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Neue Verordnung: Mannheimer müssen frei laufende Katzen künftig registrieren

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Als erste Großstadt im Südwesten hat Mannheim die Katzenschutzverordnung beschlossen. Das Ziel: Die rasante Fortpflanzung der Tiere einzudämmen.

Der Gemeinderat in Mannheim hat entschieden: Die Katzenschutzverordnung wird kommen. Damit müssen Katzenhalter ihre Freigänger künftig registrieren lassen. Mithilfe dieser Regelung will die Stadt eine unkontrollierte Fortpflanzung und das Tierleid verwahrloster Katzen eindämmen. Nach Angaben des Landestierschutzbunds sind es bisher nur 34 kleinere Gemeinden von Aidlingen (Kreis Böblingen) bis Wurmberg (Enzkreis), die die Novelle des Tierschutzgesetzes von 2013 nutzen. Als erste Großstadt im Südwesten schließt sich Mannheim nun an.

Katzenschutzverordnung: Mannheimer müssen freilaufende Tiere künftig registrieren

In Mannheim gilt künftig eine Registrierungspflicht für frei laufende Katzen. (Symbolbild)

Für Halter von frei laufenden Katzen bedeutet das konkret: Wer seinem Tier Freigang gewährt, muss zuvor einen elektronisch lesbaren Mikrochip von einem Tierarzt implantieren oder alternativ eine Ohrtätowierung vornehmen lassen. Zusätzlich sind Besitzer dazu verpflichtet, die Daten des Mikrochips oder der Ohrtätowierung in das kostenfreie Haustierregister von Tasso e.V. oder in das kostenfreie Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes (FINDEFIX) einzutragen.

Die Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht soll nicht nur die unkontrollierte Fortpflanzung der Katzen vermindern, sondern auch die Ermittlung des Besitzers erleichtern. „Sollte es nicht möglich sein, bei einer aufgefundenen Katze innerhalb von 48 Stunden einen Halter oder eine Halterin ausfindig zu machen, kann die Stadt die Katze auf Kosten des Halters oder der Halterin kennzeichnen, registrieren und kastrieren lassen“, schreibt die Stadt Mannheim auf ihrer Website. Geplant sind außerdem weitere Maßnahmen wie Kastrationsaktionen unter Freigängern.

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1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein.
1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Im Allgemeinen gelten Katzen als sehr intelligent.
2. Zeichen: Schnurrt eine Katze beim Schmusen, ist das ein eindeutiger „Liebesbeweis“. (Symbolfoto) © Westend61/Imago
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied.
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied. (Symbolbild) © Ardea/Imago
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert.
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert. (Symbolbild) © Westend61/Imago
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher.
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild)
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild) © Shotshop/Imago
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild)
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild) © Imaginechina-Tuchong/Imago
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste.
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste. (Symbolbild) © Westend61/Imago
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad.
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad. (Symbolbild) © Westend61/Imago
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht.
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Katzenschutzverordnung: Tierschützer fordern Kastrationspflicht

Zum Schutz der häufig verletzten und unterernährten Streuner in der Stadt fordern Tierschützer noch einen weiteren Schritt: die Kastrationspflicht. Diese Regelung hält die Fraktion LI.PAR.Tie, die sich aus den Linken, Die Partei und Tierschutzpartei zusammensetzt, für unverzichtbar. Wegen rechtlicher Bedenken bevorzugt die Stadt Mannheim allerdings die mildere Regelung. „Eine Kastrationspflicht stellt einen massiven Eingriff in das grundgesetzlich garantierte Eigentumsrecht von KatzenhalterInnen dar und sollte die letzte Maßnahme sein, die getroffen wird.“ Die Katzenschutzverordnung tritt sechs Monate nach amtlicher Bekanntmachung in Kraft.

Rubriklistenbild: © Miguel Palomo/Imago

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