Filialen bewusst ausgerichtet

Kaufland und Lidl führen Kunden oft linksherum – das ist die Strategie dahinter

  • schließen

Supermärkte und Discounter haben so einige Strategien, um möglichst viel Ware zu kaufen. Selbst hinter der Laufrichtung der Kunden bei Lidl und Kaufland steckt Taktik.

Häufig platzieren Supermärkte ihre Eingänge rechts und führen Kunden linksherum durch die Filiale. Dahinter steckt eine ausgeklügelte Strategie. Produktplatzierung, Größe der Einkaufswagen, Anbringung der Werbung oder Fenster im Geschäft – nichts ist einfach nur Zufall. Wie „chip.de“ erklärt, steckt sogar hinter der Laufrichtung für Kunden eine Taktik. Deshalb werden auch Kunden in vielen Filialen von Kaufland und Discounter Lidl beim Einkauf oft links herumgeführt.

Kunden laufen beim Einkauf linksherum durch Kaufland und Lidl: Diese Verkaufsstrategie steckt dahinter

In vielen Supermärkten müssen Kunden ihre Einkaufswagen um die Kurve nach links manövrieren. Für die meisten Kunden ist das selbstverständlich und wird oft gar nicht wahrgenommen. Doch die durchdachte Strategie, die hinter der Anordnung solcher Supermärkte steckt, verändert das Einkaufsverhalten der Kunden. Deshalb nutzen auch einige Kaufland- und Lidl-Filialen diese Gang-Anordnung für ihre Geschäfte.

Wie „chip.de“ berichtet, hat sich herausgestellt, dass Supermärkte, in denen die Kunden links durch die Gänge gehen, mehr Waren verkaufen. Dieser Effekt hänge vor allem mit den Vorlieben von Rechtshändern beim Greifen und Lenken von Einkaufswagen zusammen.

Rechtshänder bei Kaufland und Lidl: Deshalb gehen Kunden meist linksherum

Für Rechtshänder ist es einfacher, mit dem Einkaufswagen nach links zu fahren und Produkte in den Wagen zu legen. Das Befüllen des Einkaufswagens oder -korbes wird durch die Linkslenkung im Geschäft erleichtert. Warum der Einkauf vor allem für Rechtshänder einfach gemacht wird? Der Anteil an der Gesellschaft ist deutlich höher als der von Linkshändern.

Es ist aber auch möglich, während des Einkaufs die Richtung zu wechseln, den Einkaufswagen in verschiedene Gänge zu lenken und gegen den Personenstrom zu laufen – für alle, die der Verkaufsstrategie entgegenwirken wollen. Übrigens gelten für Einkaufswagen auch bestimmte Regeln auf dem Parkplatz.

Beim Einkauf Geld sparen: Welche Tipps und Tricks Verbraucher kennen sollten

Bei der Auswahl im Supermarkt entstehen oft Impulseinkäufe.
Tipp 1: Bei der riesigen Auswahl im Supermarkt entstehen oft unnötige Impulseinkäufe. Mit einem Essensplan kann man gezielt die Lebensmittel kaufen, die man für seine Gerichte auch braucht. So spart man nicht nur an der Kasse einiges an Geld, sondern kann auch eventueller Lebensmittelverschwendung entgegenwirken. © Oleksandr Voskresenskyi via imag
Hungrig sollte man nicht einkaufen gehen.
Tipp 2: Niemals hungrig einkaufen gehen. Wer Hunger hat, neigt dazu, alles was er gerne isst einfach in den Einkaufswagen zu packen und steht am Ende mit einem teureren Einkauf als geplant an der Kasse. Am besten, man geht nach dem Frühstück oder Mittagessen einkaufen. © Bernd54 via www.imago-images.de
Einkauf in einem Supermarkt oder Discounter zu Zeiten voTipp 3: Auf den Grundpreis achten: Vor Allem der Vergleich zwischen Markenprodukt und Eigenmarke lohnt sich. Meist bekommt man für weniger Geld genauso gute Eigenmarkenprodukte. Um einfacher vergleichen zu können, gilt es auf den Grundpreis zu schauen, der meist in Liter oder Kilogramm angegeben wird.n Inflation. Fleisch, Schweinefleisch, Billigfleisch, Rindfleisc
Tipp 3: Auf den Grundpreis achten: Vor allem der Vergleich zwischen Markenprodukt und Eigenmarke lohnt sich. Meist bekommt man für weniger Geld genauso gute Eigenmarkenprodukte. Um einfacher vergleichen zu können, gilt es auf den Grundpreis zu schauen, der überwiegend in Liter oder Kilogramm angegeben wird. © IMAGO/Martin Wagner
Tipp 4: Auf Angebote achten und vergleichen: Fast jeder Supermarkt hat Aktionen und Angebote. Besonders bei Produkten die man in großen Mengen gebraucht lohnt es sich bei solchen Aktionen zuzuschlagen. Doch es ist Vorsicht geboten: bei reduzierter Ware neigen wir dazu sie zu kaufen obwohl wir sie gar nicht brauchen. Das kann den Preis in die Höhe treiben.
Tipp 4: Auf Angebote achten und vergleichen: Fast jeder Supermarkt hat Aktionen und Angebote. Besonders bei Produkten, die man in großen Mengen braucht, lohnt es sich bei Aktionen zuzuschlagen. Doch es ist Vorsicht geboten: Bei reduzierter Ware neigen wir dazu, sie zu kaufen, obwohl wir sie gar nicht brauchen. Das kann den Preis in die Höhe treiben. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Tipp 5: Große Packungen kaufen: Ein Tipp der Verbraucherzentrale ist es, größere Packungen zu kaufen – sie haben meist einen günstigeren Grundpreis. Natürlich rentieren sich Großpackungen nur, wenn sie auch wirklich verbraucht werden können.
Tipp 5: Große Packungen kaufen: Ein Tipp der Verbraucherzentrale ist es, größere Packungen zu kaufen – sie haben meist einen günstigeren Grundpreis. Natürlich rentieren sich Großpackungen nur, wenn sie auch wirklich verbraucht werden können. © IMAGO/Jakub Porzycki
Tipp 6: Einkaufsfallen erkennen: In Supermärkten gibt es viele Einkaufsfallen, die für einen teureren Einkauf sorgen können. Dazu gehören irreführende Aktionsschilder, „Mogelpackungen“ und bewusste Produktplatzierungen. Ein Trick, welcher vermutlichen vielen bereits bekannt ist: Die teuersten Produkte stehen in der Regel auf Augenhöhe. Ober- und unterhalb sind die günstigeren.
Tipp 6: Einkaufsfallen erkennen: In Supermärkten gibt es viele Einkaufsfallen, die für einen teureren Einkauf sorgen können. Dazu gehören irreführende Aktionsschilder, „Mogelpackungen“ und bewusste Produktplatzierungen. Ein Trick, welcher vermutlichen vielen bereits bekannt ist: Die teuersten Produkte stehen in der Regel auf Augenhöhe. Ober- und unterhalb sind die günstigeren. © IMAGO/McPHOTO/BilderBox
Tipp 7: Panikkäufe vermeiden: Panikkäufe, wie etwa aufgrund des Ukrainekriegs, sollten unbedingt vermieden werden. Diese führen ebenfalls zu Preissteigerungen. Außerdem wollen wir doch alle nicht, dass es wieder zum Kampf um die letzte Packung Klopapier im Supermarkt kommt – so wie zu Beginn der Corona-Pandemie.
Tipp 7: Panikkäufe vermeiden: Panikkäufe, wie etwa aufgrund des Ukrainekriegs, sollten unbedingt vermieden werden. Diese führen ebenfalls zu Preissteigerungen. Außerdem wollen wir doch alle nicht, dass es wieder zum Kampf um die letzte Packung Klopapier im Supermarkt kommt – so wie zu Beginn der Corona-Pandemie. © IMAGO/MANUEL GEISSER
Tipp 8: Verzichte mindestens ein mal in der Woche auf Fleisch: Fleisch ist eines der teuersten Lebensmittel, schadet der Umwelt und den Tieren. Ganz einfach kann man auch fleischlose Gerichte zaubern, ohne Ersatzprodukte kaufen zu müssen.
Tipp 8: Verzichte mindestens ein mal in der Woche auf Fleisch: Fleisch ist eines der teuersten Lebensmittel, schadet der Umwelt und den Tieren. Ganz einfach kann man auch fleischlose Gerichte zaubern, ohne Ersatzprodukte kaufen zu müssen. © IMAGO/Larissa Veronesi
Tipp 9: Saisonales Obst und Gemüse kaufen: Saisonale Produkte sind meist günstiger als nicht-saisonale. Das liegt an den hohen Importkosten die für Obst und Gemüse aus dem Ausland anfallen. Außerdem schmecken die saisonalen Früchte auch besser.
Tipp 9: Saisonales Obst und Gemüse kaufen: Saisonale Produkte sind meist günstiger als nicht-saisonale. Das liegt an den hohen Importkosten, die für Obst und Gemüse aus dem Ausland anfallen. Außerdem schmecken die saisonalen Früchte auch besser. © EIBNER/EXPA/Stefanie Oberhauser
Tipp 10: Wasser aus dem Hahn statt aus der Flasche: Das Hahnenwasser wird in Deutschland streng kontrolliert und kann im Normalfall mit dem aus der Flasche mit halten. Es spart also sowohl Geld als auch Energieaufwand beim Kisten schleppen.
Tipp 10: Wasser aus dem Hahn statt aus der Flasche: Das Hahnenwasser wird in Deutschland streng kontrolliert und kann im Normalfall mit dem aus der Flasche mithalten. Es spart also sowohl Geld als auch Energieaufwand beim Kisten schleppen. © IMAGO/Anastasiya Amraeva

Wer gezielt auf seine Lieblings-Produkte aus ist oder gemäß einer Einkaufsliste einkauft, dem passieren außerdem deutlich weniger Gelegenheitskäufe. Auf die spontanen Einkäufe sind Geschäfte wie Kaufland und Lidl aus. Selbiges gilt auch für teure Produkte im Kassen-Bereich, diese sollten Kunden meiden.

Dennoch sind nicht alle Filialen so gebaut, dass die Laufrichtung für Kunden links herumgeht. Es existieren auch einige Geschäfte, die auf diese Richtungsgebung verzichten, die Gründe sind unbekannt.

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer/dpa

Kommentare