichweite (in km) | Batterie in kWh (Netto) |
| BMW iX xDrive 50\t | 610 | 105,2 |
| Mercedes-Benz EQS 450+ Electric Art\t | 575 | 107,8 |
| Hyundai Ioniq 6 ) UNIQ-Paket 2WD\t | 555 | 77,4 |
| BMW i7 xDrive 60\t | 545 | 101,7 |
| Mercedes-Benz EQE 350+\t | 530 | 90,6 |
| Mercedes EQS 580 Electric Art 4Matic\t | 530 | 108,4 |
| BMW i4 eDrive40\t | 490 | 80,7 |
| Nio ET7 | 485 | 90 |
| Ford Mustang Mach-E Extended Range\t | 480\t | 88 |
| Polestar 2 Long Range Single Motor\t | 480\t | 75 |
| Kia EV6\t | 470 | 77,4 |
| Hyundai Ioniq 5 Techniq-Paket 2WD\t | 470 | 77,4 |
Hyundai Ioniq 6 überzeugt mit niedrigem Stromverbrauch
Sein Erfolgsgeheimnis ist dabei der niedrige Stromverbrauch. Im ADAC Test kam der Ioniq 6 mit 15,5 kWh pro 100 Kilometer aus und lag damit nur knapp über der Werksangabe von 14,3 kWh. Direkt dahinter folgt der Hyundai Kona Elektro (16,7 statt 14,7 kWh ). Und auch das Tesla Model 3 (16,8 statt 14,4 kWh) überzeugte durch Effizienz. Der Reichweiten-König BMW iX braucht mit 20,4 kWh im Vergleich deutlich mehr Energie, liegt aber ebenfalls nur knapp über den Werksangaben (20 kWh).
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„Dass größere und schwerere Fahrzeuge tendenziell einen höheren Stromverbrauch haben, liegt auf der Hand. Doch wie groß die Unterschiede tatsächlich sind, überrascht“, betont der ADAC. Kein Wunder als dass der besonders aerodynamische Hyundai Ioniq 6 hier die Nase vorne hat. Ein CW-Wert von 0,21 sorgt für besonders wenig Luftwiderstand, was den Stromverbrauch senkt. Dass der cW-Wert alleine aber nicht reicht, zeigt der Mercedes-Benz EQS. Mit 0,20 ist er noch windschnittiger als der Ioniq 6, verbraucht aber deutlich mehr Strom. Im Test des ADAC lag der Verbrauch bei 21,5 kWh. Deutlich über der Werksangabe von 16,8 kWh. Dafür wiegt der Stromer aus Stuttgart aber auch fast 600 Kilogram mehr.
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