Studie

Katzen hören auf ihren Namen – aber nicht so gut wie Hunde

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Wer seinen Stubentiger öfter mit seinem Namen anspricht, weiß, wie er darauf reagiert. Auch Wissenschaftler haben sich mit der Frage beschäftigt.

Katzen haben ein gutes Gehör. Kratzt man mit dem Löffel an der Futterdose, sind sie oft schneller da, als man schauen kann. Doch wie gut hören die Stubentiger, wenn man sie beim Namen ruft? Das wird jeder Katzenhalter bei seiner eigenen Samtpfote individuell am besten beantworten können.

Katzen hören durchaus, wenn man sie beim Namen ruft.

Wissenschaftler beschäftigten sich genauer mit der Frage. So können Katzen ihren Namen durchaus von denen anderer unterscheiden, wie ein Forschungsteam der Tokioer Sophia University im Wissenschaftsmagazin Science Reports 2019 schilderte. Es handelte sich den Forschern zufolge um den ersten experimentellen Nachweis dafür, dass Katzen Laute von Menschen verstehen können. Die Katzen konnten bei der Studie sogar ihren Namen heraushören, wenn sie von Fremden gerufen wurden.

Wie gut hören Katzen auf ihren Namen im Vergleich zu Hunden?

Zwar reagierten die Katzen nicht so enthusiastisch, wie wenn man Hunde beim Namen ruft. Doch eine der Autorinnen der Studie, Atsuko Saito, gab dem National Geopraphic zufolge zu bedenken, dass Hunde im wahrsten Sinne des Wortes dazu geboren wurden, auf ihren Namen zu hören. „Jahrhundertelang züchteten die Menschen Hunde zu einem folgsamen, zugänglichen Partner“, heißt es in dem Online-Beitrag des Magazins zur Einordnung. „Katzen dagegen haben sich mehr oder weniger selbst domestiziert, da Wildkatzen den Mäusen und Ratten in bäuerliche Siedlungen folgten. Und nicht nur das: Hunde hätten einen ‚Vorsprung von rund 20.000 Jahren‘“.

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1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein.
1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Im Allgemeinen gelten Katzen als sehr intelligent.
2. Zeichen: Schnurrt eine Katze beim Schmusen, ist das ein eindeutiger „Liebesbeweis“. (Symbolfoto) © Westend61/Imago
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied.
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied. (Symbolbild) © Ardea/Imago
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert.
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert. (Symbolbild) © Westend61/Imago
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher.
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild)
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild) © Shotshop/Imago
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild)
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild) © Imaginechina-Tuchong/Imago
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste.
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste. (Symbolbild) © Westend61/Imago
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad.
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad. (Symbolbild) © Westend61/Imago
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht.
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Hunde haben zudem ein sehr gutes Gedächtnis. Sie können sich sogar Dinge merken, die für sie nicht wichtig sind, wie eine andere Studie gezeigt hat. Die Verhaltensforscher leiteten daraus ab, dass es sich hier um eine Art episodisches Gedächtnis handelt.

Rubriklistenbild: © YAY Images/Imago

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