Gegen Schädlinge

Kapuzinerkresse jetzt schon ziehen – und im Sommer haben Sie keine Schnecken im Garten

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Kapuzinerkresse verleiht Ihrem Garten nicht nur eine hübsche Note, sie ist auch noch hilfreich bei der Schneckenbekämpfung. Ganz ohne Chemie. Wie es funktioniert.

Pflanzen, die nicht nur eine Aufgabe, sondern mehrere erfüllen, sind im Garten gerne gesehen. Die schöne Kapuzinerkresse fällt in diese Kategorie, denn sie ist dafür bekannt, dass sie Schädlinge fernhält.

Kapuzinerkresse jetzt anbauen und im Sommer keine Schnecken haben 

Als Beetumrandung findet Kapuzinerkresse oft Anwendung und das aus gutem Grund.

Auch wenn sich die Kapuzinerkresse auf Wiesen und Wäldern wunderbar in das Gesamtbild einreiht, sie stammt ursprünglich aus Peru. Die dort in den feuchten Höhenlagen der Anden vorkommende Pflanze kann aber auch sehr gut im eigenen Garten kultiviert werden. Sie hält, ähnlich wie stark riechende Kräuter wie Thymian oder Rosmarin, noch dazu zuverlässig Schnecken im Beet fern. Das sollten Sie noch über das essbare Gewächs wissen:

Giftige Schönheiten: Zehn besonders gefährliche Gartenpflanzen

Eine rosa blühende Engelstrompete
Die Engelstrompete hat ihren Namen nicht von ungefähr: Sie führt schon in kleinsten Verzehrsmengen zu Halluzinationen. © blickwinkel/Imago
Eine gelb blühende Goldregenpflanze in einem Vorgarten
Der giftige Goldregen ist im Garten immer ein Hingucker. Vor allem die reifen Samen sind sehr gefährlich.  © blickwinkel/Imago
Eine weiß blühende Christrosenpflanze
Die Christrose wurde früher als Brech- und Abführmittel eingesetzt. Heute heißt es: Finger weg! © CHROMORANGE/Imago
Eine Gärtnerin beschneidet einen Oleander
Vor allem den Blättern des Oleanders sollte man nicht zu nahe kommen – am besten Handschuhe tragen. © Shotshop/Imago
Blütenrispen des Blauen Eisenhuts
Schon wenige Gramm Eisenhut führen zu schweren Vergiftungssymptomen. © imagebroker/Imago
Ein Strauß gelber Narzissen in einer Vase
Die ist so hübsch, die tut doch nichts? Die Gelbe Narzisse ist in allen Pflanzenteilen giftig.  © BE&W/Imago
Eine Rizinuspflanze mit roten Blättern und Fruchtkapseln
Sehr attraktiv und sehr giftig: Schon im Altertum wurden Menschen mit Rizinussamen umgebracht. © McPHOTO/Imago
Eine rosa blühende Herbstzeitlose im Gras
Ab August blüht die Herbstzeitlose, deren Zellgift Colchicin zum Tod führen kann. © Rudolf Gigler/Imago
Eine Thujahecke mit einem Halteverbot-Verkehrsschild
Die Thuja ist als Hecke beliebt und sieht harmlos aus. Aber Hautkontakt und Verzehr haben unangenehme Folgen. © Shotshop/Imago
Eine Misteldrossel frisst im Herbst die roten Eibenfrüchte
Obacht, wenn die roten Beeren der Eibe reif sind: Nicht nur Drosseln, auch Kinder greifen hier gern zu. ©  Reiner Bernhardt/Imago
  • Die Kapuzinerkresse ist hierzulande einjährig. Ausgesät wird sie für gewöhnlich im März, und zwar im Gewächshaus oder auf der Fensterbank. Ab Mai kann man sie auch direkt ins Beet säen.
  • Frost verträgt die Pflanze in unseren Breitengraden nicht.
  • Die hübschen roten Blüten der Kapuzinerkresse erscheinen ab Juni und sind, wie alle Teile der Pflanze, essbar.
  • Schnecken mögen den Geruch der Kapuzinerkresse nicht, weshalb Sie die Pflanze in der unmittelbaren Nähe von betroffenem Gemüse pflanzen sollten.
  • Wie alle Kressesorten enthält auch die Kapuzinerkresse Senfölglykoside, die den scharfen Geschmack und den Geruch verleihen. Außerdem wirken die Stoffe verdauungsfördernd und töten Keime ab.
  • Die Blätter der Kapuzinerkresse können Sie gut in Salaten verwenden.

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Auch auf Balkonen kann man Kapuzinerkresse kultivieren. So locken Sie Honigbienen an, welche bevorzugt den Nektar und die Pollen der hübschen Blüten sammeln. Aber Achtung: Auch Blattläuse sind dafür bekannt, dass sie Kapuzinerkresse mögen.

Rubriklistenbild: © McPHOTO/A. Schauhuber/Imago

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