Frühjahrsputz mit Tieren

Gefahr durch chemische Putzmittel – wie Sie eine Vergiftung bei Hund und Katze erkennen

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Der Frühjahrsputz birgt Gefahren für Haustiere: Reinigungsmittel können tödlich sein. Worauf Sie bei Ihren Putzmitteln achten sollten und wie Sie eine Vergiftung erkennen.

Der Frühling naht – für viele Menschen bedeutet das: Putzen, Aufräumen und Ordnung schaffen. Vor allem Haustierbesitzer, deren Lieblinge zu dieser Jahreszeit viel Fell verlieren, wollen mit verschiedenen Reinigungsmitteln schnell wieder für blitzsaubere Wohnräume sorgen. Doch der Frühjahrsputz birgt auch Gefahren, insbesondere für Hunde und Katzen. Denn viele chemische Reinigungsmittel enthalten Stoffe, die für die Vierbeiner schnell gefährlich werden können.

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Giftige Reinigungsmittel: Gefahr für Hunde und Katzen

Auch wenn Haustiere auf dem frisch gewischten Boden liegen und sich anschließend das Fell lecken, können sie giftige Substanzen erwischen. (Symbolbild)

Viele Putzmittel sind für Hunde und Katzen giftig, auch wenn sie nur indirekt damit in Berührung kommen. Zum Beispiel, wenn die Fellnasen über den frisch geputzten Boden tapsen und sich danach putzen oder ihre Pfoten ablecken. Folgende herkömmliche Reinigungsmittel, die in vielen Haushalten verwendet werden, können für Hunde und Katzen giftig sein:

  • Allzweckreiniger
  • Antibakterielle Handseife
  • Backofenreiniger
  • Bildschirm- und Tastaturreiniger
  • Feucht- und Reinigungstücher
  • Flächen- und Händedesinfektionssprays
  • Geschirrspülmittel
  • Küchen- und Badreiniger
  • Schimmelentferner
  • Steinreiniger/Grünbelagentferner
  • Toilettenreiniger
  • Waschmittel
  • Wäschehygiene-Spülmittel

Auf der Homepage www.codecheck.info können Sie Ihre Putzmittel zudem in eine Suchzeile eingeben und auf giftige Inhaltsstoffe hin prüfen.

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Symptome: Wie erkenne ich eine Vergiftung bei Hund oder Katze?

In vielen Reinigungsmitteln ist neben Tensiden, Lauge, Säure oder anderen ätzenden Stoffen auch Benzalkoniumchlorid enthalten, ein Stoff, der nicht nur Vergiftungen, sondern auch „starke Verätzungen auf der Haut, Schleimhaut und an den Augen verursachen kann“, informiert das Haustierregister Findefix. Weitere Folgen können demnach „Wunden in der Maulhöhle, Geschwüre an Hornhaut, Magen und Speiseröhre sowie Entzündungen und Wunden auf der Haut sein.“

Hat Ihr Haustier Benzalkoniumchlorid unbeobachtet aufgenommen, setzt die Wirkung jedoch meist erst später ein. Laut Findefix treten erste Symptome etwa sechs Stunden später auf, darunter vermehrter Speichelfluss, Appetitlosigkeit und Lethargie, Fieber oder Wunden und Geschwüre auf der Zunge und in der Maulhöhle. Auch Erbrechen oder Durchfall, Atemnot, tränende Augen oder Hautreizungen können auftreten. Woran Sie hingegen eine Schokoladen-Vergiftung beim Hund erkennen, lesen Sie hier.

Vor dem Kauf eines Haustiers: Elf Gedanken, die Ihnen zeigen, ob ein Goldfisch vielleicht doch die bessere Wahl ist

Eine Frau arbeitet am Laptop, während ihr Hund daneben sitzt.
Die wichtigste Frage, die Sie sich vor der Anschaffung eines Haustieres stellen sollten: Habe ich ausreichend Zeit für das neue Familienmitglied? Dabei kommt es nicht nur auf Ihre Arbeitszeiten, sondern auch auf Ihre Freizeit an. Sind beispielsweise Ihre Unternehmungen tierfreundlich? Beachten Sie auch, dass ein Hund mehr Zeit in Anspruch nimmt als zum Beispiel eine Katze. © Panthermedia/Imago
Ein Mädchen führt einen Hund Gassi, im Hintergrund laufen die Eltern.
Wünscht sich nicht nur ein Familienmitglied, sondern die ganze Familie das Tier? Bevor Sie im Alleingang entscheiden oder jemandem eine Freude bereiten möchten, sollten Sie lieber mit der gesamten Familie besprechen, wie die einzelnen Mitglieder zu einem Haustier stehen. In diesem Zug können Sie gleich über eine mögliche Aufgabenverteilung sprechen. © Wavebreak Media Ltd/Imago
Ein Hund mit allerlei Hunde-Ausstattung um sich.
Haustiere sind nicht günstig. Können Sie sich das gewünschte Tier aus finanzieller Sicht auch wirklich leisten? Überlegen Sie sich vor der Anschaffung ausführlich, ob Sie auch zukünftig in der Lage sind, die monatlichen Kosten für das neue Familienmitglied zu stemmen. Während Hunde pro Monat etwa zwischen 30 und 200 Euro kosten, sitzt Ihnen eine Katze mit rund 40 Euro monatlich auf der Tasche. © Pond5 Images/Imago
Eine Frau reagiert allergisch auf eine Katze.
Manche Menschen stellen erst dann fest, dass sie allergisch auf ihr Haustier reagieren, wenn sie es sich bereits in die Wohnung geholt haben. Um der beidseitigen Enttäuschung vorzubeugen, sollten Sie sich vor der Anschaffung ausgiebig mit Ihrer eigenen Gesundheit und der Ihrer Familie beschäftigen. Sind Sie gesund und haben keine Allergien, stehen die Zeichen auf Grün. Bestehen Zweifel, sollten Sie sich zur Sicherheit von einem Arzt durchchecken lassen. Zusätzlich zu einem Test auf Tierhaarallergien sollten Sie sich mit der Frage auseinandersetzen, ob Ihre Fitness ausreicht, um einem Tier gerecht zu werden. Ein Hund will beispielsweise täglich, meist auch mehrmals täglich, Gassi geführt werden. © BSIP/Imago
Ein Hund mit grauen Haaren um die Nase schläft auf einem Teppich.
Stellen Sie sich die Frage, ob Sie die komplette Lebensdauer Ihres zukünftigen Haustieres für es da sein können. Eine angemessene und artgerechte Betreuung erfordert nicht nur körperliche, sondern auch geistige Fitness. © Cavan Images/Imago
Ein Hund sitzt in einem Haus, das von einem Umzug gezeichnet ist.
Wie sieht die Zukunft aus? Hat ein Haustier darin Platz oder sollten Sie mit der Anschaffung besser noch eine Weile warten? Steht beispielsweise ein Umzug oder eine längere Reise an, ist es wohl besser, wenn Sie mit dem neuen Tier noch warten, bis mehr Stabilität gewährleistet ist. Haustiere benötigen nicht nur viel Geduld und Zeit, sondern auch Liebe und Aufmerksamkeit. © Mint Images/Imago
Eine Katze springt an ihrem Kratzbaum hoch.
Könnte ich dem neuen Haustier ausreichend Platz bieten? Zu einer artgerechten Haltung gehört auch ein großzügiges Lebensumfeld. Wünschen Sie sich eine Katze, sollten Sie genug Platz für mindestens ein Katzenklo und einen Kratzbaum habe. Soll es ein niedlicher Nager werden, benötigt der mindestens einen großen Käfig, im Optimalfall ein zusätzliches Freilaufgehege. Wohnen Sie zur Miete, sollten Sie in jedem Fall Rücksprache mit Ihrem Vermieter halten. © Zoonar/Imago
Eine rote Katze miaut.
Wie ist Ihr Kenntnisstand über das Tier, das Sie sich ins Haus holen möchten? Seien Sie ehrlich mit sich selbst und beantworten Sie diese Frage aufrichtig. Sollten Sie feststellen, dass Sie nur wenig über die Tierart und ihre Verhaltensweisen wissen, sollten Sie das vor einer Anschaffung nachholen. Erst wenn Sie wirklich über das Tier und seine Eigenheiten wie Erziehung, Haltung, mögliche Erkrankungen oder Besonderheiten der Rasse Bescheid wissen, ist es unbedenklich, über einen Kauf oder eine Adoption nachzudenken. © agefotostock/Imago
Eine Schildkröte paddelt in einem Aquarium.
Ist das Tier, das Sie und Ihre Familie sich wünschen, ein Einzelgänger oder ein Rudeltier? Während die meisten Haustiere alleine wunderbar zurechtkommen, gibt es Ausnahmen, die unbedingt Artgenossen benötigen, um sich wohlzufühlen. Sind Sie unsicher, wie es sich bei Ihrem Wunschtier verhält, stellen Sie eine kurze Recherche an oder befragen Sie im Zweifel einen Experten. Egal, zu welcher Gruppe Ihr Haustier gehört – ausreichend Beschäftigung und Aufmerksamkeit durch Sie ist in jedem Fall ein Muss. © Anka Agency International/Imago
Hund allein zuhause
Wäre die Versorgung Ihres Haustieres gewährleistet, wenn Sie im Urlaub sind? Sofern Sie Ihren neuen Liebling nicht mit in die Ferien nehmen können, muss mit Sicherheit geklärt werden, wer sich in Ihrer Abwesenheit um Ihr Tier kümmern könnte. Am besten denken Sie schon im Voraus über geeignete Kandidaten nach und nicht erst, wenn Sie schnell jemanden finden müssen. Zur Unterbringung während Ihrer Urlaubszeit eignen sich auch Tierpensionen ganz wunderbar. Am Einfachsten ist es mit einem Hund, sofern Sie ihn mit in die Unterkunft nehmen dürfen. © Christin Klose/dpa-tmn
Zwei Katzen sitzen nebeneinander in der Wiese.
Zu guter Letzt sollten Sie noch einmal in sich gehen und sich fragen, ob Sie sich auch ausreichend Zeit für eine Entscheidung genommen haben. Überstürzen Sie nichts und durchdenken Sie jede der oben genannten Fragen gemeinsam mit Ihrer Familie oder dem Partner. Sollten Sie zu dem Schluss kommen, dass ein Haustier in Ihrem Leben keinen Platz hat, sollten Sie zu Ihren eigenen Gunsten und zum Wohl des Tieres ehrlich mit sich sein und von einem Kauf absehen. © Pond5 Images/Imago

Wenn Sie beobachtet haben, dass Ihr Haustier ein chemisches Reinigungsmittel aufgenommen hat, oder wenn Sie bereits erste Symptome bemerken, sollten Sie sofort die nächste Tierarztpraxis, Tierklinik oder die Giftnotruf-Zentrale kontaktieren – es geht um Leben und Tod. Auch wenn Sie nur den Verdacht haben, dass Ihr Tier ein Reinigungsmittel gefressen haben könnte, sollten Sie im Zweifelsfall sofort einen Tierarzt aufsuchen. Wenn Sie wissen, welches Reinigungsmittel Ihr Tier gefressen hat, kann die Verpackung oder die Flasche selbst wertvolle Hinweise liefern und möglicherweise Leben retten.

Welche Blumen Sie außerdem als Haustierbesitzer im Frühling meiden sollten, erfahren Sie hier.

Rubriklistenbild: © imagebroker/Imago

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