Rettungsaktion

Katze in der Klemme – wenn gekippte Fenster zur Falle werden und wie Sie das vermeiden

  • schließen

Für Katzen können gekippte Fenster zu einer lebensgefährlichen Falle werden. Nahe Wuppertal ist es für eine Samtpfote noch mal gut ausgegangen.

Eine Stunde dauerte der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Breckerfeld in der Nähe von Wuppertal. Ein aufmerksamer Bürger hatte die Hilfskräfte alarmiert. Der Grund: Im ersten Stock eines Gebäudes, sieht der Zeuge eine Katze, die mehr als dringend Hilfe benötigt.

Katze in der Klemme – wenn gekippte Fenster zur Falle werden und wie Sie das vermeiden

Weil die Katze anscheinend unbedingt nach draußen wollte, versuchte sie über ein gekipptes Fenster aus einer Wohnung im ersten Stock zu schlüpfen. Doch das ging, wie es unter diesen Umständen häufig der Fall ist, grundlegend schief. Bei ihrem waghalsigen Manöver bleibt die Katze in dem offenen Fensterspalt stecken.

Geraten Katzen in den Spalt eines gekippten Fensters, rutschen sie schnell in den engsten Bereich nach unten. In den schlimmsten Fällen kann es dadurch zu Quetschungen der Organe kommen oder zu Wirbelsäulenschäden. Letzteres ist vor allem der Fall, wenn der Stubentiger versucht, sich panisch von selbst zu befreien.

Katze in der Klemme – gefährliche Situation führt zu „Kippfenstersyndrom“

Je länger die Katze eingeklemmt ist, desto lebensgefährlicher wird für sie die Lage. Die nach so einem Vorfall entstandenen Verletzungen werden unter dem sogenannten „Kippfenstersyndrom“ zusammengefasst. Zu den Symptomen gehören:

  • Gelähmte Hinterbeine mit teilweise kalten Pfoten
  • Thrombosen in Bauchgefäßen
  • Schäden an inneren Organen wie Blase, Darm oder Niere

Noch mehr spannende Tier-Themen finden Sie im kostenlosen Newsletter von Landtiere.de, den Sie gleich hier abonnieren können.

Die Folgen des Kippfenstersyndroms sind häufig nicht mehr zu heilen, weshalb viele Katzen daran versterben oder von ihrem Leid erlöst werden müssen. Im Fall von Wuppertal kam die Hilfe der Feuerwehr zum Glück rechtzeitig und die Hilfskräfte können die Katze der Besitzerin, die den Vorfall nicht bemerkt hatte, übergeben.

Katze in der Klemme – so werden gekippte Fenster sicher für den Vierbeiner

Elf süße Katzenbabys, die Ihr Herz heute schmelzen lassen

Schlafendes Kätzchen
Ein schlummerndes Katzenbaby: gibt es etwas Süßeres? © Imago
Kätzchen spielt
Kätzchen sind beliebte Fotomotive: zu süß sind ihre tapsigen Bewegungen, ihr verträumter Blick und ihr Umgang mit neuen Spielsachen.  © Imago
Zwei kleine Kätzchen streifen im Garten umher
„Da will ich hoch, bitte bitte“: Ihr angeborenes Klettertalent bauen Katzenbabys schon früh aus. Ob Stühle, Tische oder Schränke – Erhöhte Flächen ziehen Katzen magisch an.  © Emica Elvedji/Imago
Mädchen hält zwei junge Katzen im Arm
Das Wesen einer Katze ist individuell sehr verschieden: Wo die einen nicht genug vom Kuscheln auf dem Sofa bekommen, sind andere weniger auf den Menschen fixiert und jagen lieber durch die Nacht.  © Imago
Vier drei Wochen alte Kitten spielen putzmunter.
Ein Wurf Katzenjunge kann aus bis zu sieben Kätzchen bestehen. Die Miezen im Bild sind zirka drei Wochen alt.  © BeckerBredel/Imago
Drei Katzen sitzen in der Hoftür
Eine kleine „Katzengang“ durchstreift ihr Revier: Auf Bauernhöfen sind Katzen seit jeher wichtige Mitbewohner, weil sie die Mäusepopulation unter Kontrolle halten. Mäuse sind dort deshalb so unerwünscht, weil sie Kornkammern verunreinigen und Krankheiten übertragen können.  © Birgit Reitz-Hofmann/Imago
Katzenbaby spielt mit Decke
Gesunde Katzenbabys haben in der Regel einen ausgeprägten Spieltrieb. Alles wird zum Spielzeug: Decken, Kartons, Schuhe, Socken, Haargummis und gerne auch die Deckel von Trinkflaschen.  © Silke Heyer/Imago
Katzenbaby scharrt im Katzenklo herum.
Sie möchten Ihr Kätzchen ans Katzenklo gewöhnen? Loben Sie es dafür direkt, nachdem es sein Geschäft dort gemacht hat. So verbindet der kleine Stubentiger die Örtlichkeit mit etwas Positivem und sucht es in Zukunft gerne auf. © Sabine Brose/Sorge/Imago
Katzenbabies balgen miteinander.
Im Spiel mit seinen Geschwisterchen lernt ein Katzenjunges auch, sich zu behaupten.  © Sabine Brose/Sorge/Imago
Kleines Kätzchen schnuppert an Frau
Die Eingewöhnungsphase eines Kätzchens ist am Anfang oft von Unsicherheit und sogar Angst geprägt. Schließlich sind die neuen Menschen um es herum noch unbekannt. Doch bald schon wird die Neugierde des neuen Mitbewohners überwiegen und es traut sich, das Neuland zu erkunden.  © Imago
Getigertes Kätzchen erkundet die Welt
Ein Kätzchen erkundet die Welt: Gut, wenn die Mama nicht weit entfernt ist, denn die Kletterkünste des kleinen Stubentigers sind noch nicht ganz ausgereift.  © Wayne Hutchinson/Imago

Möchten Sie Ihre Katze schützen und einen solchen Unfall vermeiden, können Sie gekippte Fenster relativ leicht katzensicher machen. Schutzvorrichtungen, die selbst gebaut oder gekauft werden können, ermöglichen ein Lüften ohne Gefahr für die Vierbeiner. Die speziellen Netze oder Gitter können in Tierhandlungen erworben werden.

Doch Vorsicht: auch vollständig geöffnete Fenster sind eine Gefahr. Eine Sicherung mit Netzen ist auch hier empfehlenswert, um Ihre Katze vor waghalsigen Springmanövern und Abstürzen zu bewahren.

Rubriklistenbild: © Freiwillige Feuerwehr Hansestadt Breckerfeld (Facebook)

Kommentare