Warm und geschützt

Katzen und Kartons – Warum Katzen enge Kisten so sehr lieben

  • schließen

Katzen lieben Kartons. Aber warum ist das so? Diese besondere Vorliebe hat mehrere Gründe – wie Sicherheit und Geborgenheit.

Egal ob Schuhkarton, Umzugskiste oder Paketschachtel – der Zweck ist Katzen völlig gleich. Hauptsache man kann darin liegen oder sich irgendwie hineinquetschen. Doch woher kommt dieses Phänomen, das nicht nur Katzenhaltern bekannt sein dürfte und selbst Forscher vor ein Rätsel stellt? Katzen könnten gleich mehrere Gründe dafür haben und wir verraten welche.

Katzen und Kartons: Warum sie die Schachteln so lieben

Katzenhalter kennen das vielleicht. Man bestellt der Katze ein flauschiges neues Bettchen, aber der Stubentiger liegt lieber in dem Karton, in dem es angekommen ist. Sie zwängen sich auch gerne mal in Kisten, die nur halb so groß sind wie sie selbst. Einer der Gründe für dieses ganz besondere Verhältnis von Katze zu Kartons könnte sein, dass sie in ihnen das optimale Versteck sehen und ihnen ein Gefühl von Sicherheit geben.

Katzen lieben Kartons, weil sie ihnen Geborgenheit und Wärme geben. (Symbolbild)

Auf kleinem Raum fühlen sich Katzen sicherer, als in einem offenen, großen Areal. Für Katzen ist ein Karton wie ein kleiner privater und geschlossener Raum. Hier drin kann eine Katze so schnell von nichts überrascht werden, denn mögliche Feinde oder auch Beute kann, wegen der ringsum geschlossenen Wände, nicht von hinten oder der Seite kommen. Sie fühlen sich sicher und können ihre Umgebung aus dem Versteck heraus perfekt beobachten – ohne selbst gesehen zu werden. Katzen haben erstaunliche Fähigkeiten, die an Superkräfte erinnern.

Katzen und Kartons: Rückzugsort hilft Stress abzubauen

Wenn Katzen Stress haben oder ängstlich sind, ziehen sie sich gerne zurück. Das gilt für wild lebende Tiere genauso wie für Hauskatzen. Statt auf Bäume oder in Höhlen verziehen sich die Stubentiger zu Hause gerne in Pappschachteln. Ein Karton ist aber nicht nur der optimale Rückzugsort. In einer Studie von 2014 berichten Forscher im Fachmagazin „Applied Animal Behaviour Science“, dass Kartons Katzen bei einer stressfreien Eingewöhnung in eine neue Umgebung helfen können. Eine andere Studie belegt, dass Katzen meist genau wissen, wo sich ihr Besitzer gerade aufhält.

Elf süße Katzenbabys, die Ihr Herz heute schmelzen lassen

Schlafendes Kätzchen
Ein schlummerndes Katzenbaby: gibt es etwas Süßeres? © Imago
Kätzchen spielt
Kätzchen sind beliebte Fotomotive: zu süß sind ihre tapsigen Bewegungen, ihr verträumter Blick und ihr Umgang mit neuen Spielsachen.  © Imago
Zwei kleine Kätzchen streifen im Garten umher
„Da will ich hoch, bitte bitte“: Ihr angeborenes Klettertalent bauen Katzenbabys schon früh aus. Ob Stühle, Tische oder Schränke – Erhöhte Flächen ziehen Katzen magisch an.  © Emica Elvedji/Imago
Mädchen hält zwei junge Katzen im Arm
Das Wesen einer Katze ist individuell sehr verschieden: Wo die einen nicht genug vom Kuscheln auf dem Sofa bekommen, sind andere weniger auf den Menschen fixiert und jagen lieber durch die Nacht.  © Imago
Vier drei Wochen alte Kitten spielen putzmunter.
Ein Wurf Katzenjunge kann aus bis zu sieben Kätzchen bestehen. Die Miezen im Bild sind zirka drei Wochen alt.  © BeckerBredel/Imago
Drei Katzen sitzen in der Hoftür
Eine kleine „Katzengang“ durchstreift ihr Revier: Auf Bauernhöfen sind Katzen seit jeher wichtige Mitbewohner, weil sie die Mäusepopulation unter Kontrolle halten. Mäuse sind dort deshalb so unerwünscht, weil sie Kornkammern verunreinigen und Krankheiten übertragen können.  © Birgit Reitz-Hofmann/Imago
Katzenbaby spielt mit Decke
Gesunde Katzenbabys haben in der Regel einen ausgeprägten Spieltrieb. Alles wird zum Spielzeug: Decken, Kartons, Schuhe, Socken, Haargummis und gerne auch die Deckel von Trinkflaschen.  © Silke Heyer/Imago
Katzenbaby scharrt im Katzenklo herum.
Sie möchten Ihr Kätzchen ans Katzenklo gewöhnen? Loben Sie es dafür direkt, nachdem es sein Geschäft dort gemacht hat. So verbindet der kleine Stubentiger die Örtlichkeit mit etwas Positivem und sucht es in Zukunft gerne auf. © Sabine Brose/Sorge/Imago
Katzenbabies balgen miteinander.
Im Spiel mit seinen Geschwisterchen lernt ein Katzenjunges auch, sich zu behaupten.  © Sabine Brose/Sorge/Imago
Kleines Kätzchen schnuppert an Frau
Die Eingewöhnungsphase eines Kätzchens ist am Anfang oft von Unsicherheit und sogar Angst geprägt. Schließlich sind die neuen Menschen um es herum noch unbekannt. Doch bald schon wird die Neugierde des neuen Mitbewohners überwiegen und es traut sich, das Neuland zu erkunden.  © Imago
Getigertes Kätzchen erkundet die Welt
Ein Kätzchen erkundet die Welt: Gut, wenn die Mama nicht weit entfernt ist, denn die Kletterkünste des kleinen Stubentigers sind noch nicht ganz ausgereift.  © Wayne Hutchinson/Imago

Dazu haben sie Katzen im Tierheim beobachtet. Die Hälfte der neu eingetroffenen Katzen hat einen Karton als Rückzugsort bekommen, die andere Hälfte nicht. Nach nur drei Tagen hat sich gezeigt, dass die Katzen mit Karton entspannter und weniger gestresst waren. Sie haben sich schneller an die neue Umgebung gewöhnt und Kontakt zu Menschen gesucht. Die Katzen ohne Karton haben fast zwei Wochen länger gebraucht. Muss sich eine Katze also beispielsweise bei einem Umzug an eine neue Umgebung gewöhnen, kann man ihr die Umstellung mit einem einfachen Karton erleichtern. In Hamburg droht Katzen jetzt eine neue Kastrations- und Chippflicht.

Katzen und Kartons: Hier haben sie es warm und gemütlich

Ein weiterer Grund, warum Katzen gern in Kartons liegen ist, dass sie es dort warm und gemütlich haben. Denn die Wohlfühltemperatur von Katzen liegt etwa bei 37 Grad, was ihrer Körpertemperatur entspricht. Weil Pappe eine sehr gute Isolation bietet, rollen sich die Samtpfoten gern in einer Schachtel oder einem Karton ganz klein ein, denn so entsteht darin durch ihre eigene Körperwärme eine kuschelig warme Höhle – ohne dass sie dafür zusätzlich Energie aufbringen müssen. Einfach clever, diese Samtpfoten.

Rubriklistenbild: © agefotostock/Imago

Kommentare