VonMarvin K. Hoffmannschließen
Das Nebenkostenprivileg endet. Millionen Mietern droht ein schwarzer Bildschirm. Vodafone hat schon einige Kabelanschlüsse gesperrt. Das muss nicht sein.
Münster – Vodafone macht Ernst: Die ersten Mieter haben schon nur noch schwarze Bildschirme und können keine TV-Sender mehr über ihren Kabelanschluss empfangen. Der Grund: Das Nebenkostenprivileg endet – manche Mehrfamilienhäuser wurden schon längst umgestellt. Betroffene Mieter sollten handeln.
Vodafone stellt TV in Wohnungen ab – Mieter haben bereits schwarzen Bildschirm
Für mehr als 12 Millionen Deutsche steht zum 1. Juli 2024 diese Änderung ins Haus. Dann nämlich fällt das Nebenkostenprivileg endgültig. Für viele betroffene Mieter endet damit die TV-Grundversorgung. Wer noch nicht gehandelt hat, sollte dies möglichst bald nachholen. Im schlimmsten Fall drohen Konsequenzen – wie nun etwa schon bei einigen Mietern in Münster (Nordrhein-Westfalen).
Dort nämlich hat Vodafone bereits Ernst gemacht: Zahlreiche Mieter gucken jetzt in die Röhre, die Bildschirme sind und bleiben schwarz. „In Münster hat Vodafone in mehreren über die Stadt verteilten Wohngebäuden nun die ersten Kabelanschlüsse bei Mietern gesperrt – unter anderem im Bereich der Nordstraße, Kösters Kämpken und der Julius-Leber-Straße“, teilt das Unternehmen, das einen massiven Stellenabbau betreibt, mit. Auch in anderen Städten ist das bereits geschehen.
Mieter sollten sich rechtzeitig um einen neuen TV-Anschluss kümmern
„Denn besteht für den Empfang von Kabelfernsehen in bereits umgestellten Wohnobjekten kein Vertrag zwischen Mieter und Vodafone, liegt eine ungerechtfertigte Nutzung vor. Und das kann zur Sperrung des Anschlusses und schließlich einem schwarzen Bildschirm führen“, heißt es. Dies sei in Münster der Fall und Vodafone habe deshalb in einigen Mehrfamilienhäusern erste Kabelanschlüsse gesperrt. „Die Deaktivierung von Kabelanschlüssen erfolgt vor Ort durch Techniker – beispielsweise an den Hausverteilern im Keller“, erklärt Vodafone.
Wenn Mieter rechtzeitig handeln, muss es aber gar nicht erst so weit kommen. Die Anbieter informieren Mieter schon seit geraumer Zeit über Alternativen. Angebote sollten vor Vertragsabschluss unbedingt miteinander verglichen werden. Wer seinen Kabelanschluss weiter nutzen möchte, muss bis zur Deadline am 1. Juli einen eigenen Vertrag abschließen. Die Gebühren liegen je nach Anbieter um die 13 Euro pro Monat.
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