Fliegender Teddy

Gartentier des Jahres 2023 – sieben Fun-Facts, die Sie über die Gartenhummel wissen sollten

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Der haushohe Sieger steht fest: Die Gartenhummel ist Gartentier des Jahres. Nicht nur, weil sie niedlich ist – sie hat auch ein paar überraschende Eigenschaften.

Wussten Sie, dass die Gartenhummel im Gegensatz zur Honigbiene mehrmals stechen kann? Das möchte man kaum glauben, wenn so ein flauschiger, anscheinend friedfertiger Brummer behäbig von Blüte zu Blüte wandert. Aber die Hummel mit dem besonders langen Rüssel hat noch weit mehr überraschende Merkmale zu bieten.

Sympathien scheint sie auf jeden Fall zu haben, denn der Publikumspreis in der Kategorie „Gartentier des Jahres“ geht im Jahr 2023 mit großem Abstand zu den Nächstplatzierten an die Gartenhummel (Bombus hortorum). Aufgerufen hatte zu dem Wettbewerb die Heinz Sielmann Stiftung, um darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig naturnahe Gärten, Balkone, Hinterhöfe oder Grünflächen als Rückzugsräume für verschiedenste Tiere sind.

Was ist das Besondere an Gartenhummeln? – Sieben Fun Facts, die man kennen sollte

Die Gartenhummel (Bombus hortorum) ist einer der wichtigsten Obstbaumbestäuber.

Die Gartenhummel ist ein ausgezeichnete Bestäuber, denn mit ihrem flauschigen Körper sammelt sie eine große Menge Pollen und transportiert sie von Blume zu Blume – sie gilt aber auch als einer der wichtigsten Bestäuber von Obstbäumen. Darüber hinaus hat sie ein paar Eigenschaften, die Sie vielleicht noch nicht kannten:

  1. Die Hummel ist genaugenommen eine Wildbiene, sie gehört zur Familie der Echten Bienen (Apidae).
  2. Hummeln sind bekannt für ihre Fähigkeit, Vibrationen zu erzeugen, indem sie ihre Flugmuskeln schnell kontrahieren, ohne die Flügel zu bewegen. Diese Vibrationen helfen ihnen, den versteckten Pollen von Nachtschattengewächsen wie Tomaten oder Kartoffeln aus den Blüten freizusetzen.
  3. Hummeln können ihre Flügel sehr schnell schlagen und sind ausgezeichnete Flieger. Sie fliegen in ihrer Sammelleidenschaft bis zu zwei Kilometer und sogar bei kälterem Wetter (über 4 Grad Celsius), im Gegensatz zu manchen anderen Insekten, die auf höhere Temperaturen angewiesen sind. Denn dank der Flügelvibration erhöht sich ihre Körpertemperatur schnell auf über 30 Grad Celsius.
  4. Gartenhummeln haben einen sehr langen Rüssel mit bis zu zwei Zentimetern Länge. Sie mögen daher auch Blumen mit tiefen Kelchen und senken ihren Rüssel tief in die Blüten von beispielsweise Eisenhut, Fuchsien und Kleeblüten.
  5. Im Gegensatz zu Honigbienen können Hummeln mehrmals stechen, aber sie sind normalerweise nicht aggressiv und stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen.
  6. Gartenhummeln sind sehr gute Navigatoren. Sie können sich mithilfe von Landmarken wie Wegen und Feldgrenzen und polarisiertem Licht (gebrochenem und reflektiertem Licht) orientieren.
  7. Gartenhummeln sind sozial lebende Insekten. Sie leben in Kolonien mit einer Königin, Arbeiterinnen und männlichen Drohnen. Die Königin ist die größte Hummel und legt alle Eier der Kolonie.

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Diese interessanten Fakten über Gartenhummeln zeigen ihre wichtige Rolle als Bestäuber und ihre faszinierenden Verhaltensweisen in der Natur.

Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Ines Alms sorgfältig überprüft.

Rubriklistenbild: © blickwinkel/Imago

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